
Bei einem schweren Lkw-Unfall auf der A67 bei Raunheim ist am frühen Montagmorgen ein 58 Jahre alter Fahrer ums Leben gekommen. Der Sattelzug kam zwischen dem Autobahndreieck Mönchhof und der Anschlussstelle Rüsselsheim-Ost von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Pfeiler einer Schilderbrücke. Die Autobahn musste für Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten gesperrt werden. Auch am Montagvormittag bestanden auf der wichtigen Verbindung im Rhein-Main-Gebiet noch erhebliche Einschränkungen.
Der Unfall ereignete sich gegen 2.35 Uhr. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet der Sattelzug aus noch ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn. Das Fahrzeug durchbrach die Leitplanke und kollidierte anschließend mit dem Pfeiler der Schilderbrücke. Der Fahrer wurde dabei im Führerhaus eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Gesicherte Angaben dazu, weshalb der Lastwagen die Fahrbahn verließ, gab es zunächst nicht. Die genauen Hintergründe blieben am Montagvormittag offen. Der Unfall ereignete sich auf dem Abschnitt zwischen dem Mönchhof-Dreieck südwestlich von Frankfurt und Rüsselsheim-Ost.
Die Folgen des Aufpralls beschränkten sich nicht auf die Fahrtrichtung des Sattelzugs. Der Lastwagen hatte Stahlrollen geladen. Durch die Kollision wurden Teile dieser Ladung auf die Fahrbahn und auf die Gegenfahrbahn geschleudert.
Ein Transporter, der auf der A67 in nördlicher Richtung unterwegs war, konnte den Hindernissen nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Er kollidierte mit der Ladung. Die beiden Insassen des Transporters blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Die verstreuten Stahlrollen erschwerten zugleich die Arbeiten an der Unfallstelle. Neben dem beschädigten Sattelzug mussten auch die Ladung und die Folgen der Kollision mit der Schilderbrücke berücksichtigt werden. Die Polizei bezifferte den entstandenen Sachschaden nach einer ersten Schätzung auf mindestens 100.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ordnete an, einen Sachverständigen zur Untersuchung des Unfallhergangs hinzuzuziehen. Damit sollen die Abläufe vor und während der Kollision genauer rekonstruiert werden. Offiziell bestätigt war zunächst lediglich, dass der Sattelzug nach links von der Fahrbahn abkam. Eine Ursache für dieses Manöver war am Vormittag nicht bekannt.
An der Unfallstelle waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen waren unter anderem Streifen der Polizeiautobahnstationen Südhessen und Westhessen sowie Kräfte aus Rüsselsheim und Kelsterbach eingesetzt. Hinzu kamen die Autobahnmeisterei Rüsselsheim, Rettungskräfte, die Freiwilligen Feuerwehren aus Raunheim und Rüsselsheim sowie die Berufsfeuerwehr Frankfurt.
Für die Unfallaufnahme und die Bergung wurde die A67 zunächst in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Polizei hatte am Morgen damit gerechnet, dass zumindest die Sperrung in Richtung Süden bis in die Mittagsstunden andauern könnte. Um 10.26 Uhr war der Abschnitt zwischen Rüsselsheim-Ost und dem Mönchhof-Dreieck nach Angaben der hessenschau beziehungsweise von tagesschau.de weiterhin in beiden Richtungen gesperrt.
Auch auf angrenzenden Straßen machte sich die Sperrung bemerkbar. Die SWR-Verkehrsredaktion meldete am Vormittag auf der A60 aus Richtung Mainz einen kilometerlangen Rückstau in Richtung Mönchhof-Dreieck. Für den überregionalen Verkehr wurde eine großräumige Ausweichroute über das Darmstädter Kreuz, die A5, das Frankfurter Kreuz und die A3 genannt. In der Gegenrichtung galt die entsprechende Route umgekehrt.
Der betroffene Autobahnabschnitt liegt in einem stark vernetzten Teil des Rhein-Main-Gebiets. Am Mönchhof-Dreieck trifft die A67 auf die A3, während über die südlich anschließenden Strecken Verbindungen in Richtung Darmstadt bestehen. Eine längere Sperrung wirkt sich deshalb nicht nur auf den unmittelbaren Verkehr zwischen Raunheim und Rüsselsheim aus, sondern auch auf Fahrten zwischen dem Raum Mainz, Frankfurt und Südhessen.
Wann der Abschnitt wieder vollständig freigegeben werden konnte, war am späten Montagvormittag noch nicht verbindlich angegeben. Zunächst mussten die Unfallaufnahme abgeschlossen, der Sattelzug geborgen und die auf den Fahrbahnen liegende Ladung beseitigt werden.
Auch die Untersuchung des Unfallhergangs war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Zu den Umständen, die dazu führten, dass der Sattelzug seine Fahrspur verließ, gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Sachverständige soll zur Klärung dieser Frage beitragen.
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