
In Stralsund hat am Sonntagabend ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Neubrandenburg meldete ein Zeuge den Brand am 21. Juni 2026 gegen 17:10 Uhr bei der Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen. Betroffen war demnach ein Mehrfamilienhaus in der Lindenallee. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Polizeihauptreviers Stralsund rückten zum Einsatzort aus. Vor Ort bestätigte sich die Meldung. Das Feuer befand sich nach den amtlichen Angaben im Kellerbereich des Hauses. Angaben zu verletzten Personen enthält die Polizeimitteilung nicht.
Die Berufsfeuerwehr konnte den Kellerbrand nach Angaben der Polizei sehr schnell löschen. Dadurch wurde verhindert, dass das Feuer auf das übrige Wohnhaus übergriff. Gerade bei Bränden in Kellerräumen von Mehrfamilienhäusern ist eine schnelle Brandbekämpfung wichtig, weil sich Rauch über Treppenhäuser, Schächte oder geöffnete Türen ausbreiten kann. Für Bewohnerinnen und Bewohner kann dabei nicht nur das Feuer selbst gefährlich werden, sondern vor allem die Rauchentwicklung. Im konkreten Fall nennt die Polizei keine Evakuierung, keine Verletzten und keine weiteren Schäden am Gebäude. Der Sachschaden wird nach ersten Angaben auf etwa 5.000 Euro geschätzt.
Die Ursache des Feuers ist noch nicht abschließend geklärt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Neubrandenburg könne Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Deshalb hat die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen übernommen. Unterstützt wird sie dabei von einem Brandursachenermittler. Diese Formulierung bedeutet nicht, dass bereits ein Täter oder ein Motiv feststeht. Sie beschreibt lediglich den aktuellen Ermittlungsstand der Polizei. Die Ermittler prüfen nun, wie das Feuer im Keller entstanden ist und ob es Hinweise auf Fremdeinwirkung, technische Ursachen oder andere Auslöser gibt. Belastbare Angaben zur Brandursache liegen bislang nicht vor.
Ein Brandursachenermittler wird hinzugezogen, wenn die Entstehung eines Feuers fachlich genauer untersucht werden muss. Dabei geht es unter anderem darum, den möglichen Ausgangspunkt des Brandes zu bestimmen, Brandspuren zu sichern und technische oder nichttechnische Ursachen voneinander abzugrenzen. In Kellerbereichen kann das besonders wichtig sein, weil dort häufig unterschiedliche Gegenstände lagern und Spuren durch Hitze, Löschwasser oder Rauch verändert werden können. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen können für die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei entscheidend sein. Im Fall aus der Lindenallee bleibt zunächst offen, zu welchem Ergebnis die Untersuchungen führen.
Die Polizei hat nach dem Kellerbrand in Stralsund einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Gesucht werden Personen, die im Zusammenhang mit dem Feuer Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Stralsund telefonisch unter 03831 2890624 entgegen. Außerdem können sich Zeugen an jede andere Polizeidienststelle wenden oder die Internetwache der Polizei nutzen. Für die Ermittlungen können auch scheinbar nebensächliche Beobachtungen wichtig sein, etwa verdächtige Personen im Umfeld des Hauses, ungewöhnliche Geräusche, Rauchentwicklung vor Eintreffen der Einsatzkräfte oder andere Auffälligkeiten rund um die Lindenallee am späten Sonntagnachmittag.
Unabhängig vom konkreten Fall zeigen Kellerbrände, warum Brandschutz in Mehrfamilienhäusern eine besondere Rolle spielt. Kellerflure sollten grundsätzlich frei von leicht entzündlichen Gegenständen gehalten werden. Fluchtwege und Treppenhäuser dürfen nicht zugestellt werden, weil sie im Ernstfall schnell erreichbar bleiben müssen. Auch geschlossene Türen können helfen, die Ausbreitung von Rauch zu verlangsamen. Bewohner sollten Brandgeruch, Rauchentwicklung oder ungewöhnliche Wärmeentwicklung ernst nehmen und frühzeitig den Notruf wählen. Eigene Löschversuche sind nur dann sinnvoll, wenn sie gefahrlos möglich sind. Bei stärkerer Rauchentwicklung hat die eigene Sicherheit Vorrang.
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