
Münster. Die Stadtbücherei Münster startet während der Woche der Meinungsfreiheit ein neues Austauschformat. Unter dem Titel „Sprechen & Zuhören“ geht es am Freitag, 8. Mai, um respektvolle Gespräche, echtes Zuhören und persönliche Perspektiven. Die erste Veranstaltung findet von 19 bis 21 Uhr im Zeitungslesesaal der Stadtbücherei am Alten Steinweg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der erste Abend steht unter der Frage: „Wie geht es mir damit, wie wir miteinander reden?“ Damit rückt die Stadtbücherei ein Thema in den Mittelpunkt, das weit über einzelne politische Debatten hinausreicht. Viele öffentliche Diskussionen sind heute von schnellen Urteilen, scharfen Gegensätzen und verkürzten Aussagen geprägt. Das neue Format setzt bewusst einen anderen Akzent.
Teilnehmen können alle Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Unterstützt wird die Reihe unter anderem von der Studierendeninitiative „MoinMünster“ und dem Haus der Familie Münster.
„Sprechen & Zuhören“ unterscheidet sich deutlich von einer Podiumsdiskussion oder offenen Debatte. Die Teilnehmenden sprechen in moderierten Kleingruppen. Jede Person bekommt gleich viel Zeit, um eigene Gedanken, Gefühle und Erfahrungen zum Thema zu schildern.
Widerspruch, Bewertung und Unterbrechung stehen dabei nicht im Vordergrund. Entscheidend ist, dass andere Perspektiven zunächst gehört werden. Entwickelt wurde das Format vom Verein „Mehr Demokratie e. V.“.
Mit der Reihe will die Stadtbücherei niedrigschwellige Beteiligungsangebote schaffen. Gerade in angespannten gesellschaftlichen Debatten kann ein geschützter Rahmen helfen, andere Sichtweisen wahrzunehmen, ohne sofort in Rechtfertigung oder Gegenrede zu wechseln.
Durch die Veranstaltungen sollen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die sonst möglicherweise nicht dieselben Räume teilen. Moderiert wird die Reihe von Kathrin Rick, Ulrich Krömer und Andreas Rauchfuß. Sie wurden für das Format speziell durch „Mehr Demokratie e. V.“ geschult.
Die nächste Veranstaltung findet am Samstag, 20. Juni, von 10 bis 12 Uhr statt. Dann geht es um die Frage: „Wie geht es mir mit der Gewalt gegen Frauen?“ Auch dabei sollen persönliche Erfahrungen, Betroffenheit und Reflexion im Mittelpunkt stehen.
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