
Florian Kastenmeier wird nach Informationen des kicker nicht zu Hertha BSC wechseln. Der 29 Jahre alte Torhüter war bei den Berlinern als möglicher Nachfolger von Tjark Ernst vorgesehen. Kastenmeier soll seine sportliche Zukunft jedoch im Ausland sehen. Welcher Verein für ihn infrage kommt, ist bislang nicht bekannt. Eine offizielle Bestätigung der Gespräche oder einer Absage gibt es von den Beteiligten bisher nicht.
Kastenmeier steht derzeit bei keinem Verein unter Vertrag. Sein Vertrag bei Fortuna Düsseldorf endete zum 30. Juni 2026. Bereits Anfang Juni hatte der damalige Zweitligaabsteiger mitgeteilt, dass der Torhüter seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Seit dem 1. Juli kann er daher ohne Ablösesumme verpflichtet werden.
Der gebürtige Regensburger war im Sommer 2019 von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart nach Düsseldorf gewechselt. In sieben Jahren absolvierte er nach Vereinsangaben 228 Pflichtspiele für die Fortuna. In der Saison 2025/26 führte er die Mannschaft zudem als Kapitän an.
Fortuna Sportvorstand Samir Arabi erklärte beim Abschied, der Verein habe sich um einen Verbleib des Torhüters bemüht. Kastenmeier sehe seine Zukunft jedoch in einer höheren Liga. Der Spieler selbst teilte mit, dass er sich sportliche Ziele gesetzt habe und für seinen weiteren Karriereweg einen neuen Schritt gehen wolle. Zu diesem Zeitpunkt war nach seinen Angaben noch nicht entschieden, wohin er wechseln werde.
Hertha BSC soll Kastenmeier als neue Nummer eins eingeplant haben. Nach dem aktuellen kicker-Bericht verfolgt der Torhüter allerdings andere Pläne und bevorzugt einen Wechsel ins Ausland. Hinweise auf gescheiterte Verhandlungen über das Gehalt, die Vertragslaufzeit oder ein Handgeld gibt es nicht. Auch eine angebliche Einigung zwischen Kastenmeier und Hertha war zuvor nicht offiziell bestätigt worden.
Damit handelt es sich nicht um einen geplatzten Transfer nach einer offiziellen Verkündung. Kastenmeier war ein Kandidat der Berliner, hat sich nach übereinstimmenden Medienberichten aber gegen einen Wechsel zu Hertha entschieden. Ein konkreter ausländischer Interessent wurde bislang nicht belastbar genannt.
Der Bedarf auf der Torhüterposition entstand durch den Abschied von Tjark Ernst. Der bisherige Stammtorwart wechselte am 16. Juli zu Feyenoord Rotterdam. Hertha Sportdirektor Benjamin Weber bezeichnete Ernst bei dessen Verabschiedung als absoluten Stammtorwart, dessen Entwicklung ihn nun auf die höchste europäische Bühne führe. Ernst bestritt insgesamt 97 Pflichtspiele für die Berliner.
Im aktuellen Profikader führt Hertha nach Ernsts Abgang die Torhüter Marius Gersbeck, Tim Goller und Konstantin Heide. Kastenmeier hätte mit seiner Erfahrung aus 228 Pflichtspielen für Düsseldorf eine sofort verfügbare Lösung dargestellt. Da er laut kicker nicht nach Berlin kommt, müssen die Verantwortlichen entweder einem Torhüter aus dem bestehenden Kader die Rolle der Nummer eins übertragen oder eine weitere externe Lösung suchen.
Finanziell wäre Kastenmeier grundsätzlich interessant gewesen, da keine Ablösesumme an Fortuna Düsseldorf fällig geworden wäre. Zu möglichen Gehaltsforderungen oder Vertragsbedingungen sind jedoch keine bestätigten Angaben bekannt.
Für Fortuna Düsseldorf ändert die Entscheidung gegen Hertha nichts an der eigenen Kaderplanung. Der Abschied Kastenmeiers war unabhängig von seinem neuen Ziel bereits beschlossen. Nach dem Abstieg plant der Verein die neue Saison in der 3. Liga ohne seinen langjährigen Torhüter und bisherigen Kapitän.
Auch die Führungsstruktur wurde inzwischen neu geordnet. Trainer Alexander Ende ernannte den zurückgekehrten Mittelfeldspieler Jorrit Hendrix zum neuen Mannschaftskapitän. Matthias Zimmermann wurde zu dessen Stellvertreter bestimmt. Damit ist Kastenmeiers frühere Rolle als Spielführer bereits neu vergeben.
Für Kastenmeier bleibt dagegen offen, bei welchem Verein er seine Karriere fortsetzen wird. Belastbar ist bislang lediglich, dass sein Vertrag in Düsseldorf ausgelaufen ist und er nach Informationen des kicker nicht zu Hertha BSC wechseln wird. Ein Wechsel ins Ausland gilt als bevorzugte Option, ist aber noch nicht offiziell bestätigt.
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