
Münster. Das LWL-Museum für Naturkunde hat im Jahr 2025 spürbar weniger Besucherinnen und Besucher gezählt als in den Vorjahren. Rund 221.000 Menschen kamen in das Museum und das angeschlossene Planetarium. Damit setzte sich der Rückgang fort, der mit Beginn der umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände eingesetzt hatte – und fällt im Vergleich zu anderen LWL-Kultureinrichtungen besonders ins Gewicht.
Noch 2023 hatte das Naturkundemuseum mit 354.000 Besuchen ein außergewöhnlich starkes Jahr erlebt. 2024 ging die Zahl auf rund 266.000 bis 267.000 zurück. Im Jahr 2025 wurden dann rund 221.000 Besuche im Museum und dem angeschlossenen Planetarium gezählt – ein Minus von etwa 46.000 gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich der Rückgang fort. 2025 war zudem das erste komplette Kalenderjahr, das vollständig unter den Bedingungen der Baustelle lief.
Der Besucherrückgang in Münster wirkt sich auch auf die Gesamtbilanz des Landschaftsverband Westfalen-Lippe aus. Insgesamt verzeichneten die Museen, Stiftungen und Besucherzentren des LWL im Jahr 2025 rund 1,61 Millionen Besuche. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von etwa 102.000 Gästen.
Auffällig ist dabei: Knapp die Hälfte dieses Rückgangs entfiel allein auf das LWL-Museum für Naturkunde. Während andere Einrichtungen ihre Zahlen weitgehend stabil halten oder teilweise sogar steigern konnten, trafen die Bauarbeiten den Standort Münster besonders stark.
Seit Herbst 2024 entsteht auf dem Gelände des Naturkundemuseums der Neubau „Forum für Naturwissenschaften“. Parallel dazu wird der Altbau umfassend saniert. Die Bauarbeiten hatten auch 2025 spürbare Auswirkungen auf den Betrieb. Wegeführungen wurden verändert, Ausstellungsflächen waren zeitweise eingeschränkt nutzbar, der Eingangsbereich wurde verlegt.
Zwar blieben Museum und Planetarium durchgehend geöffnet, dennoch fehlten zentrale Ausstellungselemente zeitweise vollständig. Nach Einschätzung des LWL schlug sich das unmittelbar in den Besucherzahlen nieder.
Trotz der Einschränkungen konnte das Museum sein Publikum nicht vollständig verlieren. Besonders das Planetarium erwies sich erneut als wichtiger Anziehungspunkt. Neben klassischen astronomischen Shows wurden auch Musikformate, Vorträge und Sonderveranstaltungen angeboten.
Hinzu kam die große Sonderausstellung „Gene – Vielfalt des Lebens“, die über das gesamte Jahr hinweg gezeigt wurde und vor allem bei Familien auf großes Interesse stieß. Workshops, Aktionstage und Mitmachangebote ergänzten das Programm. Aus Sicht der Museumsleitung trugen diese Formate dazu bei, den Rückgang abzufedern – verhindern konnten sie ihn jedoch nicht.
Ein Blick auf andere LWL-Einrichtungen unterstreicht die Sonderrolle des Naturkundemuseums im Jahr 2025. Die acht Standorte der LWL-Museen für Industriekultur kamen zusammen auf rund 440.000 Besucherinnen und Besucher und verzeichneten damit sogar einen leichten Zuwachs.
Beim LWL-Museum für Kunst und Kultur blieb die Entwicklung dagegen vergleichsweise stabil: 2025 wurden rund 166.000 Besuche gezählt (2024: 174.000; 2023: 151.000). In dieser Statistik sind auch die Besuche der Zweigstelle Schloss Cappenberg enthalten. Der Kontrast macht deutlich, wie stark sich die Baustellensituation am LWL-Museum für Naturkunde in der Jahresbilanz niederschlug.
Für 2026 verbindet der LWL mit dem Standort Münster neue Impulse. Neben der Fortsetzung der Gen-Ausstellung ist für den Sommer eine neue paläontologische Schau geplant, die Dinosaurier und Erdgeschichte wieder stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Langfristig soll das neue Forum für Naturwissenschaften zusätzliche Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangebote schaffen.
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