
Der Autokonzern Stellantis kehrt in die Gewinnzone zurück. Nach einem Verlust im Vorjahr erzielte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 377 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro, die Fahrzeugauslieferungen stiegen um elf Prozent auf rund 1,37 Millionen Einheiten.
Die am Wochenende veröffentlichten Quartalszahlen markieren eine deutliche Trendwende für den europäisch-amerikanischen Konzern. Im ersten Quartal des Jahres steht ein Konzernergebnis von 377 Millionen Euro auf der Habenseite, nachdem im selben Zeitraum des Vorjahres noch rote Zahlen geschrieben wurden. Auch der Umsatz wächst wieder spürbar — plus 6,5 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro. Damit untermauert Stellantis die Erholung nach einem schwierigen Vorjahr.
Beim Gewinn pro Aktie (EPS) lieferte Stellantis eine echte Überraschung. Mit 0,2426 US-Dollar pro Aktie übertraf der Konzern die Analystenerwartung von 0,15 US-Dollar um knapp 62 Prozent. Damit gehört Stellantis zu den positiven Überraschungen der laufenden Berichtssaison im Automobilsektor und kann sich vor allem im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern behaupten, die mit deutlich schwierigeren Bedingungen kämpfen.
Auch andere Konzern-News prägen die Wirtschaftsschlagzeilen, beispielsweise die Entscheidung von Thyssenkrupp, die Stahlsparte vorerst zu behalten.
Wachstumstreiber war erneut das Geschäft in Nordamerika. Die Auslieferungen kletterten dort um 16,6 Prozent auf 379.000 Einheiten. Der Konzern profitiert von einer starken Nachfrage nach Pickups und SUVs in den USA und Kanada, vor allem unter Marken wie Jeep und Ram. Auch in Europa verzeichnete der Konzern ein deutliches Plus, getragen von neuen Modellen in mehreren seiner 14 Marken.
Für das laufende Jahr 2026 hat Stellantis eine breit angelegte Produktoffensive angekündigt. Insgesamt zehn vollständig neue Fahrzeuge und sechs überarbeitete Modelle sollen in den kommenden Monaten in den Handel kommen. Damit will der Konzern seine Position vor allem im Bereich Elektrifizierung und Hybridtechnik weiter ausbauen. Im Fokus stehen Modelle für die Kernmärkte Nordamerika und Europa.
Auch andere Themen halten die Wirtschaft in Atem, beispielsweise die geplante Übernahme von eBay durch GameStop.
Im Mai stehen für Stellantis zwei besonders wichtige Termine an. Zunächst lädt der Konzern Investoren zu einem ausführlichen Investor Day ein. Kurze Zeit später folgt die Hauptversammlung am US-amerikanischen Hauptsitz in Auburn Hills im Bundesstaat Michigan. Beide Termine dürften die Strategie für die kommenden Jahre konkretisieren — vor allem rund um Elektromobilität, Markenstruktur und die Position auf einem politisch zunehmend volatilen Welt-Automobilmarkt.
Trotz der starken Quartalszahlen reagierte die Stellantis-Aktie zunächst negativ. Im vorbörslichen Handel verlor das Papier rund 6,88 Prozent. Hauptgrund: Anleger sorgten sich um eine leichte Umsatzverfehlung im Vergleich zur Konsensschätzung sowie um den negativen Cashflow. Dieses ambivalente Bild zeigt, wie schwer es Autobauer aktuell haben, die Erwartungen der Finanzmärkte zu treffen — selbst bei deutlichen Gewinnsteigerungen.
Stellantis entstand 2021 aus der Fusion der Fiat-Chrysler-Gruppe (FCA) mit der französischen PSA-Gruppe und gehört seitdem zu den größten Autoherstellern der Welt. Unter dem Dach des Konzerns sind 14 Marken vereint, darunter Fiat, Peugeot, Citroën, Opel, Jeep, Chrysler, Ram, Maserati und Alfa Romeo. Mit dieser breiten Aufstellung versucht Stellantis, sowohl im Volumen- als auch im Premium-Segment Marktanteile zu sichern und sich gegen asiatische Wettbewerber zu behaupten.
Quellen: Stellantis, Investing.com, IT-Times, finanzen.net, Boerse Express
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