Sudmühle vor großem Umbau: Zwei Bahnübergänge sollen weg

Bahnstreik Niederlande: RB 64 ab Münster betroffen
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Zwei Bahnübergänge in Münster-Sudmühle sollen dauerhaft verschwinden. Betroffen sind die Querungen an der Sudmühlenstraße und der Mariendorfer Straße. Statt Schranken ist eine neue Straßenüberführung vorgesehen. Gleichzeitig will die Deutsche Bahn ein Überholgleis verlängern. Die Pläne liegen derzeit öffentlich aus.

Warum die Bahn Sudmühle umbauen will

Kern des Projekts ist das Überholgleis im Bahnhof Sudmühle. Es ist derzeit für Züge von rund 720 Metern Länge ausgelegt und soll auf 740 Meter erweitert werden. Damit könnten dort künftig längere Güterzüge warten, während schnellere Personenzüge vorbeifahren.

Das Problem: Bei der notwendigen Verlängerung müsste ein Signal versetzt werden. Ein langer Güterzug könnte dadurch den heutigen Bahnübergang an der Sudmühlenstraße blockieren. Deshalb soll die bisherige Querung aufgegeben werden.

Auch der Bahnübergang an der Mariendorfer Straße ist betroffen. Beide Anlagen sind technisch miteinander verbunden. Zudem gilt die dort eingesetzte Bahnübergangstechnik nach Angaben der Deutschen Bahn als veraltet.

Sudmühlenstraße bekommt einen neuen Verlauf

Als Ersatz für die beiden Bahnübergänge plant die Bahn eine kreuzungsfreie Verbindung. Die Sudmühlenstraße soll dafür verlegt und künftig über die Gleise geführt werden. Frühere Planungen sahen die neue Querung rund 400 Meter westlich des heutigen Bahnübergangs vor.

Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger würde sich die Verkehrsführung damit dauerhaft verändern. Schranken und Wartezeiten an den bisherigen Übergängen würden nach Abschluss des Projekts entfallen.

Ganz unumstritten war die Lösung allerdings nicht. Die Stadt Münster hatte zunächst eine Unterführung bevorzugt. Für diese Variante wären jedoch zusätzliche Planungskosten in Millionenhöhe angefallen. Nachdem keine Einigung über die Finanzierung zustande kam, verfolgte die Bahn ihre Variante mit einer Straßenüberführung weiter.

Betroffene können noch Einwendungen einreichen

Das Projekt befindet sich inzwischen im Planfeststellungsverfahren. Die DB InfraGO hatte die Unterlagen Ende Mai 2026 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.

Die Planungsunterlagen können noch bis zum 5. Oktober 2026 eingesehen werden. Einwendungen sind bis einschließlich 16. Oktober möglich. Anschließend werden die Stellungnahmen geprüft.

Einen verbindlichen Termin für Baustart und Fertigstellung gibt es derzeit noch nicht. Klar ist aber: Sollte das Projekt genehmigt werden, würde sich die Verkehrssituation in Sudmühle deutlich verändern.

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