SkySails stellt Betrieb ein: Insolvenz trifft rund 115 Beschäftigte

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

Teilen:

Das Hamburger Technologieunternehmen SkySails hat sein operatives Geschäft eingestellt. Nach der Insolvenz des Flugwindkraft-Spezialisten verlieren rund 115 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen galt lange als einer der bekanntesten Entwickler von sogenannten Flugwindkraftanlagen.

SkySails hatte den Insolvenzantrag bereits im Dezember 2025 gestellt. Hintergrund waren Finanzierungsprobleme. Eine geplante Investorenrunde konnte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, wodurch dem Unternehmen die notwendigen Mittel zur Fortführung fehlten.

Insolvenzverfahren seit Dezember

Das zuständige Amtsgericht Hamburg leitete daraufhin ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Tjark Thies bestellt.

Zunächst bestand noch Hoffnung, den Geschäftsbetrieb stabilisieren und neue Investoren gewinnen zu können. Das Unternehmen verfügte nach damaligen Angaben über Projekte und Aufträge im zweistelligen Millionenbereich.

Diese Hoffnung hat sich inzwischen jedoch nicht erfüllt. Nach aktuellen Berichten wurde der operative Betrieb nun eingestellt.

Flugwind-Technologie sollte Strom erzeugen

SkySails arbeitete an einer besonderen Form der Energieerzeugung. Die Anlagen nutzen große Flugdrachen, die in mehreren hundert Metern Höhe fliegen. Über ein Seil übertragen sie Zugkraft auf eine Bodenstation. Diese Bewegung wird anschließend über Generatoren in Strom umgewandelt.

Die Technologie sollte eine Alternative zu klassischen Windkraftanlagen darstellen, da in größeren Höhen stärkere und konstantere Winde herrschen.

Das lesen andere gerade

Das Unternehmen hatte ursprünglich auch Zugdrachen-Systeme für Frachtschiffe entwickelt. Diese sollten den Treibstoffverbrauch senken, konnten sich jedoch langfristig am Markt nicht durchsetzen.

Zukunft der Technologie offen

Mit der Einstellung des operativen Geschäfts endet zunächst die bisherige Unternehmensentwicklung. Unklar ist derzeit, ob Teile der Technologie oder einzelne Projekte künftig in anderer Form weitergeführt werden könnten.

Solche Fortführungen sind in Insolvenzverfahren grundsätzlich möglich, etwa durch den Verkauf von Patenten, Projekten oder Unternehmensanteilen an neue Investoren.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu