
Münster. Autofahrer in Münster können ab Mittwochabend, 23. September 2026, wieder eine wichtige Verbindung an der Spinne nutzen. Gegen 21 Uhr soll die derzeit gesperrte Strecke von der Weseler Straße aus Richtung Mecklenbeck zum Autobahnkreuz Münster-Süd wieder freigegeben werden. Ganz beendet sind die Arbeiten an dem Verkehrsknoten damit allerdings noch nicht.
Grund für die aktuelle Sperrung sind Restarbeiten auf der Bundesstraße unter den neu errichteten Brücken. Dort werden unter anderem alte Betonrandstreifen am Fahrbahnrand entfernt. Die Spinne in Münster bleibt damit auch nach der Freigabe am Mittwoch noch für mehrere Wochen eine Baustelle.
Bis Mitte Oktober sind weitere Arbeiten im Mittelstreifen, an der Fahrbahn und im Bereich der künftigen stadteinwärts führenden Busspur vorgesehen. Währenddessen steht unter der neuen Brücke zeitweise nur jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.
Zum Abschluss soll die Fahrbahnoberfläche erneuert werden. Dafür ist an einem Wochenende Mitte Oktober nochmals eine Vollsperrung in Fahrtrichtung stadtauswärts geplant. Einen konkreten Termin für dieses Sperrwochenende hat Straßen.NRW bislang nicht genannt. Die Behörde will jeweils aktuell über die geltende Verkehrsführung informieren.
Die laufenden Arbeiten gehören zu den letzten Abschnitten des großen Brückenprojekts an der Spinne. Die entscheidende Verkehrsfreigabe hatte es bereits am 26. August gegeben. Seitdem können die neuen Fahrbahnen zwischen der B51-Umgehungsstraße und dem Autobahnkreuz Münster-Süd grundsätzlich wieder zweistreifig genutzt werden.
Zwei alte Brücken wurden im Zuge des Projekts ersetzt: die Verbindung zur Umgehungsstraße sowie die größere Brücke in Richtung A43. Die Bauwerke waren altersbedingt beziehungsweise baulich so stark beeinträchtigt, dass Neubauten notwendig wurden. Um die Bauzeit zu verkürzen, kamen zahlreiche vorgefertigte Bauteile zum Einsatz.
Der Verkehrsknoten gehört zu den wichtigsten Straßenverbindungen in Münster. Rund 57.000 Fahrzeuge passieren nach Angaben von Straßen.NRW beziehungsweise WDR täglich den Bereich. Die Spinne verbindet die Weseler Straße und B219 mit der B51-Umgehungsstraße sowie dem Zubringer zur A43 am Autobahnkreuz Münster-Süd.
Über rund zwölf Jahre war die Verkehrsführung in Teilen des Knotens nur einspurig möglich. Die beiden neuen Brücken entstanden schließlich innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren. Für die Neubauten wurden zuletzt Kosten von rund 38,5 Millionen Euro genannt.
Allein 2026 gab es mehrfach größere Eingriffe in den Verkehr. Im Frühjahr war die Weseler Straße durch die Bauarbeiten stark betroffen. Seit dem 19. Juni lief der Verkehr bereits über die neu errichtete große Brücke, zunächst noch eingeschränkt. Ende Juni wurde die nicht mehr benötigte Behelfsbrücke zurückgebaut. Am 26. August folgte schließlich die zweistreifige Freigabe der neuen Fahrbahnen. Nun werden vor allem die Bereiche unterhalb und neben den neuen Bauwerken fertiggestellt.
Auch nach Abschluss der aktuellen Arbeiten ist das Kapitel Spinne noch nicht beendet. Der abgeschlossene Brückenneubau von Straßen.NRW ist nicht mit dem gesamten geplanten Umbau des Verkehrsknotens gleichzusetzen. Die Stadt Münster plant weitere Veränderungen entlang der Weseler Straße bis zur Franz-Hitze-Straße. Ziel sind nach Angaben der Stadt ein besserer Verkehrsfluss, die Sanierung weiterer Fahrbahnflächen und mehr Verkehrssicherheit.
Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Linksabbiegespuren von der Weseler Straße auf die B51 sowie vom Autobahnzubringer in Richtung Mecklenbeck. Hinzu kommen eine weitere Rechtsabbiegespur von der B51 in Richtung Innenstadt und neue Busspuren. Eine Bussonderspur soll vom Autobahnzubringer auf die Weseler Straße stadteinwärts führen, eine weitere ist stadtauswärts vorgesehen.
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