Energie Cottbus holt RWO-Stammkeeper Kratzsch

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Der FC Energie Cottbus hat seine Suche nach einem weiteren Torhüter abgeschlossen. Der Zweitliga-Aufsteiger verpflichtete am Montag, 20. Juli 2026, Kevin Kratzsch von Rot-Weiß Oberhausen. Der 24-Jährige war bei den Oberhausenern zuletzt die klare Nummer eins und soll das neu zusammengestellte Torhüterteam in der Lausitz komplettieren. In drei Spielzeiten für RWO kam Kratzsch auf 77 Pflichtspiele und blieb dabei 26-mal ohne Gegentor. FC Energie Cottbus +1

Cottbus schließt die letzte Lücke im Tor

Energie Cottbus bestätigte den Transfer am Montagnachmittag und bezeichnete die Kaderplanung auf der Torhüterposition damit als abgeschlossen. Kratzsch wechselt aus der Regionalliga West in die 2. Bundesliga. Zur Laufzeit seines neuen Vertrags machte der Verein keine Angaben. Auch eine mögliche Ablösesumme wurde nicht veröffentlicht. Rot-Weiß Oberhausen erklärte lediglich, beide Clubs hätten über die Ablösemodalitäten Stillschweigen vereinbart. Damit bleiben die wirtschaftlichen Einzelheiten des Wechsels intern. FC Energie Cottbus +1

Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz bezeichnete die Verpflichtung als wichtige Personalentscheidung, die einige Wochen vor dem Beginn der Zweitligasaison abgeschlossen worden sei. Bei der Auswahl habe der Verein auf die Einschätzung des neuen Torwarttrainers Alexander Sebald vertraut. Dieser habe sich intensiv mit mehreren Kandidaten beschäftigt und Kratzsch als passenden Schlussmann für die neue Konstellation empfohlen. FC Energie Cottbus

Kratzsch kommt zunächst als Herausforderer

Die Aussagen der Verantwortlichen lassen erkennen, welche Rolle für Kratzsch vorgesehen ist. Torwarttrainer Sebald suchte nach eigenen Angaben einen ambitionierten, jungen und hungrigen Keeper, der den Konkurrenzkampf annimmt und gleichzeitig die Interessen der Mannschaft in den Mittelpunkt stellt. Kratzsch müsse bereit sein, seine Kollegen im Training zu fordern, sie zu unterstützen und bei Bedarf sofort Verantwortung zu übernehmen.

Sebald verglich die mögliche Aufgabe des Neuzugangs mit seiner eigenen früheren Rolle als Torhüter bei Energie. Der inzwischen 29-Jährige hatte seine aktive Laufbahn nach der vergangenen Saison beendet und ist in den Trainerstab gewechselt. Eine feste Rangfolge veröffentlichte der Verein nicht. Die Verpflichtung des deutlich erfahreneren Marcel Lotka im Juni deutet jedoch darauf hin, dass Kratzsch zunächst als Herausforderer in die Vorbereitung einsteigt. FC Energie Cottbus +2 FC Energie Cottbus +2

Vom Jenaer Nachwuchs über Straelen nach Oberhausen

Kevin Kratzsch wurde am 9. Juli 2002 in Gera geboren. Seine fußballerische Ausbildung absolvierte er überwiegend im Nachwuchsleistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena. Dort spielte er in den Leistungsmannschaften der U17 und U19 und schaffte anschließend den Sprung in die zweite Mannschaft. Zeitweise gehörte der Torhüter zudem zum Kreis der deutschen U15-Auswahl. FC Energie Cottbus +1

Im Sommer 2021 verließ Kratzsch Jena und wechselte zum SV Straelen in die Regionalliga West. Bei den Niederrheinern sammelte er in zwei Spielzeiten erste regelmäßige Erfahrungen im Männerbereich. Dabei kam er nicht nur in der Regionalliga, sondern auch im DFB-Pokal zum Einsatz. Rot-Weiß Oberhausen verpflichtete ihn anschließend zur Saison 2023/24. Der damals 20-Jährige sollte sich bei RWO weiterentwickeln und den Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition verstärken. RWO 1904

