Zwischen Glamour und Druck, was die neue Mallorca-Dokusoap zeigen will

Zwischen Glamour und Druck, was die neue Mallorca-Dokusoap zeigen will
Bildrechte: SWR/Christian Mader Fotograf: SWR - Südwestrundfunk

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Mallorca ist für viele vor allem eine Urlaubsinsel, in der Sonne, Luxus und Partys im Mittelpunkt stehen. Genau mit diesem Bild spielt die neue Dokusoap „Me, Myself, Mallorca“, die seit dem 24. März 2026 in der ARD Mediathek abrufbar ist. Die sechsteilige Reihe begleitet fünf Frauen, die auf der Insel arbeiten und leben, jedoch jeweils mit ganz eigenen Erwartungen, Sorgen und Zielen. Wie aus einer Mitteilung des SWR hervorgeht, verbindet die Serie berufliche Geschichten mit privaten Einblicken und will zugleich auch die weniger glanzvolle Seite des Lebens auf Mallorca zeigen.

Fünf Frauen stehen im Mittelpunkt der neuen Reihe

Im Zentrum von „Me, Myself, Mallorca“ stehen fünf Protagonistinnen, deren Berufe eng mit dem Bild der Insel als Sehnsuchtsort verbunden sind. Vorgestellt werden eine Luxusimmobilienmaklerin, eine Künstlerin und Galeristin, eine Partyschlager-Sängerin, eine Anbieterin für exklusiven Housekeeping- und Concierge-Service sowie eine Wedding-Planerin. Damit greift die Reihe bewusst Bereiche auf, die mit Erfolg, Sichtbarkeit und einem gehobenen Lebensstil verbunden werden. Nach Angaben des SWR soll die Dokusoap jedoch nicht bei dieser Oberfläche stehen bleiben.

Die Serie begleitet die Frauen in ihrem Arbeitsalltag und zeigt dabei auch, wie stark beruflicher Ehrgeiz und persönliche Belastungen ineinandergreifen können. Es geht um wirtschaftlichen Druck, um Konkurrenz und um die Frage, wie sich ein Leben auf einer international bekannten Insel tatsächlich anfühlt, wenn hinter den Kulissen Termine, Existenzsorgen und private Wünsche aufeinandertreffen. Gerade diese Mischung dürfte für ein breites Publikum interessant sein, weil sie ein vertrautes Reiseziel aus einer anderen Perspektive zeigt. Während Mallorca oft als Projektionsfläche für Leichtigkeit dient, setzt die Produktion stärker auf Widersprüche und auf individuelle Lebensgeschichten.

Zwischen Karriere, Einsamkeit und Erfolgsdruck

Die Geschichten der fünf Frauen folgen unterschiedlichen beruflichen Wegen, kreisen aber immer wieder um ähnliche Themen. Der Wunsch nach Anerkennung, finanzieller Sicherheit und persönlichem Glück zieht sich durch alle Folgen. Laut Mitteilung liegen ausgelassene Momente und Rückschläge dabei oft eng beieinander. Genau daraus entsteht offenbar die Grundidee der Serie, denn sie will nicht nur vom Leben im Umfeld von Luxusimmobilien, Hochzeiten und Partyauftritten erzählen, sondern auch vom Druck, der mit diesen Jobs verbunden ist.

Besonders deutlich wird das an den beschriebenen Lebenssituationen der Protagonistinnen. Eine Künstlerin versucht demnach, mit ihrer Arbeit den Familienalltag zu finanzieren, während eine Sängerin auf den erhofften Durchbruch hofft. Eine Wedding-Planerin organisiert für andere perfekte Feste, ringt privat aber selbst mit unerfüllten Erwartungen an die Liebe. Auch die Arbeit im exklusiven Servicebereich oder im gehobenen Immobilienmarkt wird nicht nur als Glanzwelt dargestellt, sondern als Arbeitsfeld mit hohen Ansprüchen und ständiger Verfügbarkeit. Dadurch dürfte die Reihe auch jene Zuschauer ansprechen, die Reality- oder Dokusoap-Formate sonst eher skeptisch sehen, weil hier zumindest dem Konzept nach nicht allein auf große Inszenierung, sondern auch auf biografische Brüche gesetzt wird.

Wann die Folgen zu sehen sind und wer die Serie produziert hat

Alle sechs Episoden von „Me, Myself, Mallorca“ sind seit Dienstag, 24. März 2026, in der ARD Mediathek verfügbar. Jede Folge hat nach Angaben des SWR eine Länge von 45 Minuten. Zusätzlich ist eine lineare Ausstrahlung im SWR geplant. Die ersten drei Folgen sollen am 13. April laufen, die weiteren drei am 20. April. Beginn ist jeweils um 23.50 Uhr. Damit setzt der Sender zunächst klar auf die Mediathek als wichtigste Ausspielplattform und gibt dem Publikum die Möglichkeit, die gesamte Staffel direkt am Stück oder in eigenem Tempo anzusehen.

Produziert wurde die Dokusoap von Spiegel TV und Autentic im Auftrag von SWR und NDR für die ARD Mediathek. Das deutet darauf hin, dass das Format nicht nur als klassisches Unterhaltungsangebot gedacht ist, sondern auch als Stoff mit dokumentarischem Anspruch. Für die ARD passt die Serie damit in eine Entwicklung, bei der Mediatheken zunehmend mit Formaten arbeiten, die Elemente aus Doku, Reality und persönlicher Erzählung verbinden. „Me, Myself, Mallorca“ setzt dabei auf ein populäres Setting, bekannte Sehnsuchtsbilder und persönliche Lebensentwürfe. Ob daraus mehr wird als nur ein weiterer Blick auf das Leben unter Palmen, dürfte sich vor allem daran entscheiden, wie konsequent die Serie tatsächlich hinter die Fassade der Insel schaut.

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