
In Wiesbaden-Erbenheim wurde am Dienstag, dem 12. Mai 2026, eine 500-Kilogramm-Weltkriegsbombe entdeckt. Die Weltkriegsbombe Wiesbaden liegt nahe der Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne – dem Hauptquartier der US Army Europe and Africa. Die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst Hessen ist für Mittwoch, den 13. Mai 2026, ab 11:00 Uhr angesetzt.
Bei Sondiererarbeiten für ein Straßenbauprojekt nahe der Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim wurde am Dienstagnachmittag die 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Bei der Bombe handelt es sich laut Behörden um eine US-amerikanische Fliegerbombe. Der Kampfmittelräumdienst Hessen wurde sofort verständigt und nahm die Lage in Augenschein. Experten beurteilten die Bombe als so gefährlich, dass eine sofortige Evakuierung und eine geordnete Entschärfung am Folgetag notwendig seien. Ein ähnlicher Fall ereignete sich zuletzt in Alfter bei Bonn, wo ebenfalls eine Weltkriegsbombe entschärft werden musste.
Wegen der Entschärfung werden ab 10:30 Uhr weitreichende Sperrungen in Kraft treten. Die Autobahn A66 zwischen den Anschlussstellen Wiesbaden-Erbenheim und Nordenstadt wird vollständig gesperrt. Ebenso wird die Bundesstraße B455 zwischen Wiesbaden und Mainz für den Verkehr gesperrt. Besonders bedeutsam für Pendler und Fernreisende: Auch die Bahnstrecke Wiesbaden–Köln ist von der Sperrung betroffen. Reisende müssen sich auf erhebliche Verzögerungen und Umleitungen einstellen. Die Sperrungen bleiben bis zur erfolgreich abgeschlossenen Entschärfung bestehen. Das Busunternehmen ESWE Verkehr hat entsprechende Umleitungen für den Linienverkehr eingerichtet. Vergleichbare Verkehrschaos-Situationen entstanden zuletzt auch bei einem Bombenfund in Köln-Lindenthal, der über 4.100 Menschen betraf.
Der Kampfmittelräumdienst legte einen Evakuierungsradius von rund 700 Metern um den Fundort fest. Da die Bombe auf freiem Feld liegt, sind laut Stadt Wiesbaden nur etwa 50 Anwohnerinnen und Anwohner direkt betroffen – deutlich weniger als bei städtischen Bombenfunden. Die Evakuierung des gesperrten Bereichs musste bis spätestens Mittwoch, 9:00 Uhr abgeschlossen sein. Wer keine Möglichkeit hatte, bei Verwandten oder Bekannten außerhalb des Sperrgebiets zu übernachten, wurde in der Notfallunterkunft der Johanniter-Rettungswache an der Wiesbadener Landstraße 80–82 in Amöneburg betreut. Für Fragen richtete die Stadt Wiesbaden eine Bürgerhotline unter der Nummer 0611 318080 ein, die ab 7:00 Uhr morgens erreichbar war. Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen waren vor Ort im Einsatz.
Bombenfunde wie in Wiesbaden-Erbenheim sind in Deutschland keine Ausnahme. Schätzungen zufolge liegt noch immer eine beträchtliche Menge nicht explodierter Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im deutschen Boden – besonders in industriellen Ballungszentren und militärisch bedeutsamen Regionen, die intensiv bombardiert wurden. Der Kampfmittelräumdienst in Hessen und anderen Bundesländern verzeichnet jährlich Dutzende Einsätze. Die Lucius D. Clay Kaserne in Erbenheim ist als ehemaliger US-Militärflughafen ein historisch besonders belastetes Gebiet. Auch in anderen Städten gibt es regelmäßig solche Funde, wie etwa der Bombenfund in Ebrach in Bayern zeigte. Die Entschärfung durch speziell ausgebildete Experten des Kampfmittelräumdienstes gilt als sicher, wenngleich immer ein Restrisiko besteht.
Nach erfolgreicher Entschärfung oder kontrollierter Sprengung der Weltkriegsbombe in Wiesbaden-Erbenheim werden die Sperrungen aufgehoben und die Evakuierten können in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt Wiesbaden wird über offizielle Kanäle und die Bürgerhotline informieren, sobald der Bereich wieder freigegeben ist. Erfahrungsgemäß dauern solche Einsätze des Kampfmittelräumdienstes zwischen wenigen Stunden und einem halben Tag. Die Bevölkerung wird gebeten, die Sperrzone strikt zu meiden und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Verkehrsteilnehmer sollten weiträumige Umleitungen einplanen und bei Bahnreisen rechtzeitig alternative Verbindungen oder Taktfahrpläne des Ersatzverkehrs prüfen.
Quellen: hessenschau.de, wiesbaden.de, wiesbadenaktuell.de, mainzund.de, rhein-zeitung.de, merkurist.de
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