Bei RWO entwickelte er sich zur klaren Nummer eins

Kratzsch setzte sich in Oberhausen nicht sofort als Stammkeeper durch. Nach seinem ersten Jahr an der Lindnerstraße beförderte ihn der Verein jedoch zur klaren Nummer eins. In den folgenden Spielzeiten wurde der 1,90 Meter große Torhüter zu einem wichtigen Rückhalt der Mannschaft. Seine Gesamtbilanz für RWO umfasst 77 Pflichtspiele. In 26 Begegnungen kassierte er kein Gegentor. FC Energie Cottbus +1

Oberhausens Sportlicher Leiter Dennis Lichtenwimmer-Conversano bezeichnete den Abgang zu diesem späten Zeitpunkt der Sommervorbereitung als nicht optimal. Gleichzeitig freue sich der Verein darüber, dass Kratzsch die Chance genutzt habe, die ihm mit der Beförderung zum Stammtorhüter eröffnet worden sei. Seine Entwicklung wertete Lichtenwimmer-Conversano auch als Bestätigung für die Arbeit des Trainerteams. RWO wünschte dem Keeper für den Schritt in die 2. Bundesliga Erfolg und Gesundheit. RWO 1904

Ein Nachfolger wurde in der offiziellen Abschiedsmeldung nicht präsentiert. Oberhausen muss die Torhüterposition damit kurz vor dem Beginn der neuen Regionalligasaison neu ordnen. Besonders schwer wiegt, dass nicht lediglich ein Ersatzspieler, sondern der bisherige Stammkeeper den Verein verlässt.

Energie hat sein Torhüterteam vollständig umgebaut

Auf der Torhüterposition hatte es bei Energie Cottbus bereits vor dem Kratzsch-Transfer mehrere Veränderungen gegeben. Marius Funk, die Nummer eins der Aufstiegssaison, verließ den Club in Richtung VfB Stuttgart. Alexander Sebald beendete seine aktive Karriere und übernahm gemeinsam mit Marvin-Gordon Jahn Aufgaben als Torwarttrainer. Der Vertrag von Max Böhnke wurde dagegen verlängert. FC Energie Cottbus +1

Im Juni verpflichtete Cottbus zudem Marcel Lotka von Fortuna Düsseldorf. Der 25-Jährige verfügt über Erfahrung aus zehn Bundesliga-, zwei Zweitliga- und 84 Drittligaspielen. Er stand unter anderem bei Hertha BSC und Borussia Dortmund unter Vertrag. Neben Lotka und Böhnke gehörte der aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogene Malte Wilke bereits während des Trainingslagers zum Torhüteraufgebot. Kratzsch ergänzt dieses Trio nun als vierter Schlussmann. FC Energie Cottbus +2 FC Energie Cottbus +2

Mit Lotka setzt Energie auf Erfahrung aus den drei höchsten deutschen Spielklassen. Kratzsch bringt dagegen Spielpraxis, Entwicklungspotenzial und den Rhythmus eines langjährigen Stammkeepers mit. Für ihn bedeutet der Wechsel einen Sprung um zwei Spielklassen. In Cottbus erhält er erstmals die Gelegenheit, sich dauerhaft in einem Zweitligakader zu beweisen.

Konkurrenzkampf beginnt unmittelbar

Für Kratzsch bleibt nur eine kurze Eingewöhnungszeit. Energie Cottbus befand sich zum Zeitpunkt der Verpflichtung bereits in der entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung. Der Keeper muss sich deshalb schnell an die neuen Mitspieler, die Trainingsabläufe und die Anforderungen des Zweitligafußballs gewöhnen.

Der Verein erwartet dabei offenbar keinen passiven Ersatzmann. Sebald betonte, dass sich die Torhüter gegenseitig antreiben und unterstützen sollen. Kratzsch soll bereitstehen, sobald er gebraucht wird. Zugleich kann er von Lotkas höherklassiger Erfahrung und der engen Zusammenarbeit mit dem neuen Torwarttrainer profitieren. Der bisherige RWO-Stammkeeper startet damit zwar als Herausforderer, erhält in Cottbus aber eine klare sportliche Perspektive. FC Energie Cottbus +1

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