Gemüsebrühe bei Öko-Test: Fünf Produkte schneiden schlecht ab

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Gemüsebrühe gehört für viele zum festen Küchenbestand. Ein neuer Gemüsebrühe Test von Öko-Test zeigt allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Produkten. Von 27 untersuchten trockenen Gemüsebrühen und Bouillons erhielten fünf lediglich die Gesamturteile „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen konventioneller und Bio-Ware aus.

Für die Untersuchung ließ Öko-Test die Produkte unter anderem auf Pestizide und Mineralölbestandteile analysieren. Außerdem wurden Salzgehalte überprüft sowie Zutatenlisten auf Aromen, Geschmacksverstärker und weitere Bestandteile ausgewertet. Eingekauft wurden die getesteten Produkte im April und Mai 2026.

Aldi-Gemüsebrühe erhält nur „mangelhaft“

Zu den fünf Produkten am unteren Ende der Bewertung gehört die Le Gusto Klare Gemüsebrühe von Aldi Nord und Aldi Süd. Sie erhielt im Test das Gesamturteil „mangelhaft“. Öko-Test beanstandete bei mehreren konventionellen Brühen insbesondere Pestizidrückstände.

Ebenfalls mit „mangelhaft“ bewertet wurden die Gut & Günstig Klare Gemüsebrühe von Edeka sowie die K-Classic Gemüsebrühe von Kaufland.

Noch schlechter schnitten zwei weitere Produkte ab. Die Cook! Klare Gemüse-Bouillon von Norma und die konventionelle Knorr Gemüse-Bouillon erhielten jeweils das Gesamturteil „ungenügend“.

Damit landete die Hälfte der zehn konventionellen Produkte bei „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Nur zwei konventionelle Brühen erreichten nach Angaben von Öko-Test ein „gut“.

Pestizidrückstände gehören zu den wichtigsten Kritikpunkten

Bei fast allen geprüften Brühen aus konventionellem Anbau wies das beauftragte Labor mindestens einen Pestizidwirkstoff nach, häufig waren es mehrere. Öko-Test wertet solche Mehrfachrückstände nach eigenen Kriterien ab.

Unter den nachgewiesenen Substanzen befanden sich nach Angaben des Magazins auch Difenoconazol, Clothianidin und Pyraclostrobin. Clothianidin gehört zur Gruppe der Neonicotinoide und ist als Pflanzenschutzwirkstoff in der Europäischen Union seit 2019 nicht mehr zugelassen.

Der Nachweis eines solchen Wirkstoffs in einem Lebensmittel bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Produkt gegen lebensmittelrechtliche Rückstandsvorgaben verstößt. Öko-Test arbeitet bei seiner Bewertung teilweise mit eigenen, über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehenden Kriterien.

Gemüsebrühen bestehen zu einem großen Teil aus Salz

Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Salzanteil. In den untersuchten Trockenprodukten lag der Salzgehalt nach den Testergebnissen zwischen 44 und 60 Prozent. Bei zubereiteter Brühe bewegten sich die Werte nach veröffentlichten Testangaben zwischen 0,59 und 1,10 Gramm Salz pro 100 Milliliter.

Öko-Test orientiert sich bei der Bewertung an einem britischen Zielwert von maximal 0,90 Gramm Salz pro 100 Milliliter zubereiteter Brühe. Produkte oberhalb dieses Wertes wurden abgewertet. Dabei handelt es sich nicht um einen deutschen gesetzlichen Grenzwert, sondern um ein Bewertungskriterium des Magazins.

Hinzu kommen bei einem Teil der Produkte zugesetzte Aromen oder Geschmacksverstärker. Auch deren Verwendung führt im Bewertungssystem von Öko-Test zu einer schlechteren Beurteilung der Inhaltsstoffe.

Gemüseanteil reicht von sieben bis 32,5 Prozent

Große Unterschiede gibt es auch beim deklarierten Gemüseanteil. Dieser reicht im Test von sieben bis 32,5 Prozent. Einen hohen Gemüseanteil wertet Öko-Test positiv, wenn gleichzeitig weniger Salz, Aromen oder andere geschmacksgebende Zutaten benötigt werden.

Das Produkt mit sieben Prozent Gemüse gehörte zugleich zu den schlecht bewerteten Brühen. Der höchste deklarierte Gemüseanteil lag dagegen bei 32,5 Prozent.

Zwei Bio-Gemüsebrühen bekommen die Bestnote

Deutlich besser schnitten die Bio-Produkte ab. Von den insgesamt 27 getesteten Brühen trugen 17 ein Bio-Siegel. Sämtliche Bio-Produkte erhielten mindestens die Gesamtnote „gut“.

Nur zwei Produkte im gesamten Vergleich erreichten „sehr gut“: die Knorr Bio Gemüse-Bouillon und die Rewe Bio Gemüsebrühe mit 20 Prozent Gemüse.

Das Ergebnis zeigt damit einen auffälligen Unterschied innerhalb des Testfeldes. Während fünf der zehn konventionellen Brühen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ abschneiden, fällt keines der 17 getesteten Bio-Produkte schlechter als „gut“ aus.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die von Öko-Test im Frühjahr 2026 eingekauften Produkte und deren damalige Rezepturen. Änderungen an Zutaten oder Zusammensetzung nach dem Testzeitpunkt sind dadurch nicht ausgeschlossen.

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