
Münster. Ein ungewöhnlicher Abend zwischen Musik, Literatur und visueller Kunst erwartet das Publikum Mitte Januar im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Mit der Performance „WTF 1770 – Hölderlin/Beethoven“ greift das Museum am Domplatz ein spartenübergreifendes Projekt auf, das zwei prägende Figuren des Jahres 1770 neu zusammendenkt – jenseits klassischer Konzert- oder Lesungsformate.
Im Zentrum des Abends stehen Friedrich Hölderlin und Ludwig van Beethoven, beide 1770 geboren und bis heute fest verankert im kulturellen Gedächtnis Europas. Die Performance fragt weniger nach biografischen Parallelen als nach ihrer heutigen Wirkung: Welche Ideen, Brüche und Widersprüche prägen ihr Werk bis in die Gegenwart? Und wie lassen sich ihre Texte und Kompositionen aus dem musealen Kontext lösen und neu erfahrbar machen?
Umgesetzt wird das Projekt vom Duo OMG Schubert, das für genreübergreifende Musikformate bekannt ist. Beethoven-Kompositionen werden mit elektronischen Klängen verflochten, Hölderlin-Texte gesungen und verfremdet. Entstanden ist ein bewusst hybrides Format, das klassische Musik, Performance und zeitgenössische Soundästhetik miteinander verschränkt und als modernes Gesamtkunstwerk versteht.
Ergänzt wird die Performance durch Live-Videoarbeiten des Künstlers Wilhelm Rinke. Seine Projektionen reagieren auf Musik und Text und schaffen eine zusätzliche visuelle Ebene, die den Abend über reine Klang- und Wortkunst hinaus erweitert. Bild, Ton und Sprache greifen ineinander und formen eine dichte Bühnenatmosphäre.
Im Anschluss an die Performance ist ein Künstlergespräch geplant, das den Bogen zur laufenden Ausstellung „Kirchner. Picasso“ spannt. Dabei geht es auch um den kritisch hinterfragten Geniekult in der Kunstgeschichte und um den Umgang mit Künstlerpersönlichkeiten, deren Werk bis heute fasziniert, deren Biografien aber ambivalent bleiben. Der Abend fügt sich damit bewusst in das Rahmenprogramm der Ausstellung ein, die noch bis zum 18. Januar im Museum zu sehen ist.
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Die Performance „WTF 1770 – Hölderlin/Beethoven“ findet am Montag, 12. Januar 2026, um 19 Uhr im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, statt. Karten sind im Vorverkauf sowie an der Museumskasse erhältlich. Der reguläre Eintritt liegt unter dem Abendkassenpreis, für Ermäßigungen ist gesorgt.
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