
Wimbledon 2026 Spielplan: Der bedeutendste Rasenklassiker des Tennisjahres beginnt am Montag, 29. Juni 2026, im All-England Lawn Tennis Club im Londoner Stadtteil Wimbledon. Bis zum Sonntag, 12. Juli 2026, kämpfen die besten Tennisspielerinnen und Tennisspieler der Welt um den Titel auf dem heiligen Rasen. Titelverteidiger sind Jannik Sinner bei den Herren und Iga Świątek bei den Damen. Mit Alexander Zverev als Nummer zwei der Setzliste sowie acht weiteren deutschen Profis im Hauptfeld haben deutsche Tennisfans zahlreiche Gründe, mitzufiebern.
Wimbledon 2026 wird traditionell über zwei Wochen gespielt. Die Hauptrunde der Einzelkonkurrenzen läuft vom 29. Juni bis 12. Juli. Die erste Runde der Herren und Damen ist über Montag und Dienstag gestreckt, danach folgen die zweiten Runden am Mittwoch und Donnerstag. Den traditionellen Middle Sunday spielt das Turnier seit 2022 als regulären Spieltag. Die Achtelfinals finden über das erste Wochenende, die Viertelfinals am Dienstag und Mittwoch der zweiten Woche statt.
Die Halbfinals der Damen werden am Donnerstag, 9. Juli, ausgetragen, die Halbfinals der Herren am Freitag, 10. Juli. Das Damen-Finale ist für Samstag, 11. Juli, angesetzt, das Herren-Finale folgt am Sonntag, 12. Juli. Auf den Außenplätzen beginnen die Partien um 11.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ), auf Court 1 um 13.00 Uhr und auf dem Centre Court um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ).
Bei den Herren geht Titelverteidiger Jannik Sinner als Nummer eins der Setzliste ins Turnier. Eine prominente Lücke reißt der Verzicht von Carlos Alcaraz: Der zweimalige Wimbledon-Sieger ist verletzungsbedingt nicht am Start. Nutznießer ist Alexander Zverev, der nach seinem Triumph bei den French Open 2026 als Nummer zwei gesetzt wird. Auch Novak Djokovic gilt mit seinen sieben Wimbledon-Titeln wieder als einer der Mitfavoriten.
Bei den Damen ist Aryna Sabalenka als Nummer eins gesetzt, Titelverteidigerin Iga Świątek folgt direkt dahinter. Coco Gauff, Jessica Pegula und Elena Rybakina zählen zu den weiteren Topfavoritinnen. Spannung verspricht zudem das Comeback einer Spielerinnen-Legende: Serena Williams trifft in Runde eins auf Maya Joint. Auch die philippinische Aufsteigerin Alex Eala ist erstmals als gesetzte Spielerin dabei.
Insgesamt stehen neun deutsche Profis im Hauptfeld von Wimbledon 2026 – vier bei den Herren, fünf bei den Damen. Alexander Zverev trifft in der ersten Runde auf den belgischen Aufsteiger Alexander Blockx. Jan-Lennard Struff spielt gegen Sebastián Báez, Daniel Altmaier muss gegen den Slowaken Alex Molcan ran, Yannick Hanfmann fordert den französischen Aufschlagspezialisten Giovanni Mpetshi Perricard heraus.
Bei den Damen warten auf Eva Lys (gegen Diana Shnaider), Ella Seidel (gegen Linda Nosková) und Laura Siegemund (gegen Elise Mertens) gesetzte Gegnerinnen aus den Top 25. Einzig Tatjana Maria, die frühere Wimbledon-Halbfinalistin aus Bad Saulgau, hat mit Julija Putinzewa eine vergleichsweise machbare Aufgabe gezogen. Tamara Korpatsch komplettiert das deutsche Damen-Aufgebot.
Wie es die Tradition vorsieht, eröffnet der amtierende Herren-Champion das Turnier am Montag auf dem Centre Court. Jannik Sinner startet seine Titelverteidigung gegen den Serben Miomir Kecmanović. Anschließend folgt das erste Match der Damen, bevor Aryna Sabalenka als Top-gesetzte Spielerin der Damen ihre Auftaktpartie bestreitet.
