Rheinbrücke Bonn-Nord seit 15 Uhr vollständig gesperrt

Baustelle auf der A59 bei Köln dauert länger als geplant
Symbolfoto

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Die Bonner Nordbrücke, offiziell bekannt als Rheinbrücke Bonn-Nord, ist am Mittwoch, 3. Juni 2026, ab 15 Uhr vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt worden. Betroffen ist die Friedrich-Ebert-Brücke auf der A565, die eine wichtige Rheinquerung im Raum Bonn darstellt. Die Sperrung gilt bis auf Weiteres. Ein konkreter Termin für eine Wiederfreigabe wurde nicht genannt.

Nach Angaben der Autobahn GmbH wurden bei aktuellen Brückenprüfungen strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt. Diese Schäden erfordern eine unverzügliche Sicherung. Deshalb wurde nicht nur der Verkehr auf dem Bauwerk selbst gestoppt, sondern auch der Geh- und Radweg entlang der Brücke vorsorglich gesperrt.

Welche Abschnitte der A565 betroffen sind

Die Sperrung betrifft mehrere Verbindungen zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost. In Fahrtrichtung Koblenz ist der Abschnitt zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord gesperrt. Überfahrten von der A59 aus Richtung Köln und Königswinter auf die A565 in Richtung Koblenz sind damit nicht möglich. Auch die Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg sind in diesem Zusammenhang gesperrt.

In Fahrtrichtung Siegburg ist der Abschnitt zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel betroffen. Im Kreuz Bonn-Nord sind sämtliche Verbindungen auf die A565 in Richtung Siegburg gesperrt. Die Anschlussstelle Bonn-Auerberg ist ebenfalls nicht nutzbar. Auffahrten an der Anschlussstelle Bonn-Beuel in Richtung Siegburg bleiben nach den veröffentlichten Angaben möglich.

Warum die Sperrung angeordnet wurde

Die Rheinbrücke Bonn-Nord war bereits vor der Vollsperrung eingeschränkt nutzbar. Seit Februar 2026 galt dort ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Zusätzlich kamen technische Kontrollen zum Einsatz. Nach den neuen Prüfergebnissen reichten diese Maßnahmen nicht aus, um weitere Schäden zu verhindern.

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1967. Sie besteht aus einer linksrheinischen Vorlandbrücke, der Strombrücke und einer rechtsrheinischen Vorlandbrücke. Über das Bauwerk fuhren zuletzt täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge. Der Anteil des Schwerverkehrs lag bei rund fünf Prozent. Die Sperrung trifft damit eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in der Region Bonn und Rhein-Sieg.

Folgen für Verkehr und Infrastruktur

Für Pendler, Lieferverkehre und den regionalen Durchgangsverkehr bedeutet die Sperrung erhebliche Umwege. Besonders betroffen sind Verbindungen zwischen A59 und A565. Die Autobahn GmbH verweist auf vorbereitete Ausweichrouten. Dennoch dürfte die Maßnahme den Verkehr im Großraum Bonn deutlich belasten.

Die Vollsperrung zeigt zugleich ein überregionales Infrastrukturproblem. Viele Brücken in Deutschland stammen aus Jahrzehnten mit geringeren Verkehrsbelastungen. Für die Rheinbrücke Bonn-Nord ist ein Ersatzneubau vorgesehen. Mit einem Baubeginn ist frühestens in den 2030er-Jahren zu rechnen.

Weitere Untersuchungen klären Wiederfreigabe

Ob und wann die Brücke wieder für den Verkehr geöffnet werden kann, hängt von weiteren Detailuntersuchungen ab. Geprüft werden technische Möglichkeiten zur Sicherung des Bauwerks und einer möglichen Wiederinbetriebnahme. Bis zu einer abschließenden Bewertung bleibt die Rheinbrücke Bonn-Nord gesperrt.

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