
Münster. Die Hayek-Tage Münster haben am Freitagabend im Atlantic Hotel an der Engelstraße begonnen. Parallel dazu versammelten sich auf dem nahegelegenen Bouleplatz rund 100 Demonstrierende. Angemeldet worden war die Kundgebung vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“. Die Polizei war mit mehreren Kräften vor Ort, der Protest verlief nach bisherigen Angaben friedlich.
Die Kundgebung fand nur wenige Meter vom Eingang des Hotels entfernt statt. Nach Angaben der Polizei waren im Vorfeld etwa 150 Teilnehmende erwartet worden, tatsächlich kamen rund 100 Menschen. Während im Atlantic Hotel die zweitägige Veranstaltung der Hayek-Gesellschaft begann, machten die Demonstrierenden draußen mit Plakaten und einem großen Banner auf ihre Kritik aufmerksam.
Der Protest richtete sich nicht nur gegen die Hayek-Gesellschaft selbst, sondern auch gegen das Hotel als Veranstaltungsort. Die Organisatoren der Kundgebung werfen der Gesellschaft eine politische Entwicklung vor, die sie als problematisch bewerten. Besonders kritisch sehen sie, dass bei den Hayek-Tagen auch der Ökonom Stefan Homburg auftreten soll.
Im Mittelpunkt der Kritik steht die politische Einordnung der Hayek-Gesellschaft durch das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“. Dessen Sprecher Carsten Peters bezeichnete die Gesellschaft zu Beginn der Kundgebung als antidemokratisches Netzwerk. Aus Sicht des Bündnisses biete sie eine Plattform, auf der Kontakte zwischen konservativen und rechten politischen Milieus möglich würden.
Besonders die Einladung von Stefan Homburg wird von den Demonstrierenden als Signal verstanden. Homburg hatte in den vergangenen Jahren mit Äußerungen zum Klimawandel und mit Vergleichen zur Corona-Politik für Kontroversen gesorgt. Bei den Hayek-Tagen soll er über wirtschaftspolitische Strukturreformen sprechen.
Die Hayek-Gesellschaft selbst weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Sie versteht sich nach eigener Darstellung als Forum für liberale und marktwirtschaftliche Debatten. Im Atlantic Hotel standen zum Auftakt der Veranstaltung Vorträge und Diskussionen über wirtschafts- und gesellschaftspolitische Fragen auf dem Programm.
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