Tom Ritzy Hülsmann wechselt zu Stade Reims: Hartberg verliert seinen Torwart des Jahres

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Tom Ritzy Hülsmann Stade Reims: Tom Ritzy Hülsmann setzt seine Karriere in Frankreich fort. Der 22 Jahre alte Torhüter wechselt vom österreichischen Bundesligisten TSV Hartberg zu Stade Reims und unterschreibt beim französischen Zweitligisten bis 2031. Für Hartberg ist der Abgang sportlich ein schwerer Verlust, finanziell aber ein Rekordtransfer: Die Ablöse soll dem Vernehmen nach im Bereich von rund 2,5 bis 3 Millionen Euro liegen. Auch Hannover 96 wurde zuletzt als interessierter Klub genannt, Hülsmann entschied sich jedoch für den Schritt nach Reims.

Wechsel zu Stade Reims: Vertrag bis 2031

Stade Reims hat den Transfer am 29. Juni 2026 offiziell bestätigt. Der Klub bezeichnet Hülsmann als deutschen Torhüter, der beim FC Bayern München ausgebildet wurde und in der vergangenen Saison zum besten Schlussmann der ersten österreichischen Liga gewählt worden ist. Nach Angaben des Vereins bindet sich der Keeper bis 2031 an die Rot-Weißen.

Die genaue Ablöse wurde offiziell nicht genannt. Mehrere Medien berichten jedoch von einer Summe zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro. Für den TSV Hartberg wäre das der höchste Transfererlös der Vereinsgeschichte. Sky Sport Austria nennt Hülsmann ausdrücklich den Rekordabgang der Oststeirer; Transfermarkt verweist zudem darauf, dass der Torhüter auch bei Hannover 96 Thema gewesen sei.

Vom Bayern-Campus über St. Pölten nach Hartberg

Hülsmann wurde am 11. April 2004 in Trier geboren. Seine Jugendstationen waren der VfL Trier, Eintracht Trier und ab 2017 der Nachwuchs des FC Bayern München. Beim Rekordmeister durchlief er die Jugendteams, spielte später für Bayern II in der Regionalliga Bayern und erhielt im August 2023 einen Profivertrag. Einsätze in der Bundesliga kamen für ihn bei den Bayern allerdings nicht hinzu.

Im Sommer 2024 folgte die Leihe zum SKN St. Pölten in die zweite österreichische Liga. Dort sammelte Hülsmann erstmals regelmäßig Spielpraxis im Profibereich. Ein Jahr später wechselte er fest vom FC Bayern II zum TSV Hartberg und unterschrieb zunächst bis 2027 mit Option auf Verlängerung. Hartberg hob schon damals seine Größe, seine Ausbildung beim FC Bayern und die Perspektive hervor. Eine belastbar dokumentierte U20- oder U21-Länderspielkarriere für Deutschland ist in den geprüften Profilen nicht ausgewiesen.

Starke Saison in Hartberg: Auszeichnung als bester Torwart

Beim TSV Hartberg entwickelte sich Hülsmann schnell zur Nummer eins. In der Saison 2025/26 spielte er in der österreichischen Bundesliga, also der höchsten Spielklasse des Landes. Laut Transfermarkt kam er in 30 Bundesliga-Einsätzen auf neun Spiele ohne Gegentor; Sky Sport Austria nennt insgesamt 33 Pflichtspiele und zehn Partien ohne Gegentor. Get French Football News berichtet zudem von 42 Gegentoren in allen Wettbewerben.

Sportlich war Hülsmann ein zentraler Faktor dafür, dass Hartberg die Meistergruppe erreichte und die Saison als Sechster beendete. Seine Leistungen wurden mit der Wahl zum besten Torhüter der österreichischen Bundesliga 2025/26 belohnt. Sein Marktwert wird bei Transfermarkt mit 1,5 Millionen Euro angegeben, Stand Ende Mai 2026.

Spielweise: Präsenz, Linie und moderner Aufbau

Hülsmann bringt mit 2,05 Metern außergewöhnliche körperliche Präsenz mit. Stade Reims beschreibt ihn als modernen Torhüter, der auf der Linie stabil, in der Luft sicher und mit dem Fuß leistungsfähig sei. Diese Mischung erklärt, warum der Transfer trotz Reims Zweitliga-Status sportlich nachvollziehbar ist: Hülsmann ist nicht nur ein klassischer Strafraumtorwart, sondern soll auch im Aufbau eine Rolle spielen.

Besonders auffällig waren in Hartberg seine Reflexe und seine Explosivität auf der Linie. In einem Transfermarkt-Interview betonte Hülsmann, dass er trotz seiner Größe viel Wert auf Beweglichkeit, Timing und Reaktionsschnelligkeit lege. Außerdem sprach er dort über seine Entwicklung in Positionierung und Spielverständnis. Diese Eigenschaften machen ihn für Reims zu einem Perspektivspieler, der sofort helfen soll, aber noch Entwicklungsspielraum hat.

Bedeutung für Reims und Hartberg

Stade Reims befindet sich nach dem Abstieg aus der Ligue 1 weiter in der Ligue 2. In der abgelaufenen Saison wurde der Klub Sechster und verpasste damit den direkten Wiederaufstieg. Trainer ist Karel Geraerts, der im Juni 2025 mit dem Ziel verpflichtet wurde, Reims zurück in die Ligue 1 zu führen. Der Hülsmann-Transfer passt in diese Lage: Der Klub investiert in eine neue Nummer eins, die sportliche Stabilität und Entwicklungspotenzial verbinden soll.

Für Hartberg ist der Abgang dagegen ein Einschnitt. Der Klub verliert seinen Stammkeeper und Torwart des Jahres, erhält aber eine außergewöhnlich hohe Ablöse für österreichische Verhältnisse und die eigene Vereinsgeschichte. Für Hülsmann ist der Wechsel der nächste Karriereschritt nach Bayern-Ausbildung, St. Pölten-Leihe und Durchbruch in Hartberg. In Reims wird er nun daran gemessen werden, ob er den Anspruch eines Aufstiegskandidaten tragen kann.

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