
Ikkimel Hater – die Berliner Rapperin hat eine aufsehenerregende Aktion gestartet: Am 7. Mai 2026 veröffentlichte sie auf Instagram die Namen und Profilfotos der Männer, die ihr Hassnachrichten und Morddrohungen geschickt hatten. Der Beitrag wurde binnen eines Tages 180.000 Mal geliked und löste eine breite gesellschaftliche Debatte über Hass gegen Frauen im Internet aus. Viele Fans und Beobachter zeigten sich begeistert von dem ungewöhnlichen Schritt, der den Hatern bewusst die digitale Anonymität entzog.
Ikkimel (bürgerlicher Name: Melina Gaby Strauß) präsentierte ihren rund 490.000 Instagram-Followern Screenshots ihrer direkten Nachrichten – ohne die Nutzernamen der Absender zu schwärzen. Die Tiraden-Palette reichte von schweren Beleidigungen wie „Du Widerliche“ über Vergewaltigungsandrohungen bis hin zu expliziten Morddrohungen. Mit dem unzensierten Beitrag setzte die 28-Jährige ein klares Zeichen: Wer sie bedrohe, solle auch mit seinem Namen dazu stehen. Zahlreiche Fans unterstützten die Aktion mit Kommentaren wie „Gut, dass du die Namen nicht zensiert hast“. Innerhalb von 24 Stunden hinterließen Tausende Nutzerinnen und Nutzer zustimmende Kommentare, viele berichteten von eigenen Erfahrungen mit Hass im Netz. Der Beitrag verbreitete sich rasant über TikTok und Twitter und wurde in zahlreichen deutschen Medien aufgegriffen.
Ikkimels Aktion reiht sich in eine wachsende Debatte über Hass gegen Frauen im digitalen Raum ein. Auch andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens berichten regelmäßig von Bedrohungen und Beleidigungen. Zuletzt hatte die Tischtennis-Weltklasse-Spielerin Annett Kaufmann über Morddrohungen gesprochen, die sie über soziale Medien erhalten hatte: Annett Kaufmann und die Morddrohungen – Tischtennis-Star kämpft gegen Hass im Netz. Das Bundesjustizministerium reagierte 2026 mit einem Gesetz gegen digitale Gewalt, das unter anderem Doxing, Cyberstalking und die Verbreitung sexualisierter Deepfakes unter Strafe stellt. Laut Umfragen befürworten 80 Prozent der Deutschen eine konsequentere Strafverfolgung von Hass im Netz. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Strafverfolgungsbehörden oft nicht die Kapazitäten haben, alle gemeldeten Fälle zu verfolgen.
Ikkimel wuchs laut eigenen Angaben in Berlin-Tempelhof auf und studierte Germanistik sowie Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin. Nach eigenen Angaben soll der Tod ihres Vaters, der an Blutkrebs erkrankte, sie dazu bewogen haben, ihre Musikkarriere zu starten. Unter dem Künstlernamen – zusammengesetzt aus dem Berliner Dialektausdruck „Icke“ und der Kurzform ihres Vornamens Melina – veröffentlichte sie 2022 erste Singles und 2023 die EP „Aszendent Bitch“. Noch im selben Jahr unterschrieb sie einen Vertrag bei Four Music (Sony Music); die Single „Keta und Krawall“ erreichte Platz 89 der deutschen Charts. Mit über 800.000 TikTok-Followern und einem politisch aufgeladenen Musikstil hat sich Ikkimel als eine der lautesten und auffälligsten Stimmen im deutschen Rap-Kosmos etabliert.
Nicht alle Reaktionen fielen uneingeschränkt positiv aus. Rapper Pa Sports soll in einem Kommentar unter dem Post geäußert haben, Hass im Netz sei kein frauenspezifisches Problem – auch er erhalte Nachrichten dieser Art. Die Aussage wurde vielfach kritisiert: Nutzerinnen und Experten wandten ein, dass Frauen im Internet strukturell deutlich häufiger sexualisierter Gewalt und Morddrohungen ausgesetzt seien als Männer. Pa Sports soll später eingeräumt haben, mit seinem Kommentar „falschen Aktionismus“ betrieben zu haben. Ikkimel hat mit ihrer Aktion eine Diskussion angestoßen, die weit über ihre eigene Fanbase hinausgeht. Auch auf der 1.-Mai-Demo in Berlin 2026, bei der Ikkimel als Künstlerin aufgetreten war, waren Frauenrechte und Hass im Netz zentrale Themen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Künstlerinnen dem Beispiel der Berliner Rapperin folgen werden.
Quellen: Promiflash, Watson, Desired, Musikexpress, BMJV
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