Benjamin Friesen wechselt vom SC Wiedenbrück zum 1. FC Bocholt

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Der 1. FC Bocholt hat seinen Kader für die kommende Regionalliga-West-Saison weiter verstärkt. Wie der Klub mitteilte, wechselt der 22-jährige Benjamin Friesen mit sofortiger Wirkung vom Ligakonkurrenten SC Wiedenbrück an die Hünting. Der zentrale Mittelfeldspieler unterschreibt einen mehrjährigen Vertrag und gilt als einer der ambitioniertesten Sommertransfers der Liga.

Für die Verantwortlichen ist Friesen ein echter Coup. Sportgeschäftsführer Marcel Landers spricht von einem „absoluten Wunschspieler“, den man über mehrere Wochen umworben habe. Friesen war in der zurückliegenden Spielzeit der erfolgreichste Torschütze der Wiedenbrücker und stand auf den Listen mehrerer Drittligisten.

Top-Scorer in der Regionalliga West

In der abgelaufenen Saison brachte es Benjamin Friesen in 34 Pflichtspielen auf sieben Tore und sechs Vorlagen. Für einen Spieler aus dem zentralen Mittelfeld sind das herausragende Werte — vor allem, weil Friesen in nahezu allen Partien als Achter agierte und nur selten in offensivere Räume rückte. Sein Spielstil verbindet hohe Spielintelligenz mit überdurchschnittlichen Standardqualitäten.

Insgesamt absolvierte der Mittelfeldspieler bislang 88 Regionalliga-Einsätze für Kickers Emden und den SC Wiedenbrück. Damit bringt er trotz seines noch jungen Alters genau jene Ligaerfahrung mit, die der 1. FC Bocholt nach einer schwierigen Saison dringend braucht.

Flexibel auf der Acht und auf den Flügeln einsetzbar

Friesens größter Vorteil ist seine taktische Flexibilität. Zwar fühlt er sich auf der Sechs oder Acht am wohlsten, kann aber bei Bedarf auch auf den Flügeln eingesetzt werden. Diese Variabilität dürfte Trainer Björn Mehnert in der Vorbereitung neue Optionen geben — gerade weil Bocholt zuletzt vor allem im Aufbauspiel Probleme hatte.

Friesen selbst betont, dass die Entscheidung für den 1. FC Bocholt aus sportlichen Gründen gefallen sei. Der Verein habe ihm „ein klares Konzept und eine sportliche Perspektive“ präsentiert. Auch die kurze Anfahrt aus seinem Wohnort Münster sei kein Nachteil gewesen.

Bocholt-Pakete: Zweiter Neuzugang nach Fakhro

Nach dem Rückkehrer Malek Fakhro vom Halleschen FC ist Friesen der zweite Sommerneuzugang des 1. FC Bocholt für die Spielzeit 2026/27. In den vergangenen Tagen folgten zudem die Verpflichtungen von Boran Özbek (RWE-U19) und mehrere Vertragsverlängerungen. Insgesamt sechs Sommertransfers stehen bislang fest.

Die sportliche Marschrichtung ist erkennbar: Bocholt will mit einer Mischung aus erfahrenen Regionalliga-Spielern und perspektivreichen Talenten den Klassenerhalt deutlich früher sichern als in der gerade abgelaufenen Saison. Friesen passt dabei genau in das Anforderungsprofil — körperlich robust, taktisch geschult und mit Toren ausgestattet.

Was Fans und Beobachter jetzt im Blick haben

Mit dem Neuzugang reagiert der Verein auch auf den Abgang mehrerer Leistungsträger. Im Mittelfeld klafften vor der Verpflichtung Lücken, die nun bis zur Vorbereitung geschlossen sein dürften. Mit Friesen, Fakhro und Özbek hat der 1. FC Bocholt drei Spieler verpflichtet, die in unterschiedlichen Mannschaftsteilen sofort weiterhelfen können.

Für Wiedenbrück ist der Abgang ein herber Schlag. Der Klub hatte zwar mit dem Wechsel gerechnet, verliert mit Friesen aber einen Identifikationsspieler und besten Torschützen. Sportlich rückt für die Wiedenbrücker damit die Frage in den Vordergrund, wie das Defizit im Mittelfeld kompensiert werden soll. Erste Kandidaten werden laut Vereinsumfeld bereits gesichtet.

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