
Der Elektroauto Preisnachlass in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie des Center Automotive Research (CAR) im April 2026 gesunken. Demnach hätten Händler die Rabatte auf neue E-Autos im Vergleich zum Vormonat deutlich reduziert – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen offenbar anzieht. Gleichzeitig verzeichnete der Markt im April neue Zulassungsrekorde, die diese Entwicklung zu bestätigen scheinen.
Laut der CAR-Studie unter Leitung von Ferdinand Dudenhöffer seien die durchschnittlichen Preisnachlässe auf neue Elektroautos im April 2026 auf 18,7 Prozent des Listenpreises gesunken. Das entspreche einem Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat März 2026. Zum Vergleich: Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hätten die Rabatte im selben Zeitraum lediglich um 0,3 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent nachgegeben.
Die Schere zwischen den beiden Antriebsarten beim Elektroauto Preisnachlass schließt sich damit weiter. Noch vor wenigen Monaten hatten E-Auto-Händler mit deutlich höheren Rabatten um Käufer geworben, um die verhaltene Nachfrage anzukurbeln. Das Center Automotive Research (CAR) beobachtet die Rabattentwicklung bei Neuwagen regelmäßig und veröffentlicht monatliche Auswertungen. Das Institut hat seinen Sitz in Bochum.
Auch die Neuregelungen im Mai 2026 könnten die Marktdynamik weiter beeinflussen – unter anderem durch veränderte Kraftstoffpreise, die das Interesse an Elektromobilität beeinflussen.
Parallel zu den sinkenden Rabatten verzeichnete der deutsche Elektroauto-Markt im April 2026 einen bemerkenswerten Zulassungsanstieg. Laut Angaben von ADAC, ecomento.de und autozeitung.de seien im April 2026 rund 64.350 Elektroautos neu in Deutschland zugelassen worden – ein Plus von 41,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Bereits im März 2026 habe der Marktanteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen bei 24,0 Prozent gelegen – ein Rekordhoch seit dem Jahr 2022, wie ecomento.de und autozeitung.de berichten. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Elektroauto-Markt in Deutschland nach einer längeren Schwächephase wieder Fahrt aufnimmt.
Ein weiterer Faktor: Laut CAR-Studie sei die Preisdifferenz zwischen Elektroautos und Verbrennern auf den niedrigsten Stand seit 2020 gefallen. E-Autos kosten demnach im Schnitt nur noch rund 3.655 Euro mehr als vergleichbare Verbrennermodelle – das entspricht einem Aufschlag von etwa 11 Prozent. Noch vor zwei Jahren war die Lücke deutlich größer. Wer sich über staatliche Förderung informieren möchte, findet aktuelle Informationen in unserem Artikel zur E-Auto Förderung 2026.
Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer sieht die Entwicklung beim Elektroauto Preisnachlass in einem größeren Zusammenhang. Die sinkenden Händlerrabatte seien laut CAR-Studie auch eine Reaktion auf gestiegene Kraftstoffpreise: Je teurer das Tanken werde, desto attraktiver wirkten Elektroautos im direkten Kostenvergleich – und desto weniger müssten Händler mit Preisnachlässen nachhelfen, um Käufer zu gewinnen.
Diese Einschätzung wird durch eine Umfrage des Automarktplatzes mobile.de gestützt: Demnach würden 43 Prozent der Befragten bei den aktuellen Spritpreisen gern auf ein Elektroauto umsteigen. Die Kombination aus hohen Kraftstoffkosten, sinkenden Listenpreisunterschieden und einer breiteren Modellauswahl scheint die Kaufbereitschaft zu steigern.
Für den deutschen Automobilmarkt insgesamt stellt die Entwicklung eine interessante Verschiebung dar. Die schwächelnden Gewinne chinesischer Hersteller wie BYD zeigen dabei, dass der internationale Wettbewerb im E-Auto-Segment trotz positiver Zulassungszahlen intensiv bleibt.
Die CAR-Studie von Ferdinand Dudenhöffer für April 2026 zeichnet ein überraschend positives Bild für den deutschen Elektroauto-Markt: Steigende Zulassungen, sinkende Preisdifferenzen zum Verbrenner und ein nachlassender Elektroauto Preisnachlass deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage stabilisiert. Ob dieser Trend anhält, wird auch davon abhängen, wie sich Kraftstoffpreise, staatliche Förderprogramme und das internationale Modellangebot weiterentwickeln.
Quellen: Center Automotive Research (CAR) / Ferdinand Dudenhöffer (car-future.com), finanzen.net, Business Insider Deutschland, ecomento.de, autozeitung.de, ADAC, news.de, t-online.de
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