
Der WDR zeigt am heutigen Sonntag, 19. Juli 2026, um 21.45 Uhr die Reisereportage „Wunderschön! Estland: Stille, Strände, Natur pur“. Reporter Ramon Babazadeh fährt mit einem Campervan durch das baltische Land und besucht dabei unter anderem die Pakri-Klippen, den Soomaa-Nationalpark, die Inseln Hiiumaa und Saarnaki, die Hauptstadt Tallinn sowie den Lahemaa-Nationalpark. Die Sendung endet laut Programmplan um 23.15 Uhr.
„Wunderschön! Estland: Stille, Strände, Natur pur“ läuft von 21.45 bis 23.15 Uhr im WDR Fernsehen. Der Programmplatz umfasst damit 90 Minuten. Die in der ARD-Mediathek veröffentlichte Fassung hat eine exakte Länge von einer Stunde, 28 Minuten und 27 Sekunden. Moderator und Reporter der Folge ist Ramon Babazadeh. Autor des Films ist Joshua Werner, die Redaktion verantwortete Margit Höh.
Bei der heutigen Ausstrahlung handelt es sich um eine Wiederholung. Die Folge lief bereits am Donnerstag, 16. Juli 2026, um 20.15 Uhr im WDR. In der damaligen Programmankündigung wurde die Wiederholung für Sonntag um 21.45 Uhr ausdrücklich genannt. Als ursprünglichen Sendetermin führt die offizielle WDR-Seite den 31. August 2025 um 20.15 Uhr auf.
Die Reise beginnt an der Pakri-Halbinsel. Ramon Babazadeh fährt an den Pakri-Klippen entlang und hält an einem Relikt aus der sowjetischen Vergangenheit. Die Region war früher militärisches Sperrgebiet. Auf der Halbinsel befand sich unter anderem ein Ausbildungszentrum für Besatzungen sowjetischer Atom-U-Boote. Heute verläuft an der Steilküste ein Wanderweg. Dort steht außerdem der 52 Meter hohe Pakri-Leuchtturm, nach Angaben des WDR der höchste Leuchtturm Estlands.
Anschließend geht es in den Soomaa-Nationalpark im Südwesten des Landes. Das mehr als 350 Quadratkilometer große Schutzgebiet umfasst Moore, Sümpfe und Auwälder. Begleitet von einer Naturführerin unternimmt Babazadeh eine Moorschuhwanderung. Dabei durchquert er zunächst ein Sumpfgebiet und gelangt anschließend in die eigentliche Moorlandschaft. Der Name der Naturführerin wird auf der offiziellen WDR-Seite nicht genannt.
Sportlich wird die Reise beim Kiiking. Bei dieser aus Estland stammenden Sportart stehen die Teilnehmer auf einer großen Schaukel und versuchen, sich vollständig um die Achse zu überschlagen. Hände und Füße werden dabei an der Schaukel befestigt. Ramon Babazadeh trifft den Kiiking-Athleten Jaan Särg, den der WDR als einen der bekanntesten Sportler dieser Disziplin bezeichnet, und probiert die ungewöhnliche Schaukel selbst aus.
Danach setzt Babazadeh mit einem Boot zur Insel Hiiumaa über. Die zweitgrößte Insel Estlands ist zu mehr als 60 Prozent bewaldet und für ihre weitgehend unberührten Strände bekannt. Nach einer Fahrt über die Insel schlägt der Reporter sein Lager an einem einsamen Strand auf. Hiiumaa ist außerdem Ausgangspunkt für den nächsten Teil der Reise zu den kleineren Inseln des vorgelagerten Archipels.
Gemeinsam mit der Biologin Triin Asi fährt Ramon Babazadeh von Hiiumaa in Richtung des kleinen Archipels. Unterwegs beobachten sie eine Robbenkolonie. Ihr Ziel ist die Insel Saarnaki, die heute nicht mehr dauerhaft bewohnt ist. Begleitet werden sie von einem ehemaligen Inselbewohner und Kapitän, den der WDR lediglich mit dem Vornamen Hans vorstellt. Triin Asi und Ramon Babazadeh übernachten auf Saarnaki.
Die Etappe greift damit eines der zentralen Themen der Reportage auf: das Leben und Übernachten in den dünn besiedelten Inselregionen Estlands. Das Land besteht nach Angaben des WDR aus mehr als 2.000 Inseln, von denen nur etwa 50 bewohnt sind. Auch das in Estland geltende Jedermannsrecht und die Möglichkeiten zum freien Naturerleben spielen bei dem Campervan-Roadtrip eine Rolle.
In Tallinn trifft Ramon Babazadeh den aus Deutschland stammenden Sternekoch Matthias Diether. Gemeinsam gehen sie durch die mittelalterliche Altstadt und probieren traditionellen estnischen Schnaps. Die historische Innenstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Europas. Ihr Zentrum ist der Rathausplatz mit dem gotischen Rathaus.
Ein weiterer Schauplatz in Tallinn ist das Lauluväljak-Stadion. Dort probt Babazadeh mit dem Chor Helonir. Die Reportage beschäftigt sich an diesem Ort mit der Bedeutung des gemeinsamen Singens für die estnische Geschichte und mit der sogenannten Singenden Revolution. Zwischen 1987 und 1991 wurden öffentliche Gesangsveranstaltungen zu einem wichtigen Teil der gewaltfreien Protestbewegung gegen die sowjetische Herrschaft.
Auf dem Mustjõe-Hof lernt Ramon Babazadeh die estnische Rauchsauna kennen. Gastgeberin Evika, deren Nachnamen der WDR nicht nennt, führt ihn in die Tradition ein. Eine Rauchsauna wird ohne Schornstein beheizt. Das Feuer erwärmt mehrere Stunden lang einen Steinhaufen, bevor der Rauch aus der Hütte gelassen wird. Die estnische Rauchsauna-Tradition gehört seit 2014 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Eine weitere Station ist das ehemalige Murru-Gefängnis im Tagebau von Rummu. Die Haftanstalt wurde 1938 gegründet und 2013 endgültig geschlossen. Nach dem Abschalten der Pumpen füllte Grundwasser den angrenzenden Steinbruch. Teile der früheren Anlagen liegen seitdem unter Wasser. Babazadeh erkundet zunächst den Hochsicherheitstrakt und unternimmt anschließend eine Unterwassertour durch das geflutete Gelände.
An der Ostseeküste besucht Ramon Babazadeh das historische Fischerdorf Altja. Dort probiert er Schweineohren, die in der Reportage als landestypische Spezialität vorgestellt werden. Anschließend übernachtet er erneut an einem abgelegenen Strand. Altja liegt im Lahemaa-Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Estlands. Das Schutzgebiet umfasst Wälder, Moore, Halbinseln, Buchten und traditionelle Küstenorte.
Zum Abschluss begleitet der Biologe Bert Rähni den Reporter zu einer Bärenbeobachtungshütte. Zunächst finden sie frische Tatzenabdrücke. Später bekommen sie nach Angaben des WDR tatsächlich einen Braunbären zu sehen. Damit endet der Roadtrip bei einem der konkreten Naturthemen der Folge: der Beobachtung großer Wildtiere aus einer geschützten Hütte im Lahemaa-Nationalpark.
Die Reportage ist bereits in der ARD-Mediathek verfügbar. Dort wird sie mit Untertiteln angeboten und soll nach derzeitiger Angabe bis zum 31. August 2030 abrufbar bleiben.
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