90. Wilsberg-Folge: Millionen-Lottoschein führt zu Mord in Münster

90. Wilsberg-Folge: Lottogewinn endet tödlich
Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Teilen:

Münster. Ein Lottoschein im Antiquariat, zwölf Millionen Euro und ein Toter neben einem Braukessel: Mit „Todsicherer Tipp“ erreicht die ZDF-Reihe „Wilsberg“ ihre 90. Folge. Der neue Münster-Krimi läuft am Samstag, 1. August 2026, um 20.15 Uhr im ZDF. Im Streamingangebot des Senders ist der 89-minütige Film bereits abrufbar.

Erneut ermitteln Georg Wilsberg, Ekki Talkötter und die Münsteraner Mordkommission parallel. Diesmal führt sie der Fall in eine traditionsreiche Brauerei, deren wirtschaftliche Probleme durch einen unverhofften Millionengewinn eigentlich gelöst scheinen. Doch das Geld verschärft alte Konflikte und eröffnet mehreren Beteiligten ein mögliches Mordmotiv.

Wilsberg findet einen Lottoschein mit den Gewinnzahlen

Die Handlung beginnt mit einer Bücherlieferung für Wilsbergs Antiquariat. In einem der Bücher entdeckt Ekki einen ausgefüllten Lottoschein, auf dem die richtigen Zahlen für einen Jackpot in Höhe von zwölf Millionen Euro stehen. Ekki denkt bereits darüber nach, wie sich das Geld ausgeben ließe. Wilsberg macht ihm jedoch klar, dass sie den Schein nicht einfach behalten dürfen. Auch Juristin Tessa Tilker bestätigt, dass dies als Fundunterschlagung gewertet werden könnte.

Über ein Familienwappen in dem Buch findet Wilsberg den rechtmäßigen Besitzer: Lars Roxel, Chef einer Münsteraner Traditionsbrauerei. Der Betrieb steckt finanziell in Schwierigkeiten und soll an einen Investor verkauft werden. Der Lottogewinn könnte die Brauerei retten, doch Roxel kann sich nur kurz über die Millionen freuen. Wenig später wird er erschlagen neben einem Braukessel gefunden. Als Tatwaffe kommt ein Anstichhammer infrage.

Anna Springer und Overbeck übernehmen die offiziellen Ermittlungen. Dabei wird schnell deutlich, dass innerhalb der Familie erhebliche Spannungen bestehen. Roxels Bruder Phillip ist hoch verschuldet und hatte auf einen Verkauf der Brauerei gedrängt. Schwester Julia lebt als Fotokünstlerin ohne regelmäßiges Einkommen. Zusätzlich kommt es zwischen den Geschwistern und Prokurist Ralf Haber zu Auseinandersetzungen.

Testament bringt neue Verdächtige ins Spiel

Overbeck konzentriert sich zunächst auf den Kneipenbesitzer Lutz Schönemann. Dieser war mit seinem Vertrag bei der Brauerei unzufrieden und hatte am Tag des Mordes vor dem Betrieb für Ärger gesorgt. Doch die Ermittlungen verändern ihre Richtung, als bekannt wird, dass Lars Roxel kurz vor seinem Tod sein Testament geändert haben soll. Das neue Dokument ist allerdings verschwunden.

Die Testamentseröffnung wird von Tessa Tilker begleitet und hält für die Familie eine Überraschung bereit. Dadurch geraten weitere Personen in den Fokus, darunter Julia Roxel und die Braumeisterin Jasna Babic, die eine Beziehung mit dem Ermordeten hatte. Wilsberg versucht währenddessen, die finanziellen Interessen, familiären Konflikte und persönlichen Verbindungen zusammenzuführen.

Für einen zusätzlichen Handlungsstrang sorgt Merle. Sie beschäftigt sich im Rahmen eines psychologischen Forschungsprojekts mit der Frage, wie Menschen ihre Ansprüche immer weiter steigern. Dafür überredet sie Ekki zu einer Runde Online-Poker. Der Finanzbeamte lässt sich stärker auf das Spiel ein als geplant und droht dabei die Kontrolle zu verlieren.

Auch im Polizeipräsidium herrscht Unruhe. Wegen Bauarbeiten finden Springer und Overbeck kaum einen ruhigen Platz für ihre Ermittlungen. Der Fall verbindet damit erneut Krimihandlung und humorvolle Nebenhandlungen.

Bekannte Besetzung und mehrere prominente Gäste

Leonard Lansink spielt erneut den Privatdetektiv Georg Wilsberg, während Oliver Korittke als Ekki Talkötter zu sehen ist. Zum Stammpersonal gehören außerdem Rita Russek als Anna Springer, Roland Jankowsky als Overbeck und Patricia Meeden als Tessa Tilker. Janina Fautz kehrt als Merle zurück.

Die Mitglieder der Brauereifamilie werden von Christian Hockenbrink als Lars Roxel, Franz Dinda als Phillip Roxel und Maditha Dolle als Julia Roxel gespielt. Johannes Zeiler übernimmt die Rolle des Prokuristen Ralf Haber, Karolina Lodyga ist als Braumeisterin Jasna Babic zu sehen. Ronald Kukulies spielt den verdächtigen Kneipenbesitzer Lutz Schönemann.

Regie führte Bettina Braun, die bereits die vorherige Folge „Mogelpackung“ inszenierte. Das Drehbuch stammt von René Förder und Stephan Pächer. Nach Einschätzung des Fernsehkritikers Tilmann P. Gangloff lebt die Folge stark von ihren Dialogen, der sorgfältigen Bildgestaltung und den vielen kleinen Einfällen. Auch die bekannten Running Gags rund um Bielefeld und Wilsbergs Ente wurden wieder eingebaut.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu