Korallenotter in Linz bleibt verschwunden – Warnung aktiv

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Die mutmaßliche Korallenotter, vor der die Polizei am 10. Juli 2026 in Linz am Rhein gewarnt hatte, ist weiterhin verschwunden. Bis Samstagvormittag wurde weder eine erneute Sichtung öffentlich gemeldet noch ein möglicher Halter ermittelt. Die amtliche Warnung ist weiter aktiv. Gleichzeitig beschäftigen Zweifel an der Echtheit des veröffentlichten Fotos die Ermittler. Eine Entwarnung gibt es deshalb bislang nicht.

Keine neue Sichtung und kein Hinweis auf den Halter

Ausgangspunkt der Warnung war ein Foto, das ein Bürger im Bereich des Roniger Wegs aufgenommen hatte. Seither ist die Schlange nicht wieder gefunden worden. Bei der Polizei wurde bislang offenbar keine Korallenotter aus der näheren Umgebung als vermisst gemeldet. Die Polizeiinspektion Linz bittet deshalb weiterhin um Hinweise zu Personen, die im Raum Linz eine solche Giftschlange halten könnten. Hinweise nimmt die Dienststelle unter der Telefonnummer 02644 943-0 entgegen.

Eine flächendeckende Suchaktion mit dauerhaft eingesetzten Suchtrupps wurde in den verfügbaren Behördenmitteilungen nicht beschrieben. Das weitere Vorgehen scheint sich derzeit vor allem an neuen Sichtungen und Hinweisen aus der Bevölkerung zu orientieren. Bei einem konkreten Fund könnten Feuerwehr, Polizei und hinzugezogene Reptilienfachleute gezielt eingreifen.

Polizei geht Zweifeln am Schlangenfoto nach

Für zusätzliche Unsicherheit sorgt die Frage, ob das Foto tatsächlich am Roniger Weg entstanden ist. Entscheidend für die Bevölkerung bleibt, dass das Polizeipräsidium Koblenz seine ursprüngliche Warnung nicht zurückgezogen hat. Auch in den öffentlichen Warnsystemen war am Samstag weiterhin keine Entwarnung veröffentlicht. Solange Herkunft und Echtheit der Aufnahme nicht abschließend geklärt sind, behandeln die Behörden den möglichen Fund vorsorglich als reale Gefahr.

Warnung bleibt bestehen: Abstand halten und Notruf wählen

Korallenottern gehören zu den Giftnattern. Ihr Gift kann Nervensignale blockieren und in schweren Fällen Lähmungen bis hin zum Versagen der Atemmuskulatur verursachen. Die Polizei weist zugleich darauf hin, dass die Tiere normalerweise nicht aggressiv sind. Zu Bissen kommt es vor allem dann, wenn eine Schlange bedrängt, angefasst oder festgehalten wird.

Wer im Bereich Linz eine rot, gelb beziehungsweise weiß und schwarz geringelte Schlange entdeckt, soll sich ihr nicht nähern und keine eigenen Fangversuche unternehmen. Stattdessen sind sofort die Notrufnummern 110 oder 112 zu wählen und der Fundort möglichst genau zu beschreiben.

Herkunft und Überlebenschancen bleiben unklar

Die Gattung Micrurus umfasst zahlreiche Arten, die vom Süden der USA über Mittelamerika bis in den Süden Südamerikas verbreitet sind. Welche Art das Tier auf dem Linzer Foto zeigen soll, wurde von den Behörden nicht näher benannt. Dass eine solche Schlange in Deutschland zumindest vorübergehend überleben kann, ist biologisch plausibel. Einige Korallenotter-Arten kommen bis in den vergleichsweise gemäßigten US-Bundesstaat North Carolina vor. Bei sommerlicher Wärme, ausreichend Deckung und geeigneten Rückzugsorten könnte ein entlaufenes Tier deshalb auch in Linz mehrere Wochen überleben.

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