
Der Waldbrand Attendorn hat am 1. Mai 2026 einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Auf der Reper Höhe im Sauerland breiteten sich die Flammen auf bis zu 15.000 Quadratmeter Waldfläche aus. Die Einsatzkräfte kämpften am Freitagabend unter schwierigen Bedingungen gegen das Feuer — dem Tag der Arbeit war damit ein dramatisches Nachrichtenkapitel beschieden.
Was zunächst wie ein kleinerer Brand begann, entwickelte sich schnell zu einem Großeinsatz. Die Feuerwehr Attendorn wurde zunächst mit dem Code Feuer 1 alarmiert. Doch schon kurz darauf eingehende Bürgerhinweise machten deutlich, dass das Ausmaß des Brandes weit größer war als zunächst vermutet. Drohnenbilder der Feuerwehr Olpe bestätigten das erschreckende Bild: Zwischen 10.000 und 15.000 Quadratmeter Waldfläche standen auf der Reper Höhe in Flammen. Der Einsatz wurde auf Alarmstufe Feuer 3 — Waldbrand Groß — hochgestuft. Die Reper Höhe liegt in einem waldreichen Gebiet des Kreises Olpe im südlichen Sauerland. Ähnliche Szenarien kennen Einsatzkräfte auch aus anderen Regionen: Beim Waldbrand Toskana nahe Pisa mussten 3.500 Menschen evakuiert werden — ein Zeichen, wie schnell Waldbrände in hügeligem Gelände eskalieren können.
Rund 100 Einsatzkräfte waren laut Angaben der Leitstelle im Einsatz, darunter Kräfte der Feuerwehren Attendorn, Olpe und Lennestadt sowie das THW OV Attendorn. Ein Großtanklöschfahrzeug aus Gerlingen und der Führungsstab der Gemeinde Wenden unterstützten den Einsatz. Weil das Gelände auf der Reper Höhe für Löschfahrzeuge schwer zugänglich ist, wurde die Wasserversorgung laut Feuerwehrangaben per Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Die Polizei forderte zusätzlich einen Hubschrauber an, um aus der Luft einen besseren Überblick über das Brandgeschehen zu erhalten. Die Landesstraße L697 zwischen Attendorn und Plettenberg-Lettmecke wurde für den Verkehr gesperrt. Vergleichbare Einsätze gab es zuletzt ebenfalls in NRW: Beim Großbrand in Ohligs standen ebenfalls zahlreiche Feuerwehrleute im Dauereinsatz.
Der Waldbrand Attendorn kommt nicht überraschend: Die Feuerwehr der Hansestadt hatte bereits am 30. April 2026 — also einen Tag vor dem Großeinsatz — ausdrücklich vor der steigenden Waldbrandgefahr gewarnt. Wenig Niederschlag, viele Sonnenstunden und mögliche kräftige Winde hätten die Brandgefahr in Wäldern und auf Freiflächen erheblich erhöht. Offene Feuer in Wäldern und Wiesen sind verboten, Rauchen im Wald gilt von März bis Oktober als Ordnungswidrigkeit. Einweggrills sind in Waldnähe nicht erlaubt. Die Situation am 1. Mai bestätigt die Befürchtungen der Experten: Trockene Vegetation und Temperaturen im zweistelligen Bereich schaffen günstige Bedingungen für rasche Brandausbreitung.
Im Laufe des Abends konnten die Einsatzkräfte erste Erfolge vermelden. Der Großteil der Kräfte wurde abgezogen, die L697 wurde wieder für den Verkehr freigegeben. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten auf der Reper Höhe weiterhin an. Einzelne Glutnester mussten weiterhin beobachtet und bekämpft werden, um ein erneutes Aufflackern des Feuers zu verhindern. Die Feuerwehr Attendorn bat weiterhin darum, keine Anfragen an die Einsatzkräfte zu stellen. Der Kreis Olpe gilt durch seine vielen Wälder als Region, die bei anhaltender Trockenheit besonders von Waldbränden bedroht ist.
Quellen: lokalplus.nrw, THW OV Attendorn, Feuerwehr Attendorn
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