Auf Court 1 stehen am ersten Tag ebenfalls Topbegegnungen auf dem Programm. Die Verteilung der deutschen Profis auf die Spieltage Montag und Dienstag richtet sich nach der traditionellen Aufteilung der ersten Runde. Alexander Zverev wird voraussichtlich erst am Dienstag in das Turnier einsteigen. Den genauen Tages-Spielplan veröffentlicht der Veranstalter jeweils am Vorabend.
Wer Wimbledon 2026 in Deutschland live verfolgen will, kommt um einen Streamingdienst nicht herum. Seit 2024 hält Amazon Prime Video die exklusiven Übertragungsrechte für Wimbledon im deutschsprachigen Raum. Übertragen werden alle Spiele auf den großen Courts inklusive Centre Court und Court 1, dazu zahlreiche Außenplatzpartien, Konferenzschaltungen, Highlights und Analyse-Formate.
Eine Übertragung im frei empfangbaren Fernsehen über ARD, ZDF oder Eurosport gibt es 2026 nicht. Wer ohne Prime-Abo informiert bleiben will, kann auf Live-Ticker bei sportschau.de, kicker.de, ran.de und tennisnet.com ausweichen. Im Radio bieten Deutschlandfunk und Hörfunkprogramme der ARD ausgewählte Berichterstattung. Hintergründe und Spielberichte erscheinen außerdem in den klassischen Sportmedien.
Das Preisgeld von Wimbledon 2026 erreicht eine neue Rekordhöhe. Insgesamt schüttet das Turnier rund 64,2 Millionen britische Pfund aus, das entspricht etwa 74,3 Millionen Euro. Damit steigt die Gesamtsumme im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent – der größte prozentuale Sprung in der Geschichte des Turniers. Der Veranstalter begründet die Erhöhung mit gestiegenen Einnahmen aus TV-Rechten und Sponsoring sowie mit der Forderung der Spielerorganisationen nach besserer Vergütung der unteren Runden.
Die Sieger der Einzelkonkurrenzen bei Damen und Herren erhalten jeweils mehrere Millionen Pfund. Auch in den frühen Runden steigen die Prämien deutlich. Bereits eine Teilnahme an der ersten Runde des Hauptfeldes ist mit einer fünfstelligen Summe dotiert. Spieler aus der Qualifikation erhalten ebenfalls erhöhte Antrittsgelder, was vor allem für Profis außerhalb der Top 100 wirtschaftlich wichtig ist.
Trotz aller Modernisierungen bleibt Wimbledon das traditionsreichste Tennisturnier der Welt. Auf dem Centre Court mit seinem schließbaren Dach wird auch 2026 wieder das Endspiel ausgetragen. Court 1, der zweite Hauptplatz mit Dach, fasst mehr als 12.000 Zuschauer und bietet ebenfalls Top-Matches. Die strikte Kleiderordnung in Weiß bleibt erhalten, ebenso die Tradition von Erdbeeren mit Sahne, Pimm’s und den Royal-Boxen mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie.
Erweitert wurde das Gelände in den letzten Jahren durch zusätzliche Außenplätze und modernisierte Trainingsanlagen. Auch 2026 wird wieder eine Vielzahl von Show-Matches, Junioren-, Rollstuhl- und Senioren-Turnieren ausgetragen. Insgesamt rechnet der All-England Club erneut mit mehr als 500.000 Zuschauern über die zwei Wochen.
Das Londoner Wetter könnte 2026 erneut eine Rolle spielen. Sowohl Hitze als auch Regen können die Spielpläne beeinflussen. Auf Centre Court und Court 1 sorgen die Dächer für Planbarkeit, alle übrigen Courts sind auf trockenes Wetter angewiesen. Verspätungen können sich dann durch das gesamte Programm ziehen. Die Veranstalter haben deshalb in der Vergangenheit den Middle Sunday als regulären Spieltag eingeführt.
In der zweiten Woche treffen ab Achtelfinale die ungesetzten Sensationen häufig auf die Topfavoriten. Klassische Begegnungen wie Sinner gegen Djokovic oder Sabalenka gegen Świątek sind erst in den späteren Runden möglich. Für deutsche Fans entscheiden vor allem die Auftaktpartien, ob Zverev, Maria und Co. die zweite Woche erreichen. Spätestens dann wird auch das deutsche Interesse in Wimbledon-Stimmung steigen.
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