Busse und Bahnen fallen in mehreren Städten Niedersachsens aus

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Im Tarifkonflikt des kommunalen Nahverkehrs müssen Fahrgäste in Niedersachsen erneut mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Nach bereits angekündigten Ausfällen in Osnabrück ruft Verdi nun auch Beschäftigte in Hannover und Göttingen zu Warnstreiks auf. Betroffen sind damit mehrere wichtige Nahverkehrsnetze im Land, darunter die Üstra und Regiobus in der Region Hannover sowie die Göttinger Verkehrsbetriebe.

Offiziell bestätigt war zunächst, dass in Hannover am Mittwoch, 20. Mai, und Donnerstag, 21. Mai 2026, der Bus- und Bahnverkehr der Üstra und von Regiobus bestreikt werden soll. In Göttingen sind Warnstreiks für Dienstag und Mittwoch angekündigt. In Osnabrück hatte Verdi bereits für Freitag, 15. Mai, und Samstag, 16. Mai, zu Arbeitsniederlegungen bei SWO Mobil aufgerufen.

In Hannover sollen Üstra und Regiobus stillstehen

In Hannover trifft der Warnstreik nach Angaben der Üstra den Gemeinschaftsbetrieb von Üstra und Regiobus. Die Betriebe sollen an beiden Streiktagen von Betriebsbeginn gegen 3 Uhr bis Betriebsschluss stillgelegt werden. Dazu gehören die Stadtbahnlinien 1 bis 13 sowie 17 und zahlreiche Buslinien in Stadt und Region Hannover. Einzelne Fahrten auf Regiobus-Linien können dennoch stattfinden, wenn sie von Subunternehmen erbracht werden.

Nicht bestreikt werden nach den veröffentlichten Informationen die S-Bahn- und Regionalbahnlinien. Auch das On-Demand-Angebot sprinti sowie sprintRad sollen grundsätzlich weiter verfügbar bleiben. Für Fahrgäste bedeutet das dennoch deutliche Einschränkungen, weil Stadtbahnen und viele Busverbindungen in Hannover für zwei Tage ausfallen sollen.

Auch Göttingen ist vom Warnstreik betroffen

In Göttingen sollen die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe am Dienstag und Mittwoch in den Depots bleiben. Der Warnstreik ist Teil derselben Tarifauseinandersetzung im kommunalen Nahverkehr Niedersachsens. Für Pendler, Schüler und Studierende bedeutet das voraussichtlich erhebliche Einschränkungen im Stadtverkehr. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass Verdi Beschäftigte in Göttingen zum Warnstreik aufgerufen hat und der Busverkehr entsprechend betroffen sein soll.

Osnabrück war bereits vor dem Pfingstwochenende betroffen

In Osnabrück hatte SWO Mobil massive Einschränkungen für Freitag und Samstag angekündigt. An beiden Tagen sollten keine Fahrten im städtischen MetroBus-Liniennetz stattfinden. Die Stadtwerke Osnabrück wiesen zugleich darauf hin, dass die Stadtbuslinien 10 bis 21 weitgehend regulär fahren sollten, weil sie von privaten Auftragsunternehmen betrieben werden, deren Beschäftigte nicht zum Warnstreik aufgerufen wurden.

Damit konzentrieren sich die bestätigten Maßnahmen in Niedersachsen auf einzelne Städte und konkrete Streiktage. Ein pauschaler Ausfall des gesamten ÖPNV an Pfingsten war zunächst nicht offiziell bestätigt. Die Warnstreiks erhöhen jedoch den Druck in einer Tarifrunde, die für viele Fahrgäste schon seit Wochen spürbar ist.

Tarifkonflikt betrifft den kommunalen Nahverkehr

Hintergrund ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Wochenarbeitszeiten, mehr Urlaub sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeberseite verweist auf die finanziellen Folgen solcher Forderungen und warnt vor Belastungen für das Nahverkehrsangebot. Nach mehreren ergebnislosen Verhandlungsrunden soll die nächste Runde am 1. Juni stattfinden.

Der Konflikt ist nicht auf Niedersachsen beschränkt. Verdi hatte in der Tarifrunde 2026 bereits in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. In Niedersachsen geht es nun vor allem um den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde.

Fahrgäste sollten Verbindungen vorab prüfen

Für die betroffenen Städte gilt: Fahrgäste sollten ihre Verbindung vor Fahrtantritt prüfen und auf offizielle Fahrplanauskünfte der Verkehrsunternehmen achten. In Hannover bleiben S-Bahnen und Regionalzüge nach aktuellem Stand vom Üstra-Streik ausgenommen. In Osnabrück konnten Teile des Busverkehrs über private Partner weiterlaufen. In Göttingen war zunächst vor allem der Stadtbusverkehr der Göttinger Verkehrsbetriebe betroffen.

Unklar blieb zunächst, ob es vor der nächsten Verhandlungsrunde weitere Warnstreiks in anderen Städten Niedersachsens geben wird. Verdi hatte angekündigt, den Druck im Tarifkonflikt zu erhöhen. Entscheidend sind nun die nächsten Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberseite.

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