
Der 1. FC Kaiserslautern hat Daniel Hanslik und Kenny Prince Redondo zum Saisonende verabschiedet. Beide Offensivspieler gehörten seit 2020 zum Kader und standen für die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Ihre auslaufenden Verträge wurden nicht verlängert. Damit nimmt der FCK Umbruch 2026 klare Konturen an.
Mit den Abschieden verliert der FCK zwei der letzten verbliebenen Profis, die den Weg aus der 3. Liga zurück in die Zweitklassigkeit mitgeprägt haben. Sportlich hatten beide zuletzt eine kleinere Rolle. Verletzungen und geringere Einsatzzeiten prägten vor allem Redondos letzte Saisonphase. Daniel Hanslik hat inzwischen einen neuen Verein gefunden und wechselt ablösefrei zum VfL Bochum.
Der 1. FC Kaiserslautern hatte die Personalentscheidungen bereits beim letzten Heimspiel der Saison öffentlich gemacht. Neben Hanslik und Redondo wurden auch Avdo Spahic, Luca Sirch und Florian Kleinhansl verabschiedet. Sportdirektor Marcel Klos sprach dabei von Spielern, denen der Klub für ihre Zeit und ihren Einsatz am Betzenberg danken wolle.
Auch Geschäftsführer Thomas Hengen betonte die Bedeutung der scheidenden Profis. Spieler nach langer Zusammenarbeit zu verabschieden, falle nie einfach, erklärte er sinngemäß. Die Entscheidungen zeigen dennoch, dass der FCK seinen Kader nicht nur punktuell verändert. Der Verein sortiert mehrere Positionen neu und richtet den Blick auf eine jüngere Mannschaft.
Daniel Hanslik ist Mittelstürmer und kann auch als hängende Spitze eingesetzt werden. Für Kaiserslautern bestritt er seit 2020 insgesamt 184 Pflichtspiele, erzielte 34 Tore und bereitete 28 Treffer vor. Besonders in Erinnerung bleibt sein Tor im Relegationsrückspiel bei Dynamo Dresden im Mai 2022. Es war ein entscheidender Moment beim Aufstieg des FCK in die 2. Bundesliga.
In der Saison 2024/25 spielte Hanslik mit acht Toren und elf Vorlagen eine seiner stärksten Spielzeiten. In der abgelaufenen Zweitliga-Saison 2025/26 kam er nach offiziellen Ligadaten auf 25 Einsätze, drei Tore und vier Vorlagen. Seine Rolle wurde damit kleiner, blieb aber sportlich relevant. Hanslik wechselt nun innerhalb der 2. Bundesliga zum VfL Bochum. Dort erhält er einen Vertrag bis 2028. Für den FCK bedeutet sein Abgang den Verlust eines erfahrenen Offensivspielers, der über Jahre nicht nur durch Tore, sondern auch durch Laufarbeit und mannschaftsdienliches Spiel aufgefallen war.
Kenny Prince Redondo ist ein offensiver Außenbahnspieler, der meist links eingesetzt wurde. Er kam im Oktober 2020 von der SpVgg Greuther Fürth nach Kaiserslautern. Mit dem FCK stieg er 2022 in die 2. Bundesliga auf und stand später auch im DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen auf dem Platz.
Nach Angaben des Vereins kam Redondo bis zu seiner Verabschiedung auf 163 Pflichtspiele und 19 Tore für Kaiserslautern. In der Saison 2025/26 war seine Rolle deutlich kleiner. Nach offiziellen Ligadaten stehen für ihn 14 Zweitliga-Einsätze, ein Tor und keine Vorlage. Verletzungsprobleme hatten seine Einsatzzeiten zusätzlich begrenzt. Unklar blieb zunächst, wo Redondo seine Karriere fortsetzt. Berichte über mögliche Interessenten gab es, eine unabhängige Bestätigung für einen neuen Klub lag zunächst nicht vor.
Der FCK beendet die Saison 2025/26 auf Platz sechs der 2. Bundesliga. 52 Punkte aus 34 Spielen reichten nicht für den Aufstieg, zeigten aber, dass der Verein sportlich im oberen Tabellenbereich angekommen ist. Für die kommende Saison bleibt der Anspruch hoch, doch der Kader ist noch nicht fertig.
Geschäftsführer Thomas Hengen hat öffentlich auf eine lange Transferphase verwiesen. Bisher wurden Torwarttalent Yannick Onohiol und Paul Joly als feste Personalien genannt. Bei Joly zog Kaiserslautern die Kaufoption. Eine Rückkehr von Dominique Heintz ist dagegen kein Thema. Hengen verwies darauf, dass der Verein die Position des linken Innenverteidigers bereits mit Jacob Rasmussen besetzt habe. Zugleich soll der Altersdurchschnitt sinken. Das passt zu den Abschieden von Hanslik und Redondo. Beide stehen für Kontinuität und Identifikation, gehören aber nicht mehr zu den Spielern, auf denen der nächste Entwicklungsschritt aufgebaut werden soll.
Torsten Lieberknecht ist seit April 2025 Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern. Er hatte damals Markus Anfang abgelöst. Eine bestätigte Traineränderung für die Saison 2026/27 lag zunächst nicht vor. In den aktuellen Planungen werden Lieberknecht, Hengen und Sportdirektor Marcel Klos weiter als verantwortliches Trio genannt.
Für den FCK wird entscheidend, ob der Umbruch schnell genug sportliche Stabilität bringt. Der sechste Platz zeigt, dass der Verein in Reichweite der oberen Tabellenregion steht. Gleichzeitig machen 14 Niederlagen in der abgelaufenen Saison deutlich, dass Konstanz eine zentrale Aufgabe bleibt. Der FCK will jünger und flexibler werden. Gleichzeitig verliert der Verein Erfahrung, Identifikation und Spieler, die den Klub über mehrere schwierige Jahre getragen haben. Wie schwer diese Abgänge wiegen, wird sich erst zeigen, wenn die neuen Rollen im Kader besetzt sind.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu