
Die Bombenentschärfung Dolgelin sorgt erneut für eine großräumige Evakuierung bei Seelow und eine B167 Sperrung. Hintergrund ist ein Blindgänger Dolgelin aus dem Zweiten Weltkrieg, der auf einem Acker entdeckt wurde. Rund 500 Menschen sind von den Maßnahmen betroffen.
In Dolgelin bei Seelow ist für Freitag, 6. März 2026, die vollständige Räumung des Ortes vorgesehen. Anlass ist der Fund einer 100 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger wurde am nordöstlichen Dorfeingang auf einem Acker lokalisiert, in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße B167. Nach den vorliegenden Informationen sind etwa 500 Einwohnerinnen und Einwohner betroffen.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei plant, die Bombe am Freitag im Zeitraum von 9 bis 15 Uhr zu entschärfen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde ein Sperrkreis mit einem Radius von einem Kilometer festgelegt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen ihre Häuser bis 8 Uhr verlassen haben, damit die Sicherheitsmaßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden können.
Für Personen, die nicht privat unterkommen können, werden Bürgerhäuser in Neu Mahlisch und Sachsendorf als Aufnahmeorte vorbereitet. Der Einsatz erfordert eine enge Abstimmung zwischen Ordnungsamt, Polizei und weiteren beteiligten Stellen. Ob die Entschärfung wie geplant innerhalb des angesetzten Zeitfensters abgeschlossen werden kann, hängt vom Zustand der Bombe und dem Verlauf der Arbeiten ab.
Aufgrund der Lage des Fundortes muss die Bundesstraße B167 am Freitag vollständig gesperrt werden. Die B167 Sperrung ist notwendig, weil sich die Bombe in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn befindet und während der Entschärfung keine Fahrzeuge den Gefahrenbereich passieren dürfen. Für den Straßenverkehr sind daher Umleitungen einzuplanen.
Die Regionalbahnlinie RB60 ist nach Angaben aus dem Ordnungsamt nicht vom Sperrkreis betroffen. Die Strecke verläuft außerhalb des festgelegten Sicherheitsbereichs, sodass der Zugverkehr planmäßig weiterlaufen soll. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet dies, dass zumindest der Schienenverkehr nicht zusätzlich eingeschränkt wird.
Die Evakuierung erfolgt überwiegend in Eigenregie der Einwohnerinnen und Einwohner. Transporte zu den vorgesehenen Aufnahmeorten sind nach aktuellem Stand nicht gesondert organisiert. Dieses Vorgehen orientiert sich an früheren Einsätzen in der Region, bei denen die Räumung auf ähnliche Weise durchgeführt wurde.
Dolgelin war bereits mehrfach von Funden aus dem Zweiten Weltkrieg betroffen. Im März 2023 wurde in der Nähe eine weitere 100-Kilogramm-Bombe entdeckt. Damals war eine Entschärfung nach den vorliegenden Informationen nicht möglich, weshalb der Kampfmittelräumdienst eine kontrollierte Sprengung vorbereitete und durchführte.
Ebenfalls Anfang März 2023 wurde ein weiterer Blindgänger auf einem Acker nahe der Landesstraße L37 festgestellt. Weil sich die Bombe nur rund 250 Meter von der Straße entfernt befand, musste die L37 für die Dauer des Einsatzes gesperrt werden. Die wiederholten Einsätze verdeutlichen, dass in der Region weiterhin mit Kampfmittelbelastungen zu rechnen ist.
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