Zugunglück Dänemark: 17 Verletzte bei Frontalzusammenstoß

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Beim Zugunglück Dänemark sind am frühen Donnerstagmorgen 17 Menschen verletzt worden. Zwei Lokalzüge kollidierten auf der Bahnstrecke zwischen Hillerød und Kagerup in Nordseeland frontal – rund 40 Kilometer nördlich von Kopenhagen. Fünf der Verletzten befanden sich in kritischem Zustand.

Zugunglück Dänemark: Frontalkollision bei Hillerød mit 17 Verletzten

Der Alarm ging gegen 6.30 Uhr bei den dänischen Rettungsdiensten ein. Auf der Bahnstrecke zwischen den Städten Hillerød und Kagerup in der Region Nordseeland waren zwei Züge mit offenbar hoher Geschwindigkeit frontal ineinandergefahren. Insgesamt wurden 17 Personen verletzt – fünf von ihnen befanden sich in einem kritischen Zustand. Zwölf weitere Fahrgäste erlitten leichtere Verletzungen und wurden medizinisch versorgt. Alle Insassen konnten die verunglückten Züge verlassen oder wurden von den Einsatzkräften daraus befreit. Niemand wurde eingeklemmt, wie die Behörden mitteilten.

Schwere Bahnunfälle ereignen sich immer wieder – auch in Deutschland haben derartige Zusammenstöße Menschenleben gefordert. Ein tragisches Zugunglück in Münster hatte zuletzt eine Rollstuhlfahrerin das Leben gekostet und eine breite Diskussion über die Sicherheit im Bahnbetrieb ausgelöst.

Großeinsatz: Militärhubschrauber und Rettungswagen an der Unfallstelle

Der Rettungseinsatz nach dem Zusammenstoß in Nordseeland war umfangreich. Die für die medizinische Versorgung zuständige Region entsandte sieben Rettungswagen, drei Krankentransporter sowie mehrere Notarztwagen an die Unfallstelle. Zusätzlich soll ein Militärhubschrauber eingesetzt worden sein, um besonders schwer verletzte Personen in Krankenhäuser zu fliegen. Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte die Strecke und koordinierte den Einsatz. Die Bahnverbindung zwischen Hillerød und Kagerup wurde nach dem Unglück vollständig gesperrt.

Hillerød liegt in der Region Hauptstadtregion Dänemark und ist der Endpunkt mehrerer Lokalbahnlinien. Die betroffene Strecke gehört zum Netz einer Privatbahn und verbindet die Stadt mit umliegenden Gemeinden in Nordseeland. Fragen zur Betriebssicherheit auf solchen Strecken wurden nach dem Unglück laut. 

Ursache des Zugunglücks in Dänemark noch unklar – Ermittlungen eingeleitet

Warum die beiden Züge auf der Strecke frontal zusammentrafen, ist nach Angaben der Polizei noch ungeklärt. Polizeikommissar Morten Pedersen erklärte, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussagen zum Hintergrund des Unglücks gemacht werden könnten. Die dänischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Ob ein technischer Defekt, ein Signalfehler oder ein menschliches Versagen zu dem schweren Zusammenstoß geführt hat, soll die laufende Ermittlung klären.

Das Zugunglück in Nordseeland reiht sich in eine Reihe schwerer Kollisionen auf europäischen Bahnstrecken ein. Erst zuletzt hatten mehrere Unfälle in verschiedenen Ländern die Debatte um modernere Zugsicherungssysteme neu entfacht. Angesichts von fünf Personen in kritischem Zustand bleibt die Lage ernst – aktuelle Angaben zum Gesundheitszustand der Verletzten stehen noch aus.

Quellen: SRF, 20 Minuten, t-online, NZZ, Volksstimme, Tageblatt.lu, Rheinpfalz

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