
Das Oktoberfest 2026 in München geht in sein zweites Wochenende. Neben Besucherandrang und Feststimmung stehen auch in diesem Jahr die Preise im Fokus. Für eine Maß Festbier werden auf der Wiesn bis zu 15,90 Euro verlangt. Wer zusätzlich ein Hendl isst und einige der großen Fahrgeschäfte nutzt, kommt schnell auf deutlich mehr als 50 Euro. Gleichzeitig verlief der Auftakt mit Hunderttausenden Gästen nach Angaben von Festleitung und Polizei weitgehend ruhig.
Die offiziellen Getränkepreise hatte die Stadt München bereits im Juni veröffentlicht. Eine Maß Festbier kostet 2026 je nach Betrieb zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Der durchschnittliche Literpreis lag bei 15,61 Euro und damit 2,38 Prozent über dem Vorjahreswert. 2025 bewegte sich die Preisspanne zwischen 14,50 und 15,80 Euro.
In den großen Festzelten ist die Augustiner-Festhalle mit 14,90 Euro vergleichsweise günstig. 15,90 Euro werden unter anderem im Armbrustschützen-Festzelt, in der Bräurosl und im Löwenbräu-Festzelt verlangt. Im Hacker-Festzelt, Hofbräu-Festzelt, Marstall und Schottenhamel liegt der Preis bei 15,80 Euro.
Auch alkoholfreie Getränke sind teuer. Der durchschnittliche Preis für einen Liter Tafel- oder Mineralwasser lag bei 11,13 Euro, Spezi bei 12,84 Euro und Limonade bei 12,47 Euro. Die Stadt legt die Preise nicht selbst fest. Sie prüft als Veranstalterin lediglich, ob die von den Gastronomen angesetzten Preise angemessen sind.
Bei den Speisen gibt es keine einheitlichen Wiesn-Preise. Die Festwirte kalkulieren ihre Gerichte selbst. Ein Blick auf veröffentlichte Speisekarten zeigt aber eine klare Größenordnung.
Ein halbes Hendl kostet beispielsweise in der Ochsenbraterei 16,90 Euro, in der Augustiner-Festhalle 17,20 Euro und in der Bräurosl sowie im Hacker-Festzelt jeweils 17,50 Euro. Im Paulaner-Festzelt werden für ein halbes Hendl 19,90 Euro verlangt. Je nach Zubereitung und Beilagen können die Preise noch höher liegen.
Auch vegetarische Gerichte erreichen vielfach die 20-Euro-Marke. Käsespätzle stehen auf veröffentlichten Karten beispielsweise für 20,50 Euro, 20,90 Euro oder 22,50 Euro. Beim Kaiserschmarrn reicht die Spanne in ausgewerteten Festzelten von etwa 17,50 bis 27,50 Euro.
Damit kostet die Kombination aus einer Maß und einem halben Hendl in vielen großen Zelten rund 32 bis 36 Euro, noch ohne Trinkgeld oder weitere Getränke.
Auch bei den Fahrgeschäften unterscheiden sich die Preise deutlich. Für den Olympia-Looping werden 2026 für Erwachsene 15 Euro verlangt. Eine Fahrt mit dem großen Riesenrad kostet 11 Euro, der Skyfall 10 Euro und die Wilde Maus 8 Euro. Für kleinere Klassiker wie die Münchner Rutschn werden 4 Euro verlangt.
Familien können an den beiden Wiesn-Dienstagen sparen. Bis 19 Uhr gelten bei zahlreichen Fahrgeschäften, Schaustellerbetrieben und Verkaufsständen ermäßigte Preise. Der erste Familientag fand am 22. September statt, der zweite folgt am 29. September.
Der Start des 191. Oktoberfests verlief mit großem Andrang. Allein am ersten Wiesn-Tag kamen nach Angaben der Festleitung rund 450.000 Menschen auf die Theresienwiese. Für das gesamte Auftaktwochenende wurden knapp eine Million Besucher genannt. Mehrere Festzelte waren zeitweise ausgelastet.
Eine zusätzliche Auswertung anonymisierter Mobilfunkdaten von Telefónica Deutschland und Invenium Data Insights kam für Samstag und Sonntag auf rund 1,04 Millionen Besucher. Diese Zahl ist nicht mit der offiziellen Schätzung der Festleitung gleichzusetzen, zeigt aber ebenfalls den hohen Andrang zum Auftakt. Der Auswertung zufolge war zugleich der Anteil ausländischer Gäste höher als im Vorjahr.
Die Stadt rechnet auf dem 34,5 Hektar großen Festareal über die gesamte Laufzeit mit Millionen Gästen. Insgesamt sind 478 Betriebe zugelassen, darunter 17 große und 21 kleine Festzelte sowie mehr als 100 Fahrgeschäfte und Buden.
Auch aus Sicht der Sicherheitskräfte verlief das erste Wochenende insgesamt vergleichsweise ruhig. Bis Sonntagnachmittag registrierte die Polizei 55 Straftaten. Die Zahl lag damit leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Rund 600 Polizeibeamte und zahlreiche Ordner sind rund um das Fest im Einsatz.
Für einen kurzen Zwischenfall sorgte am Eröffnungstag ein Fahrgeschäft, in dem mehrere Besucher einige Minuten kopfüber festsaßen. Nach Angaben des Sanitätsdienstes wurde niemand schwer verletzt. Der Betreiber führte die Störung auf einen defekten Sensor zurück.
Die vollständige Halbzeitbilanz mit Besucherzahlen, Bierabsatz, Gastronomie und weiteren Kennzahlen wird traditionell erst zum mittleren Wiesn-Wochenende gezogen. Das Oktoberfest dauert noch bis Sonntag, 4. Oktober 2026.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu