Flammen, Einsturzgefahr, Schwergerät: Großbrand zerstört Haus in Elsen

Flammen, Einsturzgefahr, Schwergerät: Großbrand zerstört Haus in Elsen
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Ein Großbrand Grevenbroich Elsen hat am Samstag einen stundenlangen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr Grevenbroich wurde um 13.25 Uhr zunächst zu einem gemeldeten Zimmerbrand an der Deutsch-Ritter-Allee alarmiert. Noch auf der Anfahrt gingen bei der Leitstelle zahlreiche weitere Notrufe ein. Mehrere Anrufer meldeten den Brand eines Wohngebäudes. Zudem bestand zunächst die Sorge, dass sich noch Menschen im Haus befinden könnten.

Feuer Deutsch-Ritter-Allee Grevenbroich: Mutter und Kind verlassen Haus

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten eine Mutter und ihr Kind das Wohnhaus bereits verlassen können. Nach Angaben der Feuerwehr gelang ihnen das mit Unterstützung von Nachbarn und Passanten. Beide wurden anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr kam es im Kreuzungsbereich Deutsch-Ritter-Allee und In der Herrschaft zur Durchzündung des Wohnhauses. Flammen schlugen aus der Hauseingangstür. Danach breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude einschließlich des Dachstuhls aus.

Wohnhausbrand Elsen greift auf gesamtes Gebäude über

Die Feuerwehr setzte mehrere Strahlrohre ein und baute eine massive Riegelstellung auf. Dadurch konnte verhindert werden, dass die Flammen auf ein angrenzendes Haus übergriffen. Bereits in der Anfangsphase wurden zusätzliche Kräfte nachalarmiert. Bis zum Ende des Einsatzes blieb nach Feuerwehrangaben offen, ob sich ein Hund und eine Katze noch im Gebäude befanden. Wegen der starken Brandentwicklung wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.

Giebelwand einsturzgefährdet Grevenbroich: Spezialgerät rückt an

Der Baufachberater sprach wegen des fortgeschrittenen Brandverlaufs, des Alters des Gebäudes und der verwendeten Baumaterialien ein Betretungsverbot aus. Besonders kritisch war die zur Straße In der Herrschaft gerichtete Giebelwand. Sie galt als akut einsturzgefährdet. Der Einsatzleiter entschied deshalb mit dem Baufachberater und weiteren beteiligten Stellen, die Wand kontrolliert zurückbauen zu lassen. Ein unkontrollierter Einsturz hätte weitere Schäden an benachbarten Gebäuden verursachen können.

Feuerwehr Grevenbroich Großbrand dauert bis in die Nacht

Am späten Samstagnachmittag wurde ein geeignetes Abrissunternehmen gefunden. Das rund 35 Tonnen schwere Spezialgerät wurde per Schwertransport aus Düsseldorf nach Grevenbroich gebracht und traf gegen 21 Uhr an der Einsatzstelle ein. Danach wurde die gefährdete Giebelwand kontrolliert abgetragen. Die Stadtbetriebe sperrten vorsorglich eine Fahrspur im Kreuzungsbereich. Das THW Grevenbroich leuchtete die Einsatzstelle mit einem großen Lichtmastanhänger aus.

Nachlöscharbeiten Elsen nur von außen möglich

Wegen der erheblichen Einsturzgefahr konnten die Nachlöscharbeiten nur von außen und über eine Drehleiter erfolgen. Sie dauerten bis etwa 3.30 Uhr am Sonntagmorgen. Am Sonntag gegen 9 Uhr bemerkten Anwohner erneut eine leichte Rauchentwicklung aus dem Gebäude. Die Feuerwehr kontrollierte das Objekt daraufhin nochmals und führte weitere Nachlöscharbeiten von außen durch. Ein Betreten des Brandobjekts bleibt nach Angaben der Feuerwehr wegen der massiven Einsturzgefahr ausgeschlossen.

Rund 100 Kräfte bei Großbrand Grevenbroich Elsen im Einsatz

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte beteiligt. Dazu gehörten die Einheiten Stadtmitte, Wevelinghoven, Gustorf-Gindorf und Hemmerden sowie die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Grevenbroich. Die Einheit Kapellen besetzte währenddessen die Feuer- und Rettungswache. Die Feuerwehr Jüchen unterstützte mit einer Drohne und einer Drehleiter. Nach dem Abtragen der Giebelwand übernahmen Kräfte der Einheit Kapellen sowie eine Drehleiterbesatzung der Einheit Frimmersdorf/Neurath weitere Nachlöscharbeiten. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen liegen bei der Polizei. Die Bewohner kamen bei Freunden unter.

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