Deutschland vor neuer Hitzephase: Was jetzt absehbar ist

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Deutschland könnte zum Monatswechsel erneut eine ausgeprägte Hitzephase erleben. Noch ist die Entwicklung allerdings mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Für die kommenden Tage zeichnet sich zunächst lediglich ein kurzer Temperaturanstieg ab. Eine länger anhaltende Hitzewelle wird von einzelnen Wettermodellen erst für Ende Juli und Anfang August berechnet. Amtliche Hitzewarnungen für diesen Zeitraum gibt es noch nicht.

Kurzfristig nur ein kurzer Hitzeschub am Wochenende

Am Freitag, 24. Juli, steigen die Temperaturen zunächst langsam an. Verbreitet werden nach aktuellen Vorhersagen 20 bis 27 Grad erwartet. Am Samstag, 25. Juli, könnte es dann deutlich wärmer werden. Im Norden sind etwa 25 bis 29 Grad möglich, während im Westen, Südwesten und Süden örtlich 30 bis 33 Grad erreicht werden können. Modellprognosen nennen für Frankfurt rund 32 Grad, für München etwa 31 Grad und für Freiburg rund 30 Grad. Berlin könnte knapp 29 Grad erreichen.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Von einer stabilen deutschlandweiten Hitzewelle kann bei diesem kurzfristigen Verlauf noch nicht gesprochen werden. Bereits am Sonntag soll eine Wetterfront von Nordwesten her für Schauer, Gewitter und eine deutliche Abkühlung sorgen. In vielen Regionen werden dann nur noch 17 bis 26 Grad erwartet. Besonders im Süden können die Gewitter nach derzeitigen Berechnungen kräftiger ausfallen.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Neue Hitzewelle ab Ende Juli möglich

Interessanter wird die Entwicklung ab Dienstag, 28. Juli. Einige Modellberechnungen sehen dann ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, das sich Anfang August verstärken könnte. Dadurch könnte über mehrere Tage sehr warme Luft nach Deutschland gelangen. Der mögliche Schwerpunkt der Hitzephase liegt nach diesen Berechnungen zwischen Ende Juli und etwa dem 5. August.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Das europäische Modell simuliert für Anfang August im Norden häufig 25 bis 30 Grad. Südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin könnten 28 bis 35 Grad erreicht werden. Für Teile Süddeutschlands werden in einzelnen Berechnungen 35 bis 38 Grad, lokal sogar Werte um 40 Grad gezeigt. Diese Zahlen sind jedoch noch keine belastbare Wettervorhersage, sondern ein mögliches Szenario mit einem Vorlauf von fast zwei Wochen.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Ein einzelner Lauf des amerikanischen Wettermodells berechnete sogar 43 bis 45 Grad. Der auswertende Wetterdienst bezeichnet diese Variante selbst als möglich, aber unwahrscheinlich. Sie liege deutlich über dem Mittel der Kontrollläufe. Solche Extremwerte sollten deshalb nicht als konkrete Temperaturprognose verstanden werden. Der derzeit robustere Trend lautet lediglich: Zum Monatswechsel steigt die Wahrscheinlichkeit für deutlich überdurchschnittliche Temperaturen.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Süden und Südwesten besonders betroffen

Sollte sich das Hochdruckgebiet wie berechnet entwickeln, wären Baden-Württemberg, Bayern, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie Teile Sachsens und Thüringens voraussichtlich am stärksten betroffen. Auch Nordrhein-Westfalen könnte vor allem im Rheinland und in dicht bebauten Städten eine hohe Wärmebelastung erleben. Im Norden und an den Küsten dürfte es voraussichtlich weniger heiß bleiben.

Wetterprognose und Wettervorhersage

Besonders belastend wird Hitze, wenn die Temperaturen nachts nicht mehr ausreichend sinken. Bleibt es mehrere Tage über 30 Grad warm und liegen die nächtlichen Werte bei mindestens 20 Grad, steigt das gesundheitliche Risiko deutlich. In Innenstädten kühlen Wohnungen und Straßen häufig langsamer ab, weil Gebäude und versiegelte Flächen die Wärme speichern.

Gesundheitsportal

So funktionieren die Hitzewarnungen des DWD

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht seine Hitzewarnungen jeweils für den aktuellen und den folgenden Tag. Für eine mögliche Hitzeperiode Ende Juli oder Anfang August kann es am Mittwoch, 22. Juli, daher noch keine amtliche Warnung geben. Entscheidend ist nicht allein die gemessene Lufttemperatur. Der DWD berücksichtigt unter anderem die gefühlte Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonneneinstrahlung und die fehlende Abkühlung während der Nacht.

Deutscher Wetterdienst

Das Warnsystem unterscheidet grundsätzlich zwischen starker und extremer Wärmebelastung. Im thermischen Gefahrenindex gilt eine gefühlte Temperatur zwischen 32 und 38 Grad als hohe gesundheitliche Gefährdung. Oberhalb von 38 Grad wird die Gefährdung als sehr hoch eingestuft. Die Warnlage kann regional unterschiedlich ausfallen und sollte deshalb täglich über die WarnWetter-App, die GesundheitsWetter-App oder die Internetseiten des DWD geprüft werden.

Deutscher Wetterdienst

Gesundheit schützen: Trinken, kühlen und Belastung vermeiden

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Pflegebedürftige sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder anderen chronischen Erkrankungen. Mögliche Warnzeichen einer Überlastung sind Kopfschmerzen, starke Erschöpfung, Muskelkrämpfe, Kreislaufprobleme, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit. Hitze kann bestehende Erkrankungen verschlimmern und im Extremfall zu einer Hitzeerschöpfung oder einem Hitzschlag führen.

Gesundheitsportal

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt, regelmäßig zu trinken. Als Richtwert werden mindestens 1,5 bis zwei Liter täglich genannt, sofern keine ärztlichen Gründe dagegensprechen. Wasser, verdünnte Säfte sowie Kräuter- oder Früchtetee eignen sich besonders. Alkohol und größere Mengen koffeinhaltiger Getränke können den Kreislauf zusätzlich belasten. Leichte Mahlzeiten, wasserreiches Obst und Gemüse sind meist besser verträglich als schwere und fettreiche Speisen.

Wohnungen sollten am frühen Morgen oder während kühler Nachtstunden gelüftet und anschließend abgedunkelt werden. Sport, Einkäufe und körperlich belastende Arbeiten gehören möglichst in die Morgen- oder Abendstunden. Im Freien helfen helle Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenschutz und regelmäßige Pausen im Schatten. Menschen und Tiere dürfen niemals in einem abgestellten Auto zurückgelassen werden. Bei Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder anderen schweren Beschwerden sollte sofort der Notruf 112 verständigt werden.

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