
Mit „Tatort: Showtime“ zeigt Das Erste am Sonntagabend, 12. April 2026, einen neuen Fall für die Kölner Ermittler Max Ballauf und Freddy Schenk. Die Folge läuft um 20:15 Uhr im Ersten. Im Mittelpunkt steht diesmal kein klassisches Milieu wie Kneipe, Straße oder Villenviertel, sondern die Welt einer traditionsreichen Kindersendung, hinter deren bunter Fassade ein Mordfall und ein offenbar hoch belastetes Arbeitsumfeld sichtbar werden.
Ausgangspunkt der Folge ist der Tod des Kameramanns Stefan Glück, genannt „Happy“. Er wird tot im Kofferraum seines ausgebrannten Autos gefunden. Ballauf und Schenk übernehmen daraufhin die Ermittlungen und stoßen schnell auf Spannungen im Team der langjährigen Kindersendung „Sachen und Lachen“. Nach außen wirkt dort alles freundlich und eingespielt. Hinter den Kulissen zeigt sich aber ein deutlich anderes Bild. Besonders Moderator Frank Anders steht im Fokus, weil er im Studio offenbar hart auftritt und immer wieder mit dem Puppenspieler Yassin Meret aneinandergerät.
Der neue Köln-Tatort setzt damit auf einen Kontrast, der für einen Sonntagabendkrimi im Ersten gut funktioniert: Hier die heile Fernsehwelt für Kinder, dort Machtkämpfe, Druck und Konflikte hinter der Kamera. Genau dieser Bruch prägt auch die offizielle Ankündigung. Der Fall führt Ballauf und Schenk in ein von Konflikten geprägtes Arbeitsumfeld, in dem die Ermittler klären müssen, ob der Täter womöglich aus dem eng verbundenen Produktionsteam stammt.
Für das Publikum besonders auffällig dürfte der Gastauftritt von Max Giermann sein. Er spielt den Moderator Frank Anders, der nach außen als Idol vieler Kinder erscheint, intern aber deutlich unangenehmer wirkt. Neben ihm sind unter anderem Silvina Buchbauer als Caro Anders, Erkan Acar als Yassin Meret, Niels Bormann als Stefan Glück, Roland Riebeling als Norbert Jütte, Tinka Fürst als Natalie Förster und Joe Bausch als Dr. Roth zu sehen. Die Regie übernahm Isabell Šuba, das Drehbuch stammt von Arne Nolting und Jan Martin Scharf.
Die TV-Premiere läuft am Sonntag, 12. April 2026, um 20:15 Uhr im Ersten. Zusätzlich ist die Folge laut Programmangaben auch in der ARD-Mediathek verfügbar. Weitere Ausstrahlungen sind für denselben Abend um 21:45 Uhr auf ONE sowie in der Nacht auf Dienstag noch einmal im Ersten vorgesehen.
Für Fans des Kölner Tatorts bietet „Showtime“ vor allem deshalb Stoff, weil der Fall nicht nur auf die eigentliche Mordermittlung setzt, sondern auf ein ungewöhnliches Setting. Statt klassischer Milieustudie geht es um ein Fernsehformat, das generationsübergreifend Kultstatus hat und gerade deshalb als Schauplatz besonders stark wirkt. Die Folge verbindet Krimi mit einem Blick auf Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Inszenierung im Medienbetrieb. Dass dabei ausgerechnet eine Kindersendung zur Kulisse für einen düsteren Fall wird, gibt diesem Tatort schon vor der Ausstrahlung ein eigenständiges Profil.
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