Radlader Unfall Roggenburg: 56-Jähriger tödlich verunglückt

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein Radlader Unfall in Roggenburg hat am Sonntagabend, 10. Mai 2026, einen 56-jährigen Mann das Leben gekostet. Der Fahrer wollte auf einem Privatgrundstück im Landkreis Neu-Ulm einen steilen Abhang begradigen, als seine schwere Arbeitsmaschine umkippte und ihn unter sich begrub. Trotz des sofortigen Großeinsatzes mehrerer Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks kam für den Mann jede Hilfe zu spät.

Radlader Unfall Roggenburg: Hergang des tödlichen Arbeitsunfalls

Nach Angaben der Polizei Neu-Ulm hatte der 56-Jährige die Schaufel seines Radladers nach oben ausgefahren, um Sand über einen Zaun zu schütten und damit den steilen Abhang zu begradigen. In dieser exponierten Stellung verlor die schwere Arbeitsmaschine die Stabilität: Der Radlader, der zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig nach links eingeschlagen war, kippte nach links um und stürzte zu Boden. Der Fahrer wurde aus der Kabine geschleudert und von der Maschine eingeklemmt. Noch am Unfallort erlag der 56-Jährige seinen schweren Verletzungen – trotz schnell eintreffender Rettungskräfte konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden. Der Unfall ereignete sich auf einem Privatgrundstück in Roggenburg im Landkreis Neu-Ulm, einem kleinen Ort im Schwäbischen Landkreis Neu-Ulm nahe der Grenze zum Landkreis Biberach. Erst kürzlich hatte ein tödlicher Gabelstapler-Unfall in Schwaben für Erschütterung gesorgt, bei dem ein 22-Jähriger sein Leben verlor.

Großer Rettungseinsatz: Feuerwehr und THW im Einsatz

Auf den Notruf hin rückten die Feuerwehren aus dem Landkreis Biberach sowie aus dem Landkreis Neu-Ulm, darunter die Feuerwehr Weißenhorn, mit einem Großaufgebot an. Zusätzlich unterstützte das Technische Hilfswerk (THW) aus dem Ortsverband Krumbach mit schwerem Bergungsgerät den Einsatz. Die Retter standen vor der schwierigen Aufgabe, den Verunglückten unter dem umgestürzten Radlader zu befreien. Mehrere Dutzend Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigen Bedingungen auf dem unebenen Privatgelände. Das Areal wurde während des Einsatzes weiträumig gesperrt. Trotz aller Bemühungen konnten die Helfer das Leben des 56-jährigen Fahrers nicht mehr retten. Ein ähnlich tragischer Einsatz ereignete sich beim tödlichen Betriebsunfall am Kieswerk Neuburg, bei dem ebenfalls ein Radlader verunglückte.

Ermittlungen zum Radlader Unfall Roggenburg

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache übernommen. Die Beamten untersuchen, wie es zu dem fatalen Umkippen des Radladers kommen konnte. Im Fokus stehen die nach oben ausgefahrene Schaufelposition, das unebene Gelände am Abhang sowie die Frage, ob technische Defekte an der Maschine vorlagen oder Fehler im Betrieb gemacht wurden. Das Ergebnis der Ermittlungen soll Aufschluss darüber geben, ob alle Arbeitsschutzvorschriften eingehalten wurden. Wie gefährlich Arbeiten an Hängen mit schwerem Gerät sein können, zeigt auch ein tödlicher Unfall am Steinbruch Salzhemmendorf, bei dem ein Mensch ebenfalls bei Erdarbeiten ums Leben kam.

Tödliche Arbeitsunfälle mit Baumaschinen in Deutschland

Unfälle mit Radladern, Baggern und anderen Baufahrzeugen gehören zu den gefährlichsten Arbeitsunfällen in Deutschland. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) soll die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hierzulande von rund 674 im Jahr 2017 auf etwa 351 im Jahr 2024 zurückgegangen sein. Dennoch bleibt das Risiko hoch: Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sollen sich jährlich rund 560 meldepflichtige Baustellenunfälle ereignen, an denen Baufahrzeuge beteiligt sind. Der Unfall in Roggenburg verdeutlicht erneut, dass der Umgang mit schweren Arbeitsmaschinen höchste Sorgfalt erfordert – insbesondere beim Arbeiten an Hängen und auf unebenem Gelände.

Quellen: Polizei Bayern, Nordbayern.de, new-facts.eu, DGUV, BAuA

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