
Auf dem Fahrgastschiff Seeadler ist am Samstag, 26. September 2026, im Nothafen der Greifswalder Oie ein Feuer ausgebrochen. Die Seeadler Greifswalder Oie befand sich auf einer Tagesfahrt zu der kleinen Ostseeinsel. Die 47 Passagiere waren zum Zeitpunkt des Brandes an Land und blieben nach Angaben der Wasserschutzpolizei unverletzt. Eine Deckskraft erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Sachschaden wird vorläufig auf rund 3.000 Euro beziffert.
Das Feuer entstand im Bereich des Brückenpultes des Fahrgastschiffs. Die Deckskraft konnte die Flammen mit einem Feuerlöscher selbst bekämpfen. Feuerwehr und Seenotretter übernahmen anschließend die Sicherung und Kontrolle des Schiffes. Eine Verunreinigung des Wassers wurde nicht festgestellt.
Nach Angaben der Wasserschutzpolizei befanden sich die 47 Fahrgäste bereits auf der Greifswalder Oie, als sich der Vorfall ereignete. An Bord waren noch zwei Besatzungsmitglieder. Gegen 13.30 Uhr bemerkten sie demnach, dass die Hauptmaschine selbstständig gestartet war. Bei der Suche nach der Ursache wurden anschließend Flammen am Brückenpult festgestellt.
Die Deckskraft begann unmittelbar mit der Brandbekämpfung und löschte die Flammen. Gleichzeitig trat weißer Rauch aus einem Abluftrohr des Maschinenraums aus. Das Rohr wurde verschlossen, um einen weiteren Brandausbruch zu verhindern. Als die alarmierten Feuerwehrkräfte das Schiff später kontrollierten, war kein Feuer mehr festzustellen.
Bei der zeitlichen Einordnung unterscheiden sich die veröffentlichten Angaben leicht. Die Wasserschutzpolizei nennt etwa 13.30 Uhr für die ersten Auffälligkeiten an Bord. Nach von der Ostsee-Zeitung wiedergegebenen Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde das Feuer gegen 14.20 Uhr bemerkt.
Unterstützung kam von der auf der Greifswalder Oie stationierten DGzRS. Dort liegt der Seenotrettungskreuzer Berthold Beitz. Die Station befindet sich unmittelbar am Nothafen der abgelegenen Ostseeinsel.
Nach Angaben der DGzRS, über die die Ostsee-Zeitung berichtet, wurde zunächst die Brennstoffzufuhr zum Antrieb unterbrochen und der Maschinenraum gegen ein mögliches erneutes Aufflammen gesichert. Weil die Insel mehrere Kilometer vom Festland entfernt liegt, mussten weitere Einsatzkräfte auf dem Wasserweg herangebracht werden.
Drei Rettungseinheiten der Seenotretter transportierten demnach insgesamt 17 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren Freest-Kröslin und Lubmin sowie Ausrüstung und Löschmittel zur Greifswalder Oie. Ein Rettungshubschrauber kam ebenfalls zum Einsatz. Die Feuerwehr überprüfte das Fahrgastschiff und stellte fest, dass der Brand gelöscht war.
Nach der später veröffentlichten Polizeimeldung erlitt die Deckskraft bei der Brandbekämpfung eine leichte Rauchgasvergiftung. Alle anderen Personen blieben unverletzt. Die Ostsee-Zeitung berichtet unter Berufung auf die Seenotretter, dass die Frau vorsorglich mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Für die Passagiere bestand während des Feuers keine unmittelbare Gefahr an Bord, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt auf der Insel aufhielten. Die Greifswalder Oie wird regelmäßig von Ausflugsschiffen angefahren. Die gesamte Insel und die angrenzenden Flachwasserbereiche stehen unter Naturschutz.
Da die Seeadler nach dem Brand nicht für die Rückfahrt genutzt werden konnte, organisierte die Reederei ein anderes Fahrgastschiff. Die Wasserschutzpolizei teilte am frühen Samstagabend mit, dass die 47 Passagiere damit von der Greifswalder Oie abgeholt werden sollten. In später veröffentlichten Berichten hieß es, die Gäste seien damit wieder zum Festland gebracht worden.
Das beschädigte Fahrgastschiff soll nach Angaben der Polizei in eine Werft geschleppt werden. Dort soll die Kriminalpolizei die genaue Brandursache untersuchen.
Eine abschließend festgestellte Brandursache lag am Samstagabend zunächst nicht vor. Angaben aus dem Umfeld der Seenotretter zufolge könnte ein Kurzschluss eine Rolle gespielt haben. Die Ostsee-Zeitung und TAG24 geben diese Einschätzung unter Berufung auf die DGzRS als vorläufige Vermutung wieder.
Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass zunächst die Hauptmaschine selbstständig anlief und anschließend Feuer am Brückenpult festgestellt wurde. Die Kriminalpolizei soll die technischen Zusammenhänge und die genaue Ursache nach dem Schleppen des Schiffes in die Werft klären.
Der vorläufige Sachschaden beträgt nach Angaben der Wasserschutzpolizei rund 3.000 Euro. Hinweise auf ausgetretene Betriebsstoffe oder eine Gewässerverunreinigung gab es nicht. Damit blieb der Zwischenfall nach dem aktuellen Stand auf das Schiff selbst und die leichte Verletzung der Deckskraft begrenzt.






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