WhatsApp führt Benutzernamen ein: Was Nutzer jetzt wissen müssen

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Grzegorz Walczak

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WhatsApp bereitet eine grundlegende Änderung bei der Kontaktaufnahme vor. Nutzer sollen künftig einen Benutzernamen verwenden können, statt neuen Kontakten direkt ihre Telefonnummer zu geben. Die Funktion ist optional und startet zunächst mit einer Reservierungsphase. Meta und WhatsApp haben diese Phase am 29. Juni 2026 offiziell angekündigt. Einen festen Starttermin nur für Deutschland nennt WhatsApp bislang nicht. Die Freischaltung erfolgt schrittweise, Nutzer sollen in der App benachrichtigt werden, sobald die Funktion in ihrem Land verfügbar ist.

Reservierung startet vor dem eigentlichen Funktionsstart

Nach Angaben von WhatsApp können Nutzer seit der Startwoche Ende Juni 2026 einen Namen reservieren, der später für die neue Kontaktfunktion genutzt werden soll. Die eigentliche Nutzung von Benutzernamen soll erst später im Jahr 2026 breiter starten. Wer die Option bereits sieht, findet sie laut WhatsApp in der aktuellen App unter Einstellungen, Konto, Benutzername.

Der Grund für die frühe Reservierung liegt in der Größe des Dienstes. WhatsApp verweist auf mehr als drei Milliarden Nutzer weltweit. Dadurch können viele gewünschte Namen mehrfach nachgefragt werden. Die Reservierungsphase soll verhindern, dass Nutzer erst beim späteren Start feststellen, dass ihr bevorzugter Name bereits vergeben ist.

Kein fester Deutschland Termin genannt

Für Deutschland gibt es zunächst keinen offiziell genannten Stichtag. WhatsApp spricht von einem schrittweisen Rollout über die kommenden Monate und davon, dass Nutzer in der App informiert werden, sobald Benutzernamen im jeweiligen Land verfügbar sind. Meldungen, wonach die Reservierung weltweit begonnen habe, sind deshalb als schrittweise Freischaltung zu verstehen, nicht als gleichzeitige Verfügbarkeit für alle Konten.

Wer die neue Option noch nicht sieht, kann sie nach offiziellen Angaben nicht erzwingen. Voraussetzung ist die aktuelle WhatsApp Version. Sichtbar wird die Funktion erst, wenn das jeweilige Konto für die Reservierung freigeschaltet ist. Für WhatsApp Web nennt der Hilfebereich bei Business Konten Einschränkungen, die Reservierung soll dort derzeit nicht verfügbar sein.

Welche Regeln für Benutzernamen gelten

Offiziell beschreibt WhatsApp den Benutzernamen als freiwillige, eindeutige Kennung, die mit einem @ Symbol beginnt und sich vom bisherigen Anzeigenamen unterscheidet. Der Anzeigename muss nicht eindeutig sein, der Benutzername dagegen schon. Er kann später verwendet werden, damit andere Personen eine Nachricht senden oder einen Anruf starten können, ohne unmittelbar die Telefonnummer zu sehen.

Zu den konkreten Zeichenregeln nennen Medien unter Berufung auf WhatsApp und App Analysen mehrere Vorgaben. Demnach sollen Benutzernamen zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein. Erlaubt sein sollen Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Außerdem soll mindestens ein Buchstabe enthalten sein. Namen, die wie Webadressen wirken, etwa mit www am Anfang oder Domain Endungen, sollen nicht zugelassen werden. Diese Detailregeln sind nicht in der kurzen offiziellen Ankündigung vollständig aufgeführt, werden aber übereinstimmend von TechCrunch, AP und WABetaInfo genannt.

Was bei Marken, Prominenten und bestehenden Meta Namen gilt

Für Unternehmen, Organisationen, Kreative und öffentliche Profile ist besonders wichtig, dass WhatsApp eine Verbindung zu bestehenden Namen auf Instagram oder Facebook vorsieht. Wer dort bereits einen Namen nutzt, soll diesen unter bestimmten Voraussetzungen für WhatsApp beanspruchen können. Dafür verweist WhatsApp auf eine Claim Option und das Meta Kontocenter.

Gleichzeitig sollen besonders bekannte Namen nicht frei an beliebige Nutzer fallen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hält WhatsApp Namen für prominente Personen, öffentliche Figuren, Regierungsstellen und bekannte Organisationen zurück, um Nachahmung und Verwechslungen zu verhindern. Ein allgemeiner markenrechtlicher Streitprozess für alle Konflikte wird in der offiziellen Ankündigung nicht im Detail beschrieben.

Was sich beim Datenschutz ändert

Der wichtigste Effekt betrifft neue Kontakte. Sobald Benutzernamen vollständig gestartet sind, soll bei einer ersten Nachricht an eine Person oder ein Unternehmen nicht mehr automatisch die Telefonnummer angezeigt werden, wenn der Nutzer einen Benutzernamen aktiviert hat. Die Telefonnummer bleibt aber weiterhin für die Registrierung des WhatsApp Kontos notwendig.

WhatsApp betont zudem, dass es kein öffentliches Verzeichnis und keine Vorschläge für Benutzernamen geben soll. Wer jemanden erstmals über den Benutzernamen kontaktieren will, muss den exakten Namen kennen. Zusätzlich ist ein optionaler Benutzernamen Schlüssel vorgesehen. Ist dieser aktiviert, reicht der Benutzername allein nicht aus, um erstmals Kontakt aufzunehmen.

Was Nutzer jetzt tun können

Nutzer sollten zunächst prüfen, ob WhatsApp auf dem aktuellen Stand ist. Ist die Reservierung bereits für das Konto freigeschaltet, erscheint die Option in den Kontoeinstellungen. Wer denselben Namen wie auf Instagram oder Facebook nutzen möchte, sollte beachten, dass dadurch eine Verbindung zwischen den Profilen leichter erkennbar werden kann. Für mehr Abstand zwischen den Diensten kann ein abweichender WhatsApp Benutzername sinnvoll sein.

Die Reservierung ist freiwillig. Wer keinen Benutzernamen anlegt, kann WhatsApp weiter wie bisher über die Telefonnummer nutzen. Die neue Funktion ändert nach bisher bekannten Angaben nicht, dass WhatsApp Konten weiterhin an Telefonnummern gebunden sind. Sie verändert vor allem, welche Kontaktdaten bei neuen Chats sichtbar werden.

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