
Ein Waldbrand bei Oberwössen im Landkreis Traunstein beschäftigt seit Mittwochabend zahlreiche Einsatzkräfte. Das Feuer war gegen 18 Uhr im Bereich der Hochwand ausgebrochen. Die Brandstelle befindet sich in einem schwer zugänglichen Bergwald auf knapp 1.000 Metern Höhe. Am Donnerstagmorgen wurden die Löscharbeiten mit Unterstützung mehrerer Hubschrauber intensiv fortgesetzt.
Nach Angaben der Einsatzleitung waren am Donnerstagvormittag etwa 250 Kräfte an der Brandbekämpfung beteiligt. Neben zahlreichen Feuerwehren sind auch die Bergwacht, der Rettungsdienst und die Polizei im Einsatz. Vier Hubschrauber unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft und werfen Wasser über dem betroffenen Waldgebiet ab.
Während der Nacht mussten die Löschflüge wegen der Dunkelheit unterbrochen werden. Feuerwehrkräfte versuchten jedoch weiterhin, den Brand vom Boden aus einzudämmen. Dazu wurde unter anderem ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Nach Angaben der Einsatzkräfte breitete sich das Feuer während der nächtlichen Pause weiter in Richtung Tal aus.
Ersten Schätzungen zufolge erstreckt sich die betroffene Fläche über mehrere tausend Quadratmeter. Auch am Donnerstagvormittag stiegen noch dichter Rauch und Qualm aus dem Waldgebiet auf. Wie groß die Fläche tatsächlich ist und wodurch der Brand ausgelöst wurde, war zunächst nicht bekannt.
Eine unmittelbare Gefahr für die unterhalb des Brandortes gelegenen Wohnhäuser bestand nach dem aktuellen Stand nicht. Um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, bewässerte die Feuerwehr die zwischen dem Wald und den Gebäuden liegenden Wiesen mit Regneranlagen.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Menschen in Oberwössen und im gesamten Achental aufgefordert, Fenster und Türen vorerst geschlossen zu halten. Auch Lüftungsanlagen und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden, damit möglichst wenig Rauch in Gebäude gelangt.
Das Landratsamt Traunstein hat für Fragen aus der Bevölkerung ein Bürgertelefon unter der Nummer 0861/58411 eingerichtet. Verletzte wurden im Zusammenhang mit dem Brand bislang nicht gemeldet.
Die Löscharbeiten werden durch die anhaltend trockene Witterung erschwert. Im Landkreis Traunstein sowie im benachbarten Berchtesgadener Land herrscht derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Einsatzkräfte dürften deshalb noch längere Zeit mit der Bekämpfung des Feuers und möglichen Glutnestern beschäftigt sein.






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