Schifffahrter Damm bleibt länger offen: Einbahnstraße erneut verschoben

Schifffahrter Damm Münster
Foto: Andreas Lischka

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Münster. Die geplante Teilsperrung am Schifffahrter Damm in Münster verschiebt sich erneut. Entgegen der bisherigen Planung bleibt die Straße am Mittwoch, 6. Mai 2026, noch in beide Richtungen befahrbar. Nach Angaben von Straßen.NRW wird die neue Verkehrsführung erst am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 9 Uhr eingerichtet. Grund ist demnach, dass der letzte Aufbau der Umleitungsbeschilderung erst am Mittwoch abgeschlossen wird.

Einbahnstraße zwischen Sudmühlenstraße und Hessenweg

Ab Donnerstagmorgen wird der Schifffahrter Damm im Abschnitt zwischen der Einmündung Sudmühlenstraße und der Einmündung Hessenweg zur Einbahnstraße stadtauswärts. Der Verkehr in Richtung Greven und zur A1 kann damit weiter über den Schifffahrter Damm fahren. Wer aus Richtung Norden oder aus dem Bereich Hessenweg in Richtung Münster-Innenstadt unterwegs ist, muss sich dagegen auf Umwege einstellen.

Für den stadteinwärtigen Verkehr ist eine großräumige Umleitung vorgesehen. Sie führt über die L588, Westbevern und die L811 zur B51. Für Pkw aus Gelmer ist eine Ausnahme vorgesehen: Sie dürfen laut Verkehrsplanung die eigentlich gesperrte Coerheide nutzen. Die Sudmühlenstraße selbst bleibt im Einmündungsbereich bis Ende Juni voll gesperrt.

Arbeiten an der neuen Umgehungsstraße

Hintergrund der Verkehrsänderung ist die Anbindung des Schifffahrter Damms an die neue Umgehungsstraße B51/B481n im Bereich der Sudmühlenstraße. Straßen.NRW hatte bereits im März weitere Bauphasen angekündigt, darunter Arbeiten am neuen Knotenpunkt, an der Fahrbahn und später eine grundhafte Erneuerung des Schifffahrter Damms in Richtung Hessenweg. Diese Arbeiten sollen in den Sommerferien unter Vollsperrung erfolgen und nach Angaben von Straßen.NRW maximal drei Wochen dauern.

Die jetzige Einbahnstraßenregelung soll voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien gelten. Die Gesamtmaßnahme rund um den Anschluss der neuen Umgehungsstraße wird nach bisherigen Angaben bis September 2026 dauern.

Kritik aus der Wirtschaft

Die Baustelle hatte bereits vor dem Start Kritik ausgelöst. Die IHK Nord Westfalen bemängelte eine aus ihrer Sicht zu kurzfristige und unzureichende Kommunikation mit der Wirtschaft. Besonders betroffen sieht die Kammer Unternehmen und Beschäftigte im Industriegebiet Hessenweg, weil die Einbahnstraßenregelung Lieferverkehr, Pendelwege und betriebliche Abläufe erschweren kann. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dr. Fritz Jaeckel sprach von „dem Gegenteil eines abgestimmten Prozesses“.

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