
Münster. Die geplante neue Bahnüberführung in Münster sorgt in Sudmühle und Mariendorf für Unsicherheit beim öffentlichen Nahverkehr. Durch die Schließung der bisherigen Bahnübergänge wäre die aktuelle Streckenführung der Buslinie 4 nicht mehr möglich, weshalb Anwohnerinnen und Anwohner befürchten, vom Stadtbusnetz abgeschnitten zu werden. Das Thema ist inzwischen auf politischer und verwaltungstechnischer Ebene angekommen und wird im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans diskutiert.
Ausgangspunkt der Debatte ist eine Anfrage zweier CDU-Ratsmitglieder aus Münster. Sie haben sich mit Blick auf die geplanten baulichen Veränderungen an den Bahnübergängen an die Stadtwerke gewandt und nach der Zukunft der Buslinie 4 gefragt. Hintergrund ist, dass die heutige Fahrtroute durch Mariendorf und Sudmühle nach Umsetzung der Bahnmaßnahme nicht mehr befahrbar wäre. Nach Angaben der CDU spiegeln diese Fragen die wachsende Verunsicherung in den betroffenen Stadtteilen wider, weil viele Fahrgäste auf eine verlässliche Busanbindung angewiesen sind.
Die Stadtwerke Münster haben die Fragestellung in ihrer Antwort ausdrücklich als berechtigt eingeordnet. Gleichzeitig wurde darauf verwiesen, dass grundlegende Entscheidungen zur Linienführung nicht kurzfristig, sondern im Rahmen der laufenden Planung getroffen werden. Wie die Stadtwerke mitteilen, ist die Aktualisierung des Nahverkehrsplans für Anfang 2026 vorgesehen, wofür eine umfassende Fahrgasterhebung bereits abgeschlossen wurde. In diesem Verfahren soll auch entschieden werden, wie Sudmühle und Mariendorf künftig an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden.
Neben der grundsätzlichen Linienfrage wurden in dem Austausch auch konkrete örtliche Aspekte angesprochen. So sehen die Stadtwerke derzeit die Straße Im Sundern nicht als geeignet für den regulären Linienbusverkehr an, wobei diese Einschätzung im Zuge der Nahverkehrsplanung erneut diskutiert werden kann. Auch Vorschläge aus der Politik, etwa für eine mögliche Wendemöglichkeit im Bereich des bisherigen Bahnübergangs in Mariendorf, sollen in das Verfahren einbezogen werden.
Nach Darstellung der Stadtwerke hat die Einbindung des Themas in den Nahverkehrsplan den Vorteil, dass mögliche Änderungen an der Buslinie 4 gemeinsam mit weiteren Anpassungen im Stadtgebiet betrachtet werden können. Dazu zählen auch Entwicklungen in angrenzenden Bereichen wie Gelmer, die heute noch nicht vollständig absehbar sind. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass viele Fahrgäste sich eine schnelle und konkrete Lösung wünschen, während der Planungsprozess Zeit benötigt.
Aus Sicht der CDU bleibt der politische Druck bestehen. Der zuständige Ratsherr betont, dass die Sorge in Sudmühle und Mariendorf groß sei und eine Abkopplung vom Stadtbusverkehr nicht akzeptabel wäre. Damit bleibt das Thema Busanbindung im Norden Münsters auch über die aktuelle Diskussion hinaus relevant, sowohl für die Verkehrspolitik als auch für die weitere Bürgerbeteiligung im Rahmen des Nahverkehrsplans.
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