Mittagstisch im Wuddi: Politik fordert neue Lösung für Kinderhaus

Der Mittagstisch im Wuddi soll eine neue Perspektive bekommen. Münster-Nord fordert jetzt ein tragfähiges Konzept für Kinderhaus.
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Münster. Der Mittagstisch im Wuddi soll eine neue Perspektive bekommen. Die Bezirksvertretung Münster-Nord hat sich am Dienstagabend, 15. September 2026, einstimmig dafür ausgesprochen, nach einer tragfähigen Lösung für einen bezahlbaren Mittagstisch in Kinderhaus zu suchen. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, wie ein neues Angebot organisiert werden könnte.

Eine konkrete Wiedereröffnung ist damit allerdings noch nicht beschlossen. Offen sind unter anderem Standort, Betreiber, Finanzierung und Umfang des künftigen Angebots.

Mittagstisch wurde Ende Juli eingestellt

Die Stadt Münster hatte bereits am 25. Juni angekündigt, den Mittagstisch einzustellen. Auslöser war zunächst eine kurzfristige Vakanz in der Küche. Gleichzeitig ergab eine wirtschaftliche Prüfung, dass das Angebot wegen gestiegener Lebensmittelpreise und Tarifkosten nicht mehr kostendeckend betrieben werden konnte.

Genutzt wurde der Mittagstisch nicht nur von älteren Menschen aus Kinderhaus. Auch zwei OGS-Gruppen der Grundschule am Kinderbach wurden dort versorgt. Für die Schulkinder wurde anschließend eine andere Lösung gefunden. Der letzte reguläre Mittagstisch fand Ende Juli statt.

600 Unterschriften gegen das Aus

Gegen die Schließung regte sich schnell Widerstand. Die damals 75-jährige Irmgard Müssig, seit rund 15 Jahren Stammgast, sammelte innerhalb von zwei Wochen rund 600 Unterschriften. Die Listen wurden im Juli bei der Stadt abgegeben.

Bereits damals wurde nach Alternativen gesucht. Als mögliche Lösung galt unter anderem das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, wo ein Mittagstisch über ein Catering-Modell organisiert werden könnte.

Politik fordert tragfähiges Konzept

Für die Sitzung der Bezirksvertretung lagen zwei Anträge vor. Grüne, SPD, Volt und Linke forderten eine dauerhafte Perspektive für einen bezahlbaren Mittagstisch. Geprüft werden soll unter anderem, ob die Küche im Wuddi weiter genutzt werden kann, ob das Kap.8 als Ausgabestelle infrage kommt und welche alternativen Betreiber- oder Trägermodelle möglich sind.

Die CDU schlug zusätzlich eine Übergangslösung vor. Ein Mittagstisch im Wuddi oder Kap.8 sollte möglichst an vier bis fünf Tagen pro Woche angeboten und zunächst bis Ende 2026 erprobt werden.

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