
RB Leipzig bemüht sich offenbar verstärkt um Fisnik Asllani von der TSG Hoffenheim. Nach einem Bericht des kicker deutet das Fehlen des Angreifers im ersten Hoffenheimer Testspiel auf einen bevorstehenden Abschied hin. Eine Einigung oder eine Unterschrift in Leipzig ist bislang allerdings nicht offiziell bestätigt.
Die TSG Hoffenheim gewann ihr erstes Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten SGV Freiberg deutlich mit 6:1. Asllani gehörte dabei nicht zum eingesetzten Personal. Der kicker wertet das Fehlen des Stürmers als weiteres Signal für einen möglichen Wechsel und berichtet, dass es den 23-Jährigen wahrscheinlich nach Leipzig ziehen könnte. Eine Verletzung wurde im Zusammenhang mit seinem Fehlen nicht als Grund genannt.
Auch andere Medien sehen RB Leipzig inzwischen in einer aussichtsreichen Position. Nach Informationen der Bild soll der Bundesligist derzeit als Favorit im Werben um Asllani gelten. Der Bericht geht sogar von einem bereits weit fortgeschrittenen Transfer aus. Eine offizielle Bestätigung durch RB Leipzig, die TSG Hoffenheim oder den Spieler liegt am Sonntag, 19. Juli 2026, aber nicht vor. Das Werben darf deshalb nicht mit einem abgeschlossenen Wechsel gleichgesetzt werden.
Fisnik Asllani wurde am 8. August 2002 in Berlin geboren und ist derzeit 23 Jahre alt. Der 1,88 Meter große Angreifer wird vor allem als Mittelstürmer eingesetzt. Er besitzt die deutsche und die kosovarische Staatsangehörigkeit und spielt international für die Nationalmannschaft des Kosovo. Sein aktueller Verein ist die TSG Hoffenheim aus der Bundesliga.
Asllani war in der Jugend für den BFC Dynamo und den 1. FC Union Berlin aktiv, bevor er 2020 nach Hoffenheim wechselte. Nach Leihstationen bei Austria Wien und der SV Elversberg schaffte er bei der TSG den Durchbruch. In der Bundesliga-Saison 2025/26 erzielte er zehn Tore. Damit entwickelte sich der körperlich robuste und technisch starke Angreifer zu einem der wertvollsten Offensivspieler des Klubs.
Dass ein Transfer möglich ist, hat Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker bereits beim Trainingsauftakt bestätigt. Nach seinen Angaben führt die Spielerseite Gespräche mit Vereinen aus dem In- und Ausland. Schicker verwies zudem auf eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Stürmers und erklärte, dass im Laufe der Transferperiode mit einer Entwicklung zu rechnen sei.
Konkrete Interessenten nannte der Hoffenheimer Verantwortliche dabei nicht. Neben RB Leipzig wurden in Medienberichten auch Borussia Dortmund und der FC Barcelona mit Asllani in Verbindung gebracht. Belastbar bestätigt ist bislang lediglich, dass Gespräche mit mehreren Klubs stattfinden.
Frühere Berichte hatten bereits von ersten Kontakten zwischen RB Leipzig und der Spielerseite gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt soll es jedoch noch kein konkretes Angebot gegeben haben. Ob sich dieser Stand inzwischen geändert hat, wurde von den beteiligten Vereinen nicht öffentlich mitgeteilt.
Asllani verlängerte seinen Vertrag bei der TSG erst im Juli 2025 langfristig. Das Arbeitspapier läuft bis zum 30. Juni 2029. Hoffenheim kann einen Wechsel dennoch nicht uneingeschränkt verhindern, weil der Vertrag nach übereinstimmenden Berichten eine Ausstiegsklausel enthält.
Die genaue Höhe dieser Klausel wurde vom Verein nicht veröffentlicht. Sky berichtete im Dezember 2025 von einem Betrag zwischen 25 und 29 Millionen Euro, abhängig vom aufnehmenden Klub. Aktuelle Berichte nennen eine Größenordnung von rund 30 Millionen Euro. Diese Summe ist nicht als frei ausgehandelte Ablöse zu verstehen, sondern als mutmaßlich vertraglich festgelegter Betrag. Eine offizielle Bestätigung der exakten Konditionen gibt es nicht.
Mit einer Verpflichtung würde RB Leipzig einen weiteren jungen Mittelstürmer mit Bundesliga-Erfahrung erhalten. Asllani kann als zentrale Spitze spielen, sich aber auch zurückfallen lassen und am Kombinationsspiel beteiligen. Seine zehn Ligatore in der vergangenen Saison zeigen, dass er sich auf Erstliganiveau durchgesetzt hat.
Im Leipziger Angriff stehen mit Rômulo und Conrad Harder bereits zwei zentrale Stürmer unter Vertrag. RB hatte beiden während der vergangenen Saison öffentlich das Vertrauen ausgesprochen. Eine Verpflichtung Asllanis würde den Konkurrenzkampf deutlich erhöhen und könnte mit weiteren Veränderungen im umfangreichen Leipziger Kader verbunden sein.
Dass Leipzig dennoch Interesse zeigt, passt zur bisherigen Transferstrategie des Klubs. Asllani ist jung, kennt die Bundesliga und besitzt trotz seines noch bis 2029 laufenden Vertrags eine klar kalkulierbare Wechselmöglichkeit. Ob Leipzig die Klausel tatsächlich aktiviert, ist bisher nicht bestätigt.
Für die TSG Hoffenheim wäre ein Verkauf sportlich ein Verlust, finanziell aber ein weiterer hoher Erlös. Der Verein hat in diesem Sommer bereits Bazoumana Touré für Medienberichten zufolge rund 50 Millionen Euro an Newcastle United abgegeben. Asllani könnte Hoffenheim nun zusätzlich eine Summe im Bereich von etwa 30 Millionen Euro einbringen.
Sport-Geschäftsführer Schicker hatte zuletzt erklärt, dass die grundsätzliche Kaderplanung weit fortgeschritten sei. Sollte Asllani wechseln, müsste Hoffenheim jedoch neu bewerten, ob im Sturm Ersatz benötigt wird. Die TSG nimmt in der Saison 2026/27 an der Europa League teil und benötigt entsprechend ausreichend Alternativen für die zusätzlichen Spiele.
Derzeit sprechen mehrere Signale für einen Abschied Asllanis und für ein konkretes Interesse aus Leipzig. Solange die Vereine keine Einigung oder die Aktivierung der Ausstiegsklausel melden, bleibt der Transfer jedoch offen.
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