Explosion Feuerwerksfabrik China: 26 Tote in Liuyang

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Eine Explosion Feuerwerksfabrik China erschütterte am Montag die Stadt Liuyang in der Provinz Hunan: Mindestens 26 Menschen kamen bei dem Unglück in der Fabrik der Firma Huasheng Fireworks Manufacturing and Display Co. ums Leben. Die Detonation ereignete sich gegen 16:40 Uhr Ortszeit. 61 weitere Personen wurden verletzt, fast 500 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Explosion Feuerwerksfabrik China: So lief der Einsatz in Liuyang ab

Am Nachmittag des 4. Mai 2026 erschütterte eine gewaltige Detonation das Gelände der Huasheng Fireworks Manufacturing and Display Co. in Liuyang. Um 16:40 Uhr Ortszeit (08:40 GMT) soll sich die Explosion nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden ereignet haben. Staatliche chinesische Medien berichteten zunächst von 21 Todesopfern – die Zahl stieg im Laufe des Abends auf mindestens 26. Weitere 61 Menschen wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Rund 500 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst wurden mobilisiert, um Überlebende zu suchen und das Feuergeschehen unter Kontrolle zu bringen. Wegen zweier in der Nähe befindlicher Schwarzpulver-Lager sollen Anwohner vorsorglich evakuiert worden sein, um weitere Explosionen zu verhindern.

Festnahmen und Aufklärung nach der Explosion in China

Die chinesische Polizei handelte schnell: Noch am Unglückstag wurde der Verantwortliche des Unternehmens Huasheng Fireworks festgenommen. Die genaue Ursache der Explosion wird derzeit untersucht. Chinas Staatschef Xi Jinping ordnete an, alles Mögliche zu unternehmen, um noch Vermisste zu suchen, Verletzte zu versorgen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Internationale Aufmerksamkeit auf Industriekatastrophen lenkte zuletzt auch das Feuer an Bord des Containerschiffs HMM Namu in der Straße von Hormus, das den Schiffsverkehr in einer der meistbefahrenen Meeresstraßen der Welt lahmlegte. Die schnelle Strafverfolgung in China nach solchen Unglücken gilt als wichtiges Signal an die Industrie – die Frage, ob sie nachhaltig wirkt, bleibt jedoch offen.

Liuyang: Die Feuerwerkshauptstadt der Welt

Liuyang ist nicht irgendein Industriestandort: Die Stadt gilt als weltgrößtes Zentrum der Pyrotechnik-Industrie. Laut Branchenangaben soll Liuyang rund 60 Prozent des in ganz China verkauften Feuerwerks produzieren und für etwa 70 Prozent des gesamten chinesischen Feuerwerk-Exports stehen. Tausende Betriebe sind in der Region ansässig. Gerade diese Konzentration macht Sicherheitsfragen besonders heikel: Schwarzpulver und explosive Materialien lagern in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten und anderen Fabrikgebäuden. Beim bisher letzten großen Unfall in Liuyang im Jahr 2019 sollen ebenfalls 13 Menschen ums Leben gekommen und 17 verletzt worden sein. Erst im Februar 2026 starben nach übereinstimmenden Berichten 12 Menschen bei einer Explosion in einem Feuerwerksgeschäft in der Nachbarprovinz Hubei. Die Häufung solcher Unglücke zeigt, dass die Sicherheitsstandards in Chinas Pyrotechnikbranche trotz staatlicher Kontrollen immer wieder versagen.

Ausblick: China unter Druck bei Industriesicherheit

Der erneute schwere Unfall in Liuyang setzt die Pekinger Regierung unter Zugzwang. Oppositions- und Medienberichten zufolge fordern Beobachter strukturelle Verbesserungen bei der Aufsicht über gefährliche Industriebetriebe. Die Festnahme des Unternehmensverantwortlichen ist ein erstes Signal, reicht allein jedoch kaum aus. Für die Familien der 26 Todesopfer und der mehr als 60 Verletzten steht vor allem eines im Vordergrund: eine lückenlose Aufklärung des Hergangs und faire Entschädigungen. Die Internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen aufmerksam – nicht zuletzt weil Liuyang als Lieferant für Feuerwerk bei unzähligen Großveranstaltungen weltweit gilt.

Quellen: ORF / dpa, Euronews, Al Jazeera, NBC News, South China Morning Post

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