
Nahkauf beendet zum 1. Juli 2026 den gedruckten Handzettel. Die zur REWE gehörende Vertriebslinie stellt ihre Angebotskommunikation damit vollständig auf digitale Kanäle um. Angebote, Marktinformationen und Bonus-Aktionen sollen künftig in der REWE App und auf rewe.de gebündelt werden. Für Kunden bedeutet das keine Umstellung der Märkte selbst, sondern vor allem eine Änderung bei der Suche nach Wochenangeboten.
Der klassische Papier-Handzettel entfällt. Stattdessen sollen die Angebote des jeweiligen nahkauf-Marktes digital abrufbar sein. Nach Angaben von REWE werden die Informationen in der REWE App und auf rewe.de bereitgestellt. Dort sollen Kunden ihren Markt auswählen und die jeweils zugeordneten Angebote sehen können. Die Umstellung betrifft damit vor allem die bisherige Papierkommunikation. An den Sortimenten oder Preisen ändert sich durch den Schritt nichts; nur das Medium wechselt.
REWE beschreibt die App künftig als zentrale Anlaufstelle für den nahkauf-Einkauf. Neben Angeboten sollen dort Marktinformationen und Bonus-Aktionen zusammengeführt werden. Außerdem verweist das Unternehmen auf weitere digitale Funktionen wie E-Bon, Treuepunkte, Einkaufszettel und REWE Pay. Die Bezahlfunktion über die REWE App ist nach REWE-Angaben seit März 2026 auch bei nahkauf möglich. Damit verzahnt der Konzern Angebotskommunikation, digitale Services und Bezahlprozess stärker miteinander.
Nahkauf ist innerhalb der REWE-Struktur als Nahversorgungskonzept positioniert. Die Märkte richten sich vor allem an kleinere Standorte, Stadtrandlagen und ländliche Räume. Die REWE Group beschreibt nahkauf als kleinen Vollsortimenter mit Verkaufsflächen zwischen 400 und 800 Quadratmetern, einem gestrafften Lebensmittelangebot sowie Schwerpunkten bei Frische und regionaler Auswahl. Auf nahkauf.de ist aktuell von mehr als 450 nahkauf-Märkten die Rede.
Für den aktuellen Anlass gibt es keine belastbaren offiziellen Hinweise auf Filialschließungen, eine Insolvenz, Mitarbeiterproteste oder einen Streit zwischen REWE und selbstständigen Kaufleuten. Die geprüfte offizielle Mitteilung behandelt ausschließlich die Umstellung der Angebotskommunikation. Auch die vorliegenden Medienberichte greifen im Kern diese Änderung auf. Zusätzliche strukturelle Einschnitte bei nahkauf sind daraus nicht belegbar.
Die Änderung folgt dem Kurs, Angebotskommunikation stärker digital zu organisieren. Für Kunden wird damit wichtiger, den eigenen nahkauf-Markt in der REWE App oder auf rewe.de auszuwählen. Dort sollen die Angebote marktbezogen angezeigt werden. Wer bisher den Papierprospekt genutzt hat, muss sich ab Juli umstellen. Wer bereits digitale Angebote nutzt, findet die Informationen künftig zentraler gebündelt. Der Einkauf im Markt selbst bleibt nach den offiziellen Angaben unverändert.
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