WTI Ölpreis steigt: Iran-Krise treibt Rohöl auf 101 Dollar

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der WTI Ölpreis ist am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, auf über 101 US-Dollar pro Barrel gestiegen – ein Plus von rund sieben Prozent binnen zwei Tagen. Als Haupttreiber gelten die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie wachsende Sorgen um die strategisch bedeutsame Straße von Hormus. Für deutsche Autofahrer hat der Rohölpreis-Anstieg direkte Auswirkungen auf die Spritpreise an den Zapfsäulen.

WTI Ölpreis klettert auf über 101 Dollar – was steckt dahinter?

Noch am 11. Mai notierte West Texas Intermediate (WTI), die nordamerikanische Referenzsorte für Rohöl, bei rund 94 US-Dollar je Barrel. Innerhalb von zwei Handelstagen soll der Kurs auf über 101 Dollar gestiegen sein – laut aktuellen Marktdaten ein Anstieg von rund sieben Prozent. Auch die europäische Sorte Brent hält sich mit 107,33 Dollar auf hohem Niveau. Seit Jahresbeginn 2026 verzeichnet WTI nach Angaben von Marktbeobachtern eine Performance von plus 71 Prozent – ein historisch außergewöhnlicher Anstieg, der vor allem auf die eskalierte Lage im Nahen Osten zurückgeht.

Die Ölpreise hatten im Frühjahr 2026 kurzzeitig sogar die Marke von 126 Dollar überschritten, als der Iran-Krieg seinen Höhepunkt erreichte. Seitdem bewegen sich die Notierungen auf erhöhtem Niveau, reagieren aber empfindlich auf diplomatische Nachrichten aus Teheran und Washington.

Iran-Krise und Hormus-Risiko: WTI Ölpreis unter Druck

Zentrales Thema am Ölmarkt bleibt der Status der US-Iran-Verhandlungen. Trump soll nach Berichten mehrerer Finanzmedien das geplante Waffenstillstandsabkommen als klinisch tot bezeichnet und die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag scharf kritisiert haben. Der Iran fordert laut Berichten unter anderem ein Ende aller Feindseligkeiten, die Aufhebung der US-Seeblockade, Entschädigungszahlungen sowie die uneingeschränkte Wiederaufnahme seiner Ölexporte.

Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus – jene enge Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel, durch die fast 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert werden. Jede Eskalation dort hätte sofortige Auswirkungen auf die globalen Ölpreise. Trumps Ablehnung des iranischen Gegenangebots hat die Unsicherheit am Markt zuletzt deutlich erhöht.

Saudi Aramco-Chef Amin Nasser soll zudem gewarnt haben, der globale Markt verliere wöchentlich rund 100 Millionen Barrel an Versorgungsvolumen durch die anhaltenden Nahostspannungen – was eine Marktberuhigung bis weit ins nächste Jahr verzögern könnte.

Was der WTI-Anstieg für Spritpreise in Deutschland bedeutet

Steigende Rohölpreise schlagen sich in Deutschland in der Regel rasch an der Zapfsäule nieder. Am 11. Mai kostete ein Liter Super E10 bundesweit im Schnitt 1,974 Euro, Diesel lag bei 1,987 Euro – beide Kraftstoffarten knapp unterhalb der psychologisch wichtigen Zwei-Euro-Marke. Mit dem neuerlichen WTI-Anstieg dürfte dieser Puffer jedoch schnell schmelzen. Benzinpreisanstiege belasten Autofahrer in Deutschland seit Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 massiv.

Dass die Preise noch nicht stärker gestiegen sind, liegt auch an politischen Gegenmaßnahmen: Seit dem 1. Mai 2026 hat der Bund die Energiesteuer um rund 14 Cent pro Liter gesenkt – der sogenannte Tankrabatt soll Verbraucher entlasten. Zusätzlich greift seit dem 1. April das Österreich-Modell: Mineralölkonzerne dürfen die Preise an der Tankstelle nur noch einmal täglich – und zwar um 12 Uhr mittags – nach oben anpassen. Preissenkungen hingegen bleiben jederzeit möglich.

OPEC-Entscheidungen und globale Lieferkette im Blick

Neben den geopolitischen Faktoren beobachten Marktanalysten auch die OPEC-Entwicklungen genau. Bereits zuvor hatte der Austritt der VAE aus der OPEC den Ölpreis unter Druck gesetzt. Gleichzeitig belasten die anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Inflation und Energiepreise in Deutschland Verbraucher und Unternehmen. Experten rechnen damit, dass der WTI Ölpreis solange volatil bleibt, wie keine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt in Sicht ist.

Quellen: wallstreet-online.de, fxstreet.de.com, finanznachrichten.de, ADAC, avronline.de, auto-motor-und-sport.de

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