
Momo bei Netflix: Seit Montag, 3. August 2026, können Abonnenten die Neuverfilmung des berühmten Romans von Michael Ende streamen. Dabei handelt es sich nicht um den bekannten Kinofilm von 1986 mit Radost Bokel, sondern um die internationale Verfilmung aus dem Jahr 2025. Der Familien- und Fantasyfilm lief am 2. Oktober 2025 in den deutschen Kinos an und kommt damit rund zehn Monate später ins Netflix-Abo. In der Titelrolle ist Alexa Goodall zu sehen, während Martin Freeman den Hüter der Zeit, Meister Hora, verkörpert.
Im Mittelpunkt steht das Waisenmädchen Momo, das in den Ruinen eines alten Amphitheaters lebt. Sie verfügt über eine ungewöhnliche Begabung: Momo kann anderen Menschen aufmerksam zuhören und ihnen dadurch helfen. Als rätselhafte Gestalten in grauen Anzügen die Bewohner der Stadt dazu bringen, immer mehr Zeit zu sparen, verändert sich deren Leben. Freundschaften und gemeinsame Momente verlieren an Bedeutung. Tatsächlich wird die eingesparte Zeit von den Grauen Herren gestohlen. Gemeinsam mit der Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora versucht Momo, den Menschen ihre Lebenszeit zurückzugeben.
Die Hauptrolle im Momo Film 2025 übernimmt die junge britische Schauspielerin Alexa Goodall. Martin Freeman, bekannt aus „Sherlock“ und den „Hobbit“-Filmen, spielt Meister Hora. Zum weiteren Ensemble gehören Araloyin Oshunremi als Momo-Freund Gino, Kim Bodnia als Beppo, Claes Bang als Richter sowie Laura Haddock und David Schütter. Regie und Drehbuch stammen von Christian Ditter, der zuvor unter anderem die ersten beiden „Vorstadtkrokodile“-Filme inszeniert hatte. Die Produktion entstand in Kroatien und Slowenien. Der Film hat eine Laufzeit von 92 Minuten und ist ab sechs Jahren freigegeben.
Wer Momo bei Netflix auswählt, bekommt die neue Fassung und nicht die deutsch-italienische Verfilmung aus den 1980er-Jahren zu sehen. Im Film von 1986 spielte Radost Bokel die Titelrolle. Die aktuelle Michael-Ende-Verfilmung verlegt die Geschichte in eine modernere, stärker digitalisierte Welt. Aus den Grauen Herren wird eine mächtige Organisation, die Effizienz und Zeitersparnis in den Mittelpunkt stellt. Die Grundidee des 1973 erschienenen Romans bleibt jedoch erhalten: Momo kämpft gegen eine Gesellschaft, in der immer weniger Zeit für andere Menschen, Gespräche und gemeinsames Erleben bleibt.
Nach Angaben von Filmportal erreichte die Neuverfilmung bis April 2026 insgesamt 524.636 Kinobesucher in Deutschland. Beim Deutschen Filmpreis 2026 wurde „Momo“ zudem mit der Lola für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet. Die Kritiken zur Neuauflage fielen allerdings unterschiedlich aus. Während die aufwendige Gestaltung und die Aktualität des Themas vielfach hervorgehoben wurden, kritisierten einige Rezensenten den schnelleren Erzählstil und die stärkere Ausrichtung auf Actionszenen. Bei Filmstarts erhielt der Film zwei von fünf möglichen Sternen. Nun erreicht die Produktion über Netflix ein deutlich größeres Publikum.
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