Urteil am Landgericht Münster: Haft nach Missbrauchsfall in Rosendahl

Landgericht Münster mit neuem Präsidenten: Ulrich Schambert verabschiedet, Olaf Wicher offiziell eingeführt. Festakt im Schloss.
Rüdiger Wölk This photo was taken by Rüdiger Wölk. Please credit this photo Rüdiger Wölk, Münster.View all photos (large page) of Rüdiger Wölk I would also appreciate an email to rudiger.wolk@gmail.com with details of use.Für Hinweise auf Veröffentlichungen (rudiger.wolk@gmail.com) oder Belegexemplare bin ich Ihnen dankbar., CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Teilen:

Münster. Ein Fall von Missbrauch Rosendahl Münster hat vor dem Landgericht Münster ein strafrechtliches Urteil nach sich gezogen. Ein 61-jähriger Mann aus der Gemeinde im Kreis Coesfeld wurde wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Verfahren hatte im Münsterland für Aufmerksamkeit gesorgt, weil die Taten nach Überzeugung des Gerichts sowohl persönlich als auch über soziale Netzwerke vorbereitet und begangen wurden.

Nach übereinstimmenden Medienberichten verhängte das Gericht eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Grundlage der Entscheidung waren mehrere nachgewiesene Taten aus dem Sommer 2025. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass der Angeklagte ein sechsjähriges Mädchen missbraucht hatte.

Darüber hinaus spielte auch sein Verhalten im Internet eine Rolle im Verfahren. Ermittlungen hatten ergeben, dass der Mann über soziale Netzwerke Kontakt zu weiteren minderjährigen Mädchen gesucht hatte. Die entsprechenden Chats und Dateien wurden im Laufe der Ermittlungen auf elektronischen Geräten des Angeklagten gefunden.

Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig. Während die Verteidigung nach Medienberichten keine Revision einlegen will, prüfen Staatsanwaltschaft und Nebenklage noch mögliche rechtliche Schritte.

Gericht sieht mehrere Taten als erwiesen an

Im Mittelpunkt des Verfahrens am Landgericht Münster standen mehrere Vorfälle aus dem Sommer 2025. Nach den Feststellungen des Gerichts hielt sich der Angeklagte damals regelmäßig in der Nähe eines Spielplatzes im Ortsteil Holtwick der Gemeinde Rosendahl auf.

Dort nahm er Kontakt zu einem sechsjährigen Mädchen auf. Nach Überzeugung der Richter gelang es ihm, über seinen Hund Vertrauen aufzubauen. In der Folge lockte er das Kind in seine Wohnung. Das Gericht wertete drei Taten als erwiesen.

Neben diesen Vorfällen beschäftigte sich das Gericht auch mit digitaler Kommunikation des Angeklagten mit Minderjährigen. Nach den Ermittlungen hatte der Mann über soziale Medien Kontakt zu Mädchen im Alter von etwa elf bis dreizehn Jahren aufgenommen. In Chats soll er unter anderem versucht haben, die Jugendlichen dazu zu bringen, intime Bilder zu schicken.

Das lesen andere gerade

Die Ermittler stellten auf elektronischen Geräten des Mannes zahlreiche Dateien sicher. Dazu gehörten Fotos sowie Videoaufnahmen, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen standen. Diese Funde wurden im Prozess als Beweismittel ausgewertet und flossen in die Bewertung der Taten ein.

Geständnis und mögliche Therapie im Verfahren berücksichtigt

Im Verlauf des Prozesses legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Dadurch mussten betroffene Kinder im Gerichtssaal nicht aussagen. Nach Darstellung des Gerichts wurde dieses Verhalten bei der Strafzumessung berücksichtigt.

Sachverständige beschäftigten sich während des Verfahrens zudem mit der Persönlichkeit des Angeklagten. Gutachter stellten eine pädophile Neigung fest, bewerteten diese jedoch nicht als so stark ausgeprägt, dass die Schuldfähigkeit eingeschränkt wäre. Nach Auffassung des Gerichts war der Mann daher vollständig schuldfähig.

Der Angeklagte erklärte sich im Prozess außerdem bereit, eine Therapie zu beginnen. Auch dieser Umstand wurde bei der Bewertung des Falls berücksichtigt.

Reaktionen auf den Fall kamen aus der Gemeinde Rosendahl. Bürgermeister Christoph Gottheil erklärte in einer Stellungnahme, dass das Eingreifen von Zeugen im Zusammenhang mit dem damaligen Geschehen geholfen habe, weiteren Schaden zu verhindern. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass eine Therapie künftig weitere Taten verhindern könne.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu