
Münster. Der Erhalt des Ostbads beschäftigt derzeit viele Menschen in Münster. Eine Online-Petition gegen eine mögliche Schließung des traditionsreichen Hallenbads hat binnen weniger Tage mehrere Tausend Unterstützerinnen und Unterstützer mobilisiert und sorgt nun auch politisch für Aufmerksamkeit.
Mehr als 4.000 Menschen haben sich inzwischen einer Online-Petition angeschlossen, die sich für den Fortbestand des Ostbads ausspricht. Die Initiative fordert, das Bad nicht aufzugeben, sondern stattdessen eine Sanierung zu prüfen. In der Begründung wird betont, dass das Ostbad vor allem für den Stadtteil Mauritz, für Schulen sowie für Vereine eine wichtige Rolle spiele. Viele Unterstützende äußern zudem die Sorge, dass ein Wegfall des Bades die ohnehin angespannte Bädersituation in Münster weiter verschärfen könnte.
Auslöser für die Petition waren Berichte, wonach im Frühjahr eine politische Entscheidung über einen möglichen Abriss des Ostbads anstehen könnte. Die Stadt hat dieser Darstellung jedoch widersprochen. Nach Angaben der Stadt Münster soll es in der kommenden Ratsbefassung nicht um einen konkreten Beschluss zur Schließung oder zum Abriss gehen. Stattdessen sei vorgesehen, zunächst Eckpunkte für ein umfassendes Bäderkonzept festzulegen, das anschließend weiter ausgearbeitet werden soll.
Unstrittig ist, dass das Ostbad seit Jahren einen erheblichen Sanierungsstau aufweist. Insbesondere die technische Infrastruktur gilt als stark veraltet. Teile der Ausstattung sind nicht mehr zeitgemäß, einzelne Angebote wie die Sole-Nutzung stehen bereits seit längerem nicht mehr zur Verfügung. Auch hygienische Herausforderungen, etwa durch wiederkehrende Legionellen-Befunde, wurden in der Vergangenheit bekannt. Wie hoch die Kosten für eine grundlegende Sanierung ausfallen würden, ist bislang offen und soll im Rahmen der weiteren Planungen ermittelt werden.
Mit der wachsenden Zahl an Unterstützenden hat die Petition das Thema Ostbad deutlich in den Fokus gerückt. Ob und in welcher Form das Bad langfristig erhalten werden kann, dürfte damit auch zu einem zentralen Punkt in der anstehenden Diskussion um die zukünftige Ausrichtung der städtischen Bäderlandschaft werden. Klar ist bereits jetzt, dass die Entscheidung über das Ostbad weit über einen einzelnen Standort hinausweist und grundsätzliche Fragen zur Sport- und Freizeitversorgung in Münster berührt.
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