
Sarah Engels ESC-Auftritt in Wien rückt näher — doch die Vorzeichen sind durchwachsen: In der aktuellen offiziellen ESC-Abstimmung liegt Deutschland mit ihrem Song Fire auf Platz 27 von 35 Ländern. Knapp vier Wochen vor dem Finale hat sich nun auch ESC-Urgestein Guildo Horn zu Wort gemeldet — mit deutlicher Kritik am Song, aber gleichzeitig mit großem Lob für die Sängerin persönlich.
Guildo Horn, der Deutschland 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham vertreten und den siebten Platz geholt hat, zeigte sich in einem Interview mit dem Münchner Merkur skeptisch gegenüber dem deutschen ESC-Beitrag. Er finde Sarah Engels Song leider so vorsichtig konstruiert, dass es ihm fast leid tue für sie, soll Horn gesagt haben. Das Zitat löste in der ESC-Community sofort Reaktionen aus. Gleichzeitig machte Horn eine klare Trennung zwischen Song und Sängerin: Sarah Engels sei eine große Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin — und zudem eine sehr angenehme, fleißige Persönlichkeit. Trotz seiner Kritik am Lied räumte er ein, dass er sich vorstellen könne, dass ESC-Fans in Europa und die Expertenjury den Song ganz anders bewerteten als er selbst. So könne das Konzept am Ende vielleicht noch aufgehen.
Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 653 Stimmen und einem Anteil von unter einem Prozent liegt Deutschland laut offizieller ESC-Abstimmung derzeit auf dem 27. von 35 möglichen Plätzen. Das Finale des Eurovision Song Contest 2026 findet am 16. Mai in Wien statt. Schon beim deutschen ESC-Vorentscheid 2026 gab es Diskussionen um die Auswahl: Teile des Publikums kritisierten, dass Sarah Engels durch ein Jury-Votum und nicht allein durch das Zuschauervotum den Zuschlag erhielt. Viele Fans empfanden das als unfair gegenüber den Mitbewerbern im Vorentscheid.
Die 32-Jährige zeigte sich trotz der schlechten Umfragewerte öffentlich gelassen. Sie versuche, sich nicht darauf zu fokussieren, sondern sich auf das zu konzentrieren, was sie beeinflussen könne, soll Engels erklärt haben. Inhaltlich plane sie keine grundlegenden Änderungen am Song — die Botschaft von Fire sei stimmig und passe zu ihr. An der Choreografie und einzelnen dramaturgischen Details werde jedoch noch gearbeitet, um die Performance für das Finale zu schärfen. Die Sängerin betonte zudem, die positive Aufregung treibe sie eher an, als dass sie sie stresse — sie freue sich auf den Auftritt in Wien.
Deutschland hat beim Eurovision Song Contest eine wechselvolle Geschichte. Guildo Horns siebter Platz 1998 gehört zu den besseren deutschen Resultaten der jüngeren Vergangenheit. Der ESC feiert in diesem Jahr sein 70. Jubiläum — ein besonderer Anlass, der dem Wettbewerb in Wien zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Die Erwartungen an Sarah Engels sind von Anfang an hoch und die öffentliche Debatte intensiv gewesen. Ob sie das Ruder für Deutschland herumreißen kann, entscheidet sich am 16. Mai im großen Finale. Guildo Horn selbst bleibt trotz seiner Kritik am Song gespannt — und schließt einen Überraschungserfolg ausdrücklich nicht aus.
Quellen: t-online, TVMovie, OK! Magazin, ESC kompakt, Münchner Merkur
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