Berg Fidel soll gesünder werden: Bewohner entwickeln Angebote mit

In Berg Fidel startet ein Gesundheitsprojekt. Bewohner entwickeln Angebote zu Ernährung, Bewegung und Teilhabe mit.
Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs (vorne Mitte) hat sich zum Start des Projekts „Gesundheitskompetenz in der kommunalen Gesundheitsförderung“ mit den Akteurinnen und Akteuren getroffen. © Stadt Münster / Peter Leßmann

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Münster. Im Stadtteil Berg Fidel ist ein neues Gesundheitsprojekt gestartet. Es soll die Gesundheit von sozial benachteiligten Menschen in Münster stärken und den Zugang zu Gesundheitsinformationen erleichtern. Im Mittelpunkt steht dabei ein besonderer Ansatz: Die Bewohner sollen neue Angebote nicht nur nutzen, sondern selbst mitentwickeln.

Das Projekt „Gesundheitskompetenz in der kommunalen Gesundheitsförderung“ startet zunächst in Berg Fidel. Später soll es auf zwei weitere Stadtteile in Münster ausgeweitet werden. Bis Frühjahr 2029 sollen konkrete Angebote entstehen, die besser zu den Lebensrealitäten der Menschen vor Ort passen.

Gesundheitsprojekt in Berg Fidel setzt auf Beteiligung

Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat sich zum Projektstart mit Partnern und Engagierten aus Berg Fidel getroffen. Beteiligt sind neben der Stadt Münster unter anderem die Universität Münster, das Universitätsklinikum Münster, die Beratungsstelle Südviertel, die Techniker Krankenkasse sowie zu Community-Forscherinnen ausgebildete Bürgerinnen aus dem Stadtteil.

„Dieses Projekt steht für einen Perspektivwechsel“, sagte Fuchs laut Stadt Münster. Es gehe nicht nur darum zu fragen, welche Angebote Menschen brauchen. Vielmehr sollten diese gemeinsam mit ihnen entwickelt werden.

Angebote zu Ernährung, Bewegung und Austausch geplant

Bis Frühjahr 2029 sollen in Berg Fidel neue Angebote zu Themen wie Ernährung und Bewegung entstehen. Sie richten sich besonders an Menschen, die von bestehenden Gesundheitsangeboten bisher schwer erreicht werden.

Denkbar sind zum Beispiel Sportangebote mit Kinderbetreuung für Frauen. Auch Austauschformate für Menschen, die Diskriminierung erleben, können Teil des Projekts werden. Entscheidend ist, dass die Ideen aus dem Stadtteil selbst kommen und gemeinsam umgesetzt werden.

Gesundheit hängt oft vom Wohnort ab

Die Stadt Münster verweist darauf, dass die Chancen auf ein gesundes Leben häufig vom Wohnort, vom sozialen Umfeld und von finanziellen Möglichkeiten abhängen. Das neue Gesundheitsprojekt in Berg Fidel soll helfen, diese Ungleichheiten zu verringern.

Grundlage ist das Handlungsprogramm „Gesunde Stadt Münster“, das der Rat im vergangenen Jahr beschlossen hat. Ziel ist es, gesundheitliche Chancengleichheit besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen zu verbessern.

Förderung zunächst für drei Jahre

Das Projekt wird zunächst für drei Jahre gefördert. Ermöglicht wird es durch die Techniker Krankenkasse, Münsters Allianz für Wissenschaft sowie das StadtLabor der Universität Münster.

Fuchs betonte, die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und engagierten Bürgern aus Berg Fidel schaffe eine starke Grundlage. So könne Gesundheitsförderung nachhaltiger und näher an den Lebensrealitäten der Menschen gestaltet werden.

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