
Der US-Schauspieler und Komiker Martin Short hat erstmals öffentlich über den Tod seiner Tochter Katherine gesprochen. Die 42-Jährige starb im Februar 2026 durch Suizid. In einem Interview mit „CBS Sunday Morning“ beschrieb Short den Verlust als schweren Einschnitt für seine Familie. Zugleich sprach er offen über psychische Erkrankungen, Trauer und den Umgang mit einem Thema, das noch immer häufig mit Scham und Schweigen verbunden ist.
Short, der vielen Zuschauern aus der Serie „Only Murders in the Building“ bekannt ist, ordnete die Erkrankung seiner Tochter in dem Gespräch ausdrücklich als schwere Krankheit ein. Psychische Leiden müssten genauso ernst genommen werden wie körperliche Erkrankungen, machte er deutlich. Seine Tochter habe lange mit schweren psychischen Problemen gekämpft, darunter eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Katherine Short war nicht nur die Tochter eines bekannten Schauspielers. Sie arbeitete selbst im Bereich psychische Gesundheit. Nach Berichten mehrerer US-Medien war sie als klinische Sozialarbeiterin tätig und engagierte sich beruflich für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie hatte unter anderem an der New York University und an der University of Southern California studiert.
Auch deshalb erhält Shorts öffentliches Gespräch über den Tod seiner Tochter besondere Aufmerksamkeit. Der Schauspieler sprach nicht nur über persönliche Trauer, sondern auch über die Notwendigkeit, psychische Erkrankungen ernst zu nehmen und weniger zu stigmatisieren.
Für Martin Short ist der Tod seiner Tochter ein weiterer schwerer Verlust. Seine Ehefrau Nancy Dolman starb 2010 an Eierstockkrebs. Im CBS-Gespräch zog Short eine Parallele zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Beide könnten schwer verlaufen und in manchen Fällen tödlich enden.
Short und Dolman waren seit 1980 verheiratet. Gemeinsam hatten sie drei Kinder adoptiert. Nach dem Tod seiner Frau sprach Short immer wieder über die Bedeutung von Familie, Erinnerung und Humor in seinem Leben. Der aktuelle Verlust stellt diese Themen nun erneut in einen sehr persönlichen Zusammenhang.
Das Interview erscheint kurz vor dem Start der Netflix-Dokumentation „Marty, Life Is Short“. Der Film von Regisseur Lawrence Kasdan wird am 12. Mai 2026 veröffentlicht und blickt auf Shorts jahrzehntelange Karriere in Film, Fernsehen, Theater und Comedy zurück. Netflix beschreibt die Produktion als persönlichen Blick auf das Leben des Komikers mit Archivmaterial und Interviews mit Wegbegleitern.
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung rückt Shorts Lebensgeschichte noch stärker in den Fokus. Bekannt wurde er unter anderem durch „Saturday Night Live“, „SCTV“, zahlreiche Filmrollen und zuletzt durch „Only Murders in the Building“ an der Seite von Steve Martin und Selena Gomez.
Martin Shorts Aussagen zeigen, wie schwierig der öffentliche Umgang mit psychischer Erkrankung und Suizid bleibt. Der Schauspieler spricht über seine Tochter nicht als Schlagzeile, sondern als Mensch, der lange mit einer schweren Krankheit lebte. Diese Einordnung ist wichtig, weil Suizidberichterstattung besondere Zurückhaltung verlangt.
Details zu den Umständen des Todes sollten dabei nicht im Vordergrund stehen. Entscheidend ist vielmehr der Hinweis, dass psychische Krisen ernst genommen werden müssen und Hilfe möglich ist.
Menschen in psychischen Krisen finden in Deutschland rund um die Uhr Unterstützung bei der Telefonseelsorge unter den kostenlosen Nummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Hilfe gibt es außerdem online unter telefonseelsorge.de.
Quellen: CBS Sunday Morning, People, The Guardian, Vulture, Netflix.